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Project Xray: Microsoft entfacht Laserschlacht im Wohnzimmer

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Project Xray: Microsofts gemischte Realität Fotos
AP/dpa

Microsoft lässt nicht locker: Unter dem Codenamen Project Xray entwickelt das Unternehmen eine neue Spieletechnik. Sie bringt Computerspiele in die reale Welt - und lässt die Spieler wie verrückt fuchteln.

Als Microsoft-Manager Terry Myerson am Dienstagabend begann, die Neuheiten des Konzerns zu präsentieren, konnte man noch nicht ahnen, dass schließlich das erste Notebook des Windows-Konzerns das Highlight werden würde. Vielmehr schien es, als hätte er gleich mit dem Highlight angefangen, als er neue Entwicklungen für die Computerbrille HoloLens zeigte.

Unter dem Namen Project Xray hat Microsoft in den vergangenen Monaten ein Spiel für die HoloLens entwickelt, das echte und virtuelle Realität verbindet. "Gemischte Realität" nennt der Konzern das - und es sieht beeindruckend aus.

Auf der Bühne wurde gezeigt, wie ein Spieler mit Holobrille im Gesicht sich eine virtuelle Laserkanone als Hologramm auf den Arm steckt. Sekunden später zeigten sich Risse in einer Wand, die schließlich aufbrach, sodass ein virtueller Roboter daraus hervorkriechen konnte.

In den folgenden Minuten brach in dem auf der Bühne aufgebauten Wohnzimmer eine regelrechte Schlacht los, in der sich der Spieler mit seiner Laserwaffe gegen die Angriffe von immer mehr Robotern zur Wehr setzen musste.

Microsoft HoloLens: Ein feuchter Traum für Gamer Zur Großansicht
AFP

Microsoft HoloLens: Ein feuchter Traum für Gamer

Das Frappierende dabei: Gezeigt wurde die Szene zum einen, wie sie ein Beobachter sehen würde, zum anderen, wie sie der Spieler erlebt. Während der nämlich aggressive Blechkreaturen auf sich zukommen und Laserblitze durch den Raum zucken sieht, scheint es für einen Außenstehenden so, als würde der Mann vollkommen erratisch mit seinen Armen fuchteln, durch den Raum stolpern.

Die Demonstration jedenfalls erfüllte ihren Zweck und dürfte bei so manchem Zuschauer den Wunsch nach Microsofts HoloLens geweckt haben.

Der allerdings wird noch eine Weile unerfüllt bleiben, denn wann und zu welchem Preis das Gerät auf den Markt kommen wird, bleibt weiter unklar. Nur Softwareentwickler können ab sofort ein Entwicklerset der HoloLens bestellen. Das wird allerdings erst Anfang 2016 ausgeliefert und wird stattliche 3000 Dollar kosten.

Neue Smartphones, Tablets und ein Armband

Neben dem Project Xray und dem Surface Book hat Microsoft noch einige weitere Neuheiten vorgestellt. Hier alles Wichtige in Kürze:

Mit den Modellen Lumia 950 und Lumia 950 XL stellt Microsoft seine ersten Smartphones vor, die speziell für Windows 10 entwickelt wurden. Und außerdem die ersten echten Oberklasse-Lumias seit Langem. Der wichtigste Unterschied: Das 950 hat einen 5,2-Zoll-Bildschirm, beim 950 XL ist er 5,7 Zoll groß. Die Auflösung ist bei beiden identisch, sie beträgt 2560 x 1440 Pixel.

Smartphones Lumia 950 (l.) und Lumia 950 XL: Speziell für Windows 10 entwickelt Zur Großansicht
AFP

Smartphones Lumia 950 (l.) und Lumia 950 XL: Speziell für Windows 10 entwickelt

Der zweite große Unterschied: Im Lumia 950 steckt ein Sechskern-Prozessor mit 1,8 GHz, im 950 XL ein Achtkern-Chip mit 2 GHz. Eine 20-Megapixel-Kamera und Windows 10 haben beide.

Ab Anfang Dezember sollen die Geräte in Deutschland verfügbar sein, dann 599 Euro (Lumia 950) beziehungsweise 699 Euro (Lumia 950 XL) kosten. Erwähnt wurde außerdem das neue Lumia 550, das zeitgleich für 139 Euro angeboten werden soll.

Das Anti-Apple-Tablet, Version 4

Ebenfalls neu ist das Surface Pro 4. Microsofts neuer Tablet-Rechner hat bei unveränderten Maßen jetzt einen etwas größeren Bildschirm, der auf 12,3 Zoll 2736 x 1824 Pixel anzeigt. Der mitgelieferte Stift soll mit einer Batterieladung ein Jahr lang durchhalten. Außerdem kann er mehr Druckstufen als bisher unterscheiden und wird magnetisch am Gehäuse des Tablets gehalten.

Das Surface Pro 4: Eine neue Version des Tablets Zur Großansicht
AFP

Das Surface Pro 4: Eine neue Version des Tablets

Die Windows-10-Sprachassistenzfunktion Cortana kann am Tablet aktiviert werden, indem man den Stift nach unten hält. Die Leistung des neuen Flachrechners sei 30 Prozent höher als die des Vorgängermodells und 50 Prozent höher als die eines Macbook Air, sagt Microsoft.

Das Surface Pro 4 kann mit bis zu 16 GB Arbeitsspeicher und einer bis zum 1 TB großen SSD bestellt werden. Ab dem 12. November ist es in Deutschland zu Preisen ab 999 Euro verfügbar.

Das Fitness-Armband, Version 2

Neben all den Computern und Smartphones zeigte der Konzern auch eine neue Version des Fitness-Armbands Microsoft Band. Der Bildschirm ist bei diesem Gerät leicht gebogen, sodass sich das Armband besser der Form der Handgelenke anpasst.

Das Microsoft Band 2: Macht die Biege Zur Großansicht
AFP

Das Microsoft Band 2: Macht die Biege

Zusätzlich zu den bei solchen Geräten üblichen Bewegungssensoren und einem GPS-Empfänger hat das Microsoft Band 2 ein eingebautes Barometer zur Höhenmessung.

Ab dem 30. Oktober ist es in den USA für 249 Dollar bestellbar. Die Frage, ob, wann und zu welchem Preis es in Deutschland angeboten wird, konnte Microsoft am Dienstagabend nicht beantworten. Das erste Modell wurde in Deutschland nie eingeführt.

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insgesamt 9 Beiträge
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1. Neue Goodies?
movfaltin 07.10.2015
Liebe SPON-Redaktion, steigt Ihr etwa bald wieder auf Surface-Rechner um von Euren stylishen MacBook Pro Retina? Genügt Euch die Giveaway-iWatch nicht mehr (weil sie einfach nichts kann außer nerven)? Nein? Ihr wolltet bloß auch mal über andere berichten als über Apple? In der Tat lohnt sich das bei Microsoft diesmal. Insofern gut gemacht. Aber dass das ganz ohne Tickets oder Goodies oder einen Obolus ablief, das glaube ich dann doch nicht...
2. Microsoft macht sein eigenes Ding.
dasAndi 07.10.2015
Und das ist gut so.
3. haben will
naklar261 07.10.2015
dieses reality ding gefaellt mir...aber 3000 Dollies sind zuviel...
4.
KilgoreTrout 07.10.2015
Wirklich? Frappierend? Es ist also wie ein Schlag ins Gesicht, dass Unstehende nicht sehen können, worauf der Träger eines AR/VR-Systems reagiert? Was war denn dis Erwartung — dass das Gerät auch ein Hologramm für die Außenwelt projiziert (heh ...), damit die nicht so "frappiert" reagiert? Genauso wie "frappierend" sollte der Autor auch "stolpern" nachschlagen — der Benutzer in der Demo bewegt sich (auffällig) vorsichtig und bedachtsam. Was sollen diese ganzen völlig unpassenden Beschreibungen?
5.
hansglück 07.10.2015
Zitat von naklar261dieses reality ding gefaellt mir...aber 3000 Dollies sind zuviel...
Ist ja bisher auch nur für ENTWICKLER.
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