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Ricoh GXR A12 M und Sony Nex-5N: Neue Kameras für alte Objektiv-Schätze

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Gehäuse wechseln, doch das Glas bleibt: Manuelle Objektive behalten ihren Wert, während Kameras veralten. An modernen Systemkameras von Ricoh und Sony funktionieren auch 30 Jahre alte Leica-Objektive tadellos - ein Alltagsversuch.

Manuelle Objektive an Systemkameras: Sony Nex-5N und Ricoh GXR A12 M Fotos
Konrad Lischka

Dieses Objektiv ist ein paar Jahre älter als Orlando Bloom: Bis 1977 hat Leica das kleine, leichte Summicron (für Enthusiasten: CL f/2 40 mm) gefertigt, gebraucht kann man es heute für etwa 380 Euro von Privatleuten ersteigern. Einen Autofokus und andere elektronische Hilfsmittel bietet der Objektiv-Opa nicht. Doch gerade das macht solche manuellen Linsen zur idealen Ergänzung moderner Wechselobjektiv-Kameras.

Manuelle Objektive haben gegenüber den vollautomatischen, speziell für die neuen Kamerasysteme entwickelten, einige Vorteile: Zum einen ist die Auswahl größer. Für Sonys spiegellose, kompakte Nex-Systemkameras gibt es bisher gerade mal sieben spezielle Objektive. Doch mit einem Adapterring lassen sich Hunderte manueller Objektive anschließen, die über die Jahrzehnte zum Beispiel für das Leica-M-Bajonett konstruiert worden sind.

Viele dieser Objektive haben - von der oft hervorragenden Abbildungsleistung einmal abgesehen - besondere Eigenschaften, die man selten oder gar nicht bei modernen Automatik-Objektiven findet: Die Blendenöffnung ist besonders groß, die Brennweite ist sehr niedrig (gut für Landschaftsaufnahmen) und so weiter. Manuelle Objektive kann man von Hand mit einem Griff am Fokussierrad scharf stellen. Und man legt auch direkt am Blendenring des Objektivs fest, wie groß die Öffnung ist, durch die Licht einfällt - dafür muss man bei vielen modernen Objektiven umständlich durch die Bildschirmmenüs der Digitalkamera navigieren.

Anschluss per Adapterring - oder direkt

Objektive für das Leica- M-Bajonett kann man mit Hilfe eines Adapterrings an die Sony NEX-5N anschließen. Einige Adapterringe kosten im Handel weniger als 50, andere mehr als 100 Euro. Das dürfte doch eigentlich keinen großen Unterschied machen, schließlich handelt es sich nur um speziell gefräste Metallringe - so denkt man, bis nach ein paar Wochen das Objektiv im günstigen Adapter wackelt.

Bei Ricohs GXR-Systemkamera braucht es keine Adapterringe für Leica-M-Objektive. Der Hersteller hat ein spezielles Modul für diese Objektive entwickelt, eine Kombination aus Bildsensor und Objektivbajonett. Knapp 600 Euro kostet diese Einheit (GXR A12 M) im Handel - günstig ist das nur, wenn man den Betrag mit dem Preis neuer Leica-Digitalkameras vergleicht. Gegenüber diesen vierstelligen Summen ist Ricohs GXR-Kombination ein Schnäppchen.

Digitale Fokussierhilfe zeigt, wo die Schärfe liegt

Sony und Ricoh bieten dieselbe Fokussierhilfe für manuelle Objektive: In einem speziellen Modus hebt die Software auf dem Display an der Kamerarückseite die Konturen scharf gestellter Gegenstände in auffälligen Farben hervor. Zudem kann man auch ausgewählte Ausschnitte auf dem Bildschirm vergrößern, wenn man sehr genau fokussieren muss.

Das ist notwendig, wenn der scharf gestellte Bereich sehr klein ist, weil man ein bestimmtes Detail der Aufnahme hervorheben und den Rest in Unschärfe verschwimmen lassen will. Das geht mit Objektiven sehr gut, bei denen man die Blende sehr weit öffnen kann. Je größer die Blendenöffnung ist, desto kleiner wird der scharf abgebildete Bereich der Aufnahme. Mit den Hilfsmitteln der Systemkameras von Sony und Ricoh kann man präzise mit der Schärfe arbeiten - die moderne Elektronik spielt hier wunderbar mit den manuellen Fokussiersystemen zusammen, die sich sehr weich und fein abgestuft einstellen lassen.

Manuelle Objektive sind alltagstauglich

Die Bedienung der Ricoh-GXR-Systemkamera passt besser zu manuellen Objektiven als die der NEX-5N: Ricoh nutzt im Vergleich viele dezidierte Knöpfe, Wipp-Schalter und Drehrädchen. Bei der Sony-Kamera hingegen hangelt man sich am Touchscreen durch Menüs. Beide Ansätze funktionieren gut, stimmiger wirkt aber das Ricoh-System. Ob einem das den Aufpreis von fast 300 Euro für das Gehäuse wert ist, sollte man vor dem Kauf ausprobieren.

Wir haben an der Sony Nex-5N und der Ricoh GXR zwei manuelle Objektive ausprobiert: Das alte Leica Summicron CL f/2 40 mm (gebraucht 380 Euro) und das neue Voigtländer Nokton 35 mm f/1,4 vom japanischen Hersteller Cosina (Neupreis etwa 500 Euro).

Beide eigenen sich hervorragend als Standardobjektive: Den schnellen Autofokus vermisst man im Alltag nur sehr selten - zum Beispiel, wenn der hungrig in die Metzgerei blickende Hund auf dem Schnappschuss dann doch nicht scharf abgebildet ist. So etwas passiert aber selten, dafür komponiert man alle anderen Aufnahmen mit dem manuellen Fokus und der direkt eingestellten Blendenöffnung viel bewusster und hoffentlich genauer - die Technik zwingt dazu und erleichtert es ungemein.

Gehäuse wechseln, Objektive bleiben

Einen Nachteil gibt es noch, wenn man Leica-M-Objektive an Ricohs und Sonys Systemkameras nutzt: Die Brennweite verlängert sich um den Faktor 1,5, ein Leica-M-Weitwinkelobjektiv (etwa mit 20 mm Brennweite) ist an den Systemkameras nicht mehr ganz so weitwinkelig (umgerechnet 30 mm Brennweite) - wer extreme Weitwinkelobjektive für Landschaftsaufnahmen sucht, muss sich einschränken.

Bei der Wahl von Leica-M-Objektiven ist die Seite des US-Fotografen Ken Rockwell ein guter erster Anhaltspunkt: Rockwell hat stellt viele Objektive von Leica und Voigtländer vor und gibt klare Einschätzungen, wo seiner Meinung nach die Stärken und Schwächen liegen. Einen Vorteil hat die Investition in Leica-M-Objektive mit Sicherheit: Sie verlieren nicht so schnell an Wert wie Digital-Gehäuse, für die Menschen heute viel Geld ausgeben.

Der Standard existiert seit 1954 und Kamerahersteller wie Ricoh fertigen heute sogar spezielle Module für Leica-M-Objektive - es spricht also sehr viel dafür, dass man heute gekaufte Objektive für dieses Bajonett noch lange wird verwenden können - ganz gleich, wie dann die Digitaltechnik in den Kameras aussieht.

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Systemkameras für manuelle Objektive: Ricoh GXR und Sony Nex-5N
Kamera Ricoh GXR Sony Nex-5N
günstigster Preis Gehäuse * 259 478
Maße (Gehäuse, cm) 11,5 x 7,1 x 2,9 11 x 5,9 x 3,8
Objektiv Adapter Novoflex NEX/LEM 129
Objektivmodul GXR A12 M * 599
Objektiv Leica Summicron CL f/2 40 mm 380 (gebraucht)
Objektiv Voigtländer 35 mm, f/1,4 Nokton * 499
Preis Gehäuse, Adapter, Objektiv 1238 1106
Auflösung (Megapixel) 12,3 16,1
Sensorgröße (cm²) 3,8 3,75
Megapixel pro cm² 3,3 5,37
Display (Zoll Diagonale) 3 Zoll, 920.000 Pixel 3 Zoll, 921.600 Pixel
Dateiformat RAW (DNG) / JPG RAW (Sony)/JPG
* günstigster Preis im deutschen Online-Handel (laut geizhals.at, Stand 21.12.2011)

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Fototechnik-Fachbegriffe
Konrad Lischka
Klicken Sie auf die einzelnen Begriffe, um die Definitionen zu lesen
Brennweite
Konrad Lischka
Die Brennweite gibt eine Entfernung innerhalb des Objektivs einer Kamera an. Genauer: Die Brennweite ist der in Millimetern angegebene Abstand zwischen der Mittelachse der Linse und der Stelle, wo das einfallende Licht auf Sensor oder Film trifft. Relevant ist das für die Bildgestaltung so: Je höher die Brennweite, desto näher wird das abgebildete Objekt herangezoomt.

Die Brennweite verändert auch die Bildwinkel der Aufnahme. Hier spielen aber auch die verschiedenen Aufnahmeformate (sprich: Wie groß ist das auf den Sensor der Kamera einfallende Bild?) eine Rolle. Deshalb geben Hersteller meistens die sogenannte kleinbildäquivalente Brennweite (Equiv.135) an.

Kleinbildbrennweiten werden mit Werten wie zum Beispiel 24-60 mm bei digitalen Kompaktkameras angeben. Wenn ein solches Objekt den Bereich zwischen 17 und 35 mm umfasst (siehe Foto: links 35 mm, rechts 28 mm), sind Weitwinkelaufnahmen möglich (hilfreich, um zum Beispiel Menschengruppen oder Bauwerke aus nicht allzu großer Entfernung aufzunehmen), ab 50 mm ist man schon im leichten Telebereich.
Blendenöffnung
Für eine Kamera ist die Blende, was die Iris für das Auge ist: Diese Öffnung hat eine veränderbare Größe, und je größer sie ist, desto mehr Licht fällt ein. Bei kompakten Digitalkameras kann die Blende manchmal, bei Spiegelreflexkameras meistens auf Wunsch manuell eingestellt werden. Angegeben wird sie dabei mit der sogenannten Blendenzahl (wie um Beispiel 8, 5,6 oder 2,8).

Je größer die Blendenzahl (oft angegeben mit f/Blendenzahl), umso kleiner ist die Blendenöffnung. Konkret: Bei der Blendenzahl 4 ist die Blendenöffnung doppelt so groß wie bei der nächst höheren Blendenzahl 5,6. Die Blendenzahlen beruhen auf einer mathematischen Formel, nach der sich die sogenannte Blendenreihe berechnet. Hier verkleinert sich von Stufe zu Stufe die Blendenöffnung (0,5 / 0,7 / 1 / 1,4 / 2,8 / 4 usw.

Mehr Licht durch eine große Blendenöffnung ermöglicht eine kürzere Verschlusszeit. Eine möglichst kurze Verschlusszeit ist nötig, um sich schnell bewegende Objekte möglichst scharf aufzunehmen. Wer zum Beispiel einzelne Szenen eines Basketballspiels einer nicht allzu hell beleuchteten Sporthalle aufnehmen will, kann eine kleinere Blendenzahl (also eine größere Blendenöffnung) wählen und dafür die Verschlusszeit verkürzen. Als Richtwert gilt dabei: Ein Stufe abwärts in der Blendenreihe erlaubt eine gleichzeitige Halbierung der Belichtungszeit.

Gleichzeitig beeinflusst die Größe der Blendenöffnung die sogenannte Schärfentiefe. Grundregel: Je kleiner die Blendenzahl (und je größer somit die Blendenöffnung), desto geringer die Schärfentiefe. Geringe Schärfentiefe bedeutet: Das Motiv im Vordergrund ist scharf, der Hintergrund ist unscharf. Große Schärfentiefe bedeutet, dass die Partien im Vorder- und Hintergrund scharf auf dem Bild erscheinen.
Verschluss-/ Belichtungszeit
Wie lange die Blende geöffnet ist, wie lange also Licht auf den Sensor der Kamera fällt, gibt die Belichtungszeit an. Je länger diese Verschlusszeit ist, desto mehr Licht fällt auf den Sensor.

Diese Verschlusszeit wird meistens in Sekundenbruchteilen angegeben. 1/1000 ist zum Beispiel eine tausendstel Sekunde. Bei Kompaktkameras kann die Verschlusszeit manchmal, bei Spiegelreflexkameras immer auch manuell eingestellt werden. Angeben wird sie in Zeitstufen (wie 0,5"; 1/4; 1/8; 1/15; 1/30; 1/60; 1/125 usw.). Je größer die Zeitstufe, umso länger ist der Verschluss geöffnet.

Bei einer kurzen Verschlusszeit erscheinen auf dem Bild sich schnell bewegende Objekte scharf, bei längeren Verschlusszeiten wirken sie verwischt, das ist die sogenannte Bewegungsunschärfe. Verwendet man bei solchen Aufnahmen mit längeren Belichtungszeiten kein Stativ oder zumindest eine feste Unterlage für die Kamera, verwackeln die Aufnahmen oft durch die Bewegung der Hand. Ruht die Kamera auf einer festen Unterlage, kann man mit längeren Belichtungszeiten zum Beispiel Autos auf Fotos verwischt erscheinen lassen, während alle statischen Objekte in der Umgebung scharf erscheinen.

Bei sehr kurzen Belichtungszeiten ist eine starke Beleuchtung oder eine entsprechend große Blendenöffnung nötig, um ausreichende Belichtung zu gewährleisten. Grundregel: Stellt man eine Zeitstufe größer ein, kann man eine Blendenzahl weniger einstellen.
Schärfentiefe
Konrad Lischka
Schärfentiefe meint den Bereich in einer bestimmten Entfernung der Kamera, der auf dem Foto als scharf erscheint - je größten dieser Entfernungsbereich ist, umso größer ist die Schärfentiefe.

Konkret: Geringe Schärfentiefe bedeutet, dass das Motiv im Vordergrund scharf, der Hintergrund aber unscharf ist. Große Schärfentiefe bedeutet: Die Partien im Vorder- und Hintergrund erscheinen auf dem Bild scharf. Die Schärfentiefe eines Bildes hängt unter anderem von der Größe der Blendenöffnung ab, aber auch von der Brennweite des Objektivs und dem Bildformat beziehungsweise der Sensorgröße.
Sensorgröße
Die Größe des Fotosensors einer Digitalkamera beeinflusst neben anderen Faktoren die Qualität der Fotos. Angegeben wird die Größe oft in Standardgrößen wie 1/2,3 Zoll oder 1/1,7 Zoll. Diese Größen sind von einem Format für TV-Kameras aus den fünfziger Jahren übernommen, haben keinen direkten Zusammenhang mit der Oberfläche des Sensors.

Einige Beispiele für Sensorgrößen:

- 1/2,3", z.B. Pentax Q: 0,28 cm²
- 1/1,7", z.B. Canon G12, Canon S100: 0,43 cm²
- 2/3", z.B. Fujifilm X10:0,58 cm²
- 1", z.B. Nikon J1, Sony RX100: 1,16 cm²
- 4/3", z.B. Panasonic GF3: 2,25 cm²
- Canon G1X: 2,62 cm²
- Canon APS-C, z.B. 7D: 3,32 cm²
- Nikon DX, z.B. Nikon D90: 3,72 cm²
- Sony APS-C, z.B. Nex-5n: 3,81 cm²
- Kleinbild-Vollformat, z.B. Canon 5D Mark II, Nikon D700, Sony A900: 8,64 cm²
- Mittelformat, z.B. Pentax 645D: 17,28 cm²

Ein Problem bei der Sensorgröße entsteht, wenn auf der gleichen Fläche immer mehr Fotodioden untergebracht werden. Sprich: Eine digitale Kompaktkamera mit derselben Auflösung (gemessen in Megapixel) wie eine Spiegelreflexkamera bringt dieselbe Menge an Fotodioden auf einer kleineren Oberfläche unter. Eine Folge: Auf der kleinen Fläche erreicht weniger Licht jede einzelne der Fotodioden, das Signal muss daher verstärkt werden, was wiederum mehr Störungen, das sogenannte Bildrauschen, mit sich bringt.
Lichtempfindlichkeit / ISO-Wert
Konrad Lischka
Wie lichtempfindlich Filmmaterial ist, wird unter anderem mit den sogenannten ISO-Werten angegeben. Ein Film mit ISO 200 ist doppelt so lichtempfindlich wie ein ISO-100-Film, bei ISO 400 verdoppelt sich die Lichtempfindlichkeit gegenüber ISO 200 und so weiter.

Bei Digitalkameras haben die Hersteller diese Skala übernommen, um die Empfindlichkeit anzugeben. Wenn in einem dämmrigen Umfeld die Verschlusszeit wegen Verwacklungsgefahr nicht stark genug erhöht werden kann und eine allzu große Blendenöffnung wegen des Verlusts an Schärfentiefe nicht erwünscht ist, kann die Empfindlichkeit erhöht werden, um eine ausreichende Belichtung zu gewährleisten. Hebt man die ISO-Stufe um einen Schritt an, kann die Verschlusszeit zum Beispiel um einen Schritt vermindert werden.

Bei Digitalkameras verstärkt die Software das auf dem Sensor eingehende Signal. Dabei verstärkt die auch die Störungen, das sogenannte Bildrauschen nimmt zu.
Megapixel
Der Megapixel-Wert gibt die Auflösung einer Digitalkamera an, also wie viele Bildpunkte der Sensor erfasst. Ein Megapixel entspricht einer Million Bildpunkte. Aus der Pixelmenge resultiert die Rasterung beim Druck der Fotos - je höher die Auflösung, desto größer können die Fotos gedruckt werden, ohne dass die Pixel sichtbar werden.

Laut Kodak genügt für einen Ausdruck in A4-Format (20x30 cm) in guter Qualität eine Auflösung von 1920 x 1280 Pixeln (2,4 Megapixel), für optimale Qualität ist eine Auflösung von 2160 x 1440 Pixeln (3,1 Megapixel) nötig.

Eine digitale Kompaktkamera mit derselben Auflösung wie eine Spiegelreflexkamera bringt dieselbe Menge an Bildpunkten auf einer kleineren Sensoroberfläche unter. Eine Folge: Auf der kleinen Fläche erreicht weniger Licht jeden einzelnen der Bildpunkte, das Signal muss daher verstärkt werden, was wiederum mehr Störungen durch das sogenannte Bildrauschen mit sich bringt.
Bildrauschen
Konrad Lischka
Die Ursache für das Bildrauschen sind physikalische Effekte auf dem Bildsensor und den dort untergebrachten Fotodioden, vor allem den sogenannten Dunkelstrom. Wie stark diese Effekte im Foto sichtbar (siehe Foto mit 1600 ISO) sind, hängt von mehren Faktoren ab:

- Bei gleicher Auflösung rauschen Sensoren mit kleinerer Oberfläche stärker als größere.

- Je stärker die Lichtempfindlichkeit der Kamera eingestellt ist, umso stärker ist das Rauschen, da das vom Sensor eingehende Signal verstärkt wird - einschließlich der Störungen.

- Je wärmer der Sensor ist, umso stärker ist das Bildrauschen.

Digitalkameras nutzen diverse Software-Routinen, um das Bildrauschen schon beim Abspeichern einer Aufnahme herauszurechnen. Die Hersteller nutzen verschiedene Verfahren mit unterschiedlichen Ergebnissen. Manchmal beeinträchtigt die Rauschunterdrückung wiederum die Schärfe eines Bildes sichtbar.

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