Sprachsteuerung à la Amazon So bauen Sie sich smarte Lautsprecher

Der Echo-Lautsprecher von Amazon reagiert auf Sprachkommandos der Besitzer genauso wie zwei neue smarte Geräte der Firma. Mit dem Mini-PC Raspberry Pi kann man sich eine billigere Version selbst basteln.

Amazon-Lautsprecher
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Gerade hat Amazon mit dem Echo Dot und dem Tap zwei neue Mitglieder der Amazon-Echo-Familie vorgestellt, die auf dem digitalen Sprachassistenten Alexa basieren. Der Echo ist ein zylinderförmiger Lautsprecher, der auf Kommandos reagiert und Fragen beantwortet. Dafür lauscht er seiner Umgebung und sendet die Sprachbefehle an Amazons Server, wo sie verarbeitet werden.

Die beiden neuen Geräte mit Alexa-Unterstützung sind mit Preisen von weit über 100 US-Dollar nicht gerade erschwinglich - und außerdem nur für US-Kunden erhältlich. Interessenten in Deutschland können den Echo Dot und den Tap nur über Umwege bestellen. Warum also nicht selbst Hand anlegen und einen eigenen smarten Lautsprecher mit integrierten Alexa-Features basteln?

Wie das funktioniert, hat der YouTube-Nutzer Novaspirit Tech jetzt in einem Video-Tutorial erklärt (siehe Video unten). Was Sie dazu brauchen, sind ein Raspberry Pi, eine SD-Karte mit Raspbian, ein externer Lautsprecher mit einem 3,5-Millimeter-Eingang, ein USB-Dongle und ein Mikrofon, ein Button und optional zwei LEDs. Anschließend muss man sich - wenn noch nicht getan - beim Entwicklerprogramm von Amazon registrieren und ein neues Produkt beim Alexa-Voice-Service anmelden.

Code für die Umwandlung des Raspberry Pi in den Amazon Echo

Den notwendigen Code, um aus dem Raspberry Pi einen Client für Amazons Alexa-Service zu machen, hat der Entwickler auf GitHub zur Verfügung gestellt. Wie sich der noch günstigere Raspberry-Pi-Konkurrent CHIP in einen smarten Lautsprecher mit Alexa-Features verwandeln lässt, hat Entwickler Sam Machin hier auf der Entwickler-Plattform "Github" gezeigt. Auf seinem Code beruht auch die Adaption für den Raspberry Pi.

Novaspirit Tech zufolge soll die Anleitung für verschiedene Raspberry-Pi-Modelle funktionieren. Ob sie auch für den neuen Raspberry Pi 3 gilt, ist aber nicht eindeutig klar - der Versuchsaufbau wurde mit einem Raspberry Pi 2 durchgeführt. Anders als bei Amazons Echo muss man für die Bedienung des Raspberry-Echo einen Knopf drücken, damit Alexa die Befehle verstehen kann.


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Dieser Artikel ist zuerst bei t3n erschienen.

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Von t3n-Autor Andreas Floemer

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insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
felisconcolor 13.03.2016
1. Tolles
Projekt. Aber solange Sprachdaten immer noch über das Internet an einen "Sonstwoserver" geschickt werden müssen, wird das nichts mit dem vernetzten UND zuhörenden Haus. Musste ich neulich auch einem Telekom Mitarbeiter eine Abfuhr erteilen der mir sein smart home schmackhaft machen wollte. Es gibt allerdings schon Projekte im Netz, welche die Spracherkennung auf dem eigenen Server ermöglichen. Die reichen zwar noch lange nicht an die Künste von Apple, MS oder Google heran, aber da bin ich sicher das nur mein Haus zuhört und niemand sonst. DAS wäre mal ein Artikel wert.
silberstern 13.03.2016
2.
Typischer Frickelkram der am Ende auch nicht weniger kostet und dem das hauptfeature fehlt. Der Fortschritt liegt gerade darin, nicht mehr hinlaufen und Knöpfe drücken zu müssen...
shardan 13.03.2016
3. Fein....
nur bekommt nach wie vor Amazon alle Daten frei Haus geliefert. Dabei gibt es schon lange eine eigenständige Spracherkennung für den Raspbberry Pi, das Projekt "Jasper". Der braucht dabei keinen Knopfdruck, der hört auf seinen Namen..... Das Anpassen ist allerdings nicht jedermanns Sache, es setzt ein wenig Programmierkenntnis voraus. Allerdings... wer sich an einen Konzern wie Amazon und seine Lizenzpolitik ausliefert, dem sind vermutlich die Daten an Amazon auch egal.
fusselsieb 13.03.2016
4. Datenschutz
Wenn der Spon ein Bastler Forum wäre, okay. Aber ansonsten erwarte ich ein bis zwei Sätze zum Datenschutz.
zick-zack 13.03.2016
5. Datenschutz?
"...sendet die Sprachbefehle an Amazons Server, wo sie verarbeitet werden." Damit ist doch alles gesagt. Datenschutz = 0!
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