Von Konrad Lischka
Die Wolken rasen im Zeitraffer über den Himmel, und während dieser Aufnahme gleitet die filmende Kamera ganz langsam zur Seite - solche Aufnahmen sieht man häufig in Serien und aufwendig produzierten Webvideos. Gefilmt werden solche Szenen meist mit Kameras, die langsam auf der Führungsschiene eines Spezialstativs entlangfahren, angetrieben von einem programmierten Motorelement. Dieses Zubehör kann ein paar tausend Euro kosten.
Der schottische Landschaftsfotograf Rick Adam hat sich eine wesentlich günstigere Zeitraffer-Automatik gebastelt. Die Bauteile für die Führungsschiene und den Motor hat er auf Ebay ersteigert. Dann verband er den Motor und seine Sony-Spiegelreflexkamera mit dem Raspberry Pi. Ein Python-Skript steuert die beiden Geräte, es errechnet selbst die notwendige Bewegungsabfolge für den Motor, basierend auf der eingegebenen Belichtungsdauer, der Anzahl der Auslösungen und dem zeitlichen Abstand zwischen jeder Aufnahme. Diese Werte tippt Adam auf seinem Android-Smartphone ein, und das kommuniziert über Bluetooth oder ein Ad-Hoc-Funknetzwerk mit dem Raspberry Pi (hier Adams umfassende Dokumentation des Projekts).
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