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30. Januar 2013, 17:23 Uhr

Neustart

Research in Motion heißt jetzt Blackberry

Alles auf Anfang: Mit einem neuen Namen, einem neuen Betriebssystem und neuen Smartphones will das Unternehmen, das früher Research in Motion hieß, zu alter Größe zurückfinden.

Die Verwirrung hat ein Ende: Das Unternehmen, das viele seit Jahren so bezeichnen wie dessen wichtigste Produkte, heißt jetzt wirklich so: Blackberry. Zur Pressekonferenz am Mittwoch, auf der neue Smartphones und das neue Betriebssystems Blackberry OS 10 vorgestellt wurden, hatte die kanadische Firma noch unter dem Namen Research in Motion eingeladen. Nun verkündete der aus Deutschland stammende Firmenchef Thorsten Heins die Umbenennung.

In erster Linie diente die Veranstaltung in New York aber der Vorstellung zwei neuer Geräte: Beide sind mit der neuen Software bestückt, unterscheiden sich aber trotzdem deutlich voneinander. Während der Blackberry Q10 noch mit einer klassischen Blackberry-Tastatur ausgerüstet ist, fehlt dem Blackberry Z10 eine solche Tastatur. Er ist als neues Highend-Modell mit einem 4,2-Zoll-Bildschirm (1280 x 768 Pixel) und 16 Gigabyte Speicher bestückt. Die von vielen Blackberry-Anwendern geliebten Tasten werden bei ihm von einer neuartigen Bildschirmtastatur ersetzt, die besonders schnelles Schreiben auf dem Bildschirm ermöglichen soll. Einen Test des Blackberry Z10 finden Sie hier.

Seit den neunziger Jahren galten Blackberrys als Wegbereiter des späteren Smartphone-Booms. Wegen ihrer konsequenten Auslegung auf schnelle E-Mail-Bearbeitung wurden sie oft auch als E-Mail-Handys bezeichnet. Seit der Einführung des iPhone durch Apple und später der Android-Smartphones durch Samsung und andere Hersteller, hat das Unternehmen kontinuierlich Marktanteile verloren. Von einst bis zu 40 Prozent Anteil am US-Smartphone-Markt ist Marktforschern zufolge heute nur noch ein kleiner Rest von zwei bis drei Prozent geblieben.

Einzig in Schwellenländern wie Indonesien haben die Geräte noch große Bedeutung. Die Einführung des Blackberry OS 10 und der neuen Blackberry-Smartphones wird als letzte Chance für das Unternehmen angesehen, aus seinem Tief wieder herauszukommen.

mak

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