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Ricoh Theta im Test: Das kann die 360-Grad-Kamera

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Ricoh Theta: Die 360-Grad-Kamera am Stiel Fotos
Konrad Lischka

Von unten nach oben, von links nach rechts: Die Ricoh Theta fotografiert interaktive Rundum-Panoramabilder. Bislang brauchte man für solche Fotos spezielle Stativköpfe und Extra-Software. Nun soll eine Kamera genügen. Wie gut die Theta ist, zeigt der Test.

In diesen Fotos kann man spazieren gehen: Die 360-Grad-Kugelbilder der neuen Ricoh-Kamera Theta zeigen viel mehr als normale Aufnahmen. Mit der Maus schwenkt man nach links und rechts, nach oben und unten, schaut in den Himmel, hinter und unter die Kamera.

Die Ricoh Theta ist eine radikale Abkehr vom bisherigen Konstruktionsprinzip von Digitalkameras. Die Kamera ist so hoch wie ein Kugelschreiber und etwa halb so breit wie ein Smartphone, an der Oberseite des Gehäuses sind zwei Linsen an einander entgegengesetzten Seiten eingebaut. So kann die Theta mit einem Auslösen ein komplettes 360-Grad-Kugelpanorama aufnehmen. Bisher brauchte man für solche Bilder eine normale Digitalkamera, ein Stativ mit Panoramakopf und Zeit fürs Zusammensetzen der Einzelaufnahmen mit Programmen wie PTGui.

Die Ricoh Theta hingegen liefert 360-Panoramen auf Knopfdruck. Hier drei Beispielaufnahmen (derzeit lassen sie sich nicht auf Websites einbinden, deshalb führen die Links zur Ricoh-Website Theta360.com):

Vorteile: Bedienung, Erweiterung, Format

Handhabung: Anders als die Konstruktion aus Digitalkamera, Panoramakopf und Spezialsoftware ist die Ricoh Theta auch für Einsteiger leicht bedienbar. Am einfachsten geht es so: Man hält die Kamera hoch, drückt auf den Auslöser - fertig ist das Kugelpanorama. Per USB-Kabel zieht man die Aufnahmen auf den Rechner, importiert sie in die kostenlose Theta-Software (für Mac und PC erhältlich) und exportiert sie von dort zum Webdienst von Ricoh.

Smartphone-Steuerung: Wenn man die eigene Hand nicht im Bild haben will, fotografiert man mit Stativ (die Theta lässt sich zur Not aber auch auf der flachen Unterseite abstellen) und löst per Smartphone-App aus. Die Kamera hat ein W-Lan-Modul eingebaut. Man kann sein iOS-Gerät (später im Jahr auch per Android-Smartphone) im selben Netz anmelden, dann lässt sich die Kamera per Theta-App aus dem Umkreis mehrerer Meter steuern. Man löst per Fingertipp aus und kann die Fotos auch sofort aufs Smartphone kopieren, um sie direkt online weiterzuverbreiten.

Aufnahmen: Die Theta ist die erste Digitalkamera für Privatkunden, mit der man so leicht und schnell 360-Grad-Panoramen aufnehmen kann. Die Fotos vermitteln ein anderes Raumgefühl als herkömmliche Aufnahmen, man erkundet eine Landschaft, beschäftigt sich länger mit einem Bild.

Format: Mit einem Gewicht von nur 95 Gramm ist die Theta sehr leicht, das schmale Gehäuse lässt sich auch in kleinen Taschen überallhin mitnehmen.

Nachteile: Bildqualität, Preis, Selbstauslöser

Bildqualität: Verglichen mit herkömmlichen Digitalkameras hat die Theta das Rauschverhalten und die Detailzeichnung der günstigsten Einsteigermodelle. Wenn man nicht gerade bei strahlendem Sonnenschein fotografiert, sind auf den Aufnahmen der Ricoh Theta Bildrauschen und verschwommene Details zu erkennen. Das stört nicht weiter, wenn man sich durch ein 360-Grad-Panorama einer tollen Landschaft klickt. Aber eine universelle Kamera ist die Theta sicher nicht. So ein Modell hat man eher zusätzlich zur Kompaktkamera dabei.

Selbstauslöser: Ärgerlich ist, dass am Gehäuse der Theta nur ein Auslöser verbaut ist. Ein Selbstauslöser mit leichter Verzögerung würde die Nutzung enorm erleichtern. Denn will man aus dem Bild gehen oder ein Gruppenbild aufnehmen, muss man die Theta per App steuern. Das allerdings dauert doch etwas länger als das Auslösen am Gehäuse. Man muss erst das W-Lan aktivieren, dann muss sich das Smartphone mit der Kamera verbinden, dann die App auf die Kamera-Software zugreifen. Das ginge mit einer simplen Selbstauslöser-Automatik schneller.

Preis: 399 Euro soll die Ricoh Theta kosten. Das ist mehr als sehr gute Kompaktkameras wie die Nikon Coolpix 330 oder die Panasonic LX7 kosten. Diese Kameras sind universeller einsetzbar, dafür macht die Ricoh Theta Fotos wie keine andere Kompaktkamera. Allerdings eignen sich nur wenige Motive für ein Kugelpanorama.

Fazit

Für Makler, Innenausstatter und Architekten ist die Ricoh Theta sicher ein idealer Fotoapparat. In geschlossenen Räumen (vorausgesetzt, sie sind hell genug) konnte man bislang nicht so leicht und schnell 360-Grad-Aufnahmen machen wie mit dieser Kamera.

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Überblick: Kompaktkameras mit Zoom und größerem Sensor
Kamera Panasonic LF1 Fujifilm X20 Olympus XZ-2 Canon S100 Sony RX100II
günstigster Preis * (mit / ohne Objektiv) 376 518 399 209 714
Maße (Gehäuse) 10,3 x 6,2 x 2,8 11,7 x 7 x 5,7mm 11,3 x 6,5 x 4,8 9,9 x 6 x 2,8 10,2 x 5,8 x 3,6
Volumen (Gehäusell-
maße), cm³
178,808 466,83 352,56 166,32 212,96
Gewicht (mit / ohne Objektiv, Gramm) 170 330 346 198 213
Objektiv fest verbaut fest verbaut fest verbaut fest verbaut fest verbaut
Objektiv (Brennweite kb.-äquivalent) 28 - 200 mm, f/2-f/5,9 28 - 112 mm, f/2 - f/1/2,8 28 - 112 mm / f/1,8 - f/2,5 24 - 120 mm, f/2-f/5,9 28 - 100 mm, f/1.8 - f/4,9
Naheinstell-
grenze (cm)
1 1 1 3 25 cm
Auflösung (Megapixel) 12,1 12 12 12,1 20,2
Sensorgröße (cm²) 0,45 0,58 0,45 0,45 1,16
Megapixel pro cm² 26,89 20,69 26,67 26,89 17,41
Display (Diagonale Zoll / cm) 3 / 7,6 2,8 / 7,1 3 / 7,6 3 / 7,6 3 / 7,6
Display Auflösung (Pixel / Subpixel) 306.666 / 920.000 460.000 / 306.666 / 920.000 153.333 / 460.000 409.666 / 1.229.000
Dateiformat RAW/JPG RAW/JPG RAW/JPG RAW/JPG RAW/JPG
Besonderheiten integrierter Blitz, Digitalsucher kein Tiefpass-Filter, optischer Sucher neigbarer Touchscreen, integrierter Graufilter integrierter Blitz, integrierter Graufilter integrierter Blitz
* Preise laut geizhals.at, Stand 7.8.2013

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insgesamt 8 Beiträge
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1. Android Photosphere
housetra 05.09.2013
Hat jedes halbwegs neue Android Handy, wenn auch nicht so makellos.
2. 400 Euro für so eine Kamera?
Wamaeno 05.09.2013
Lieber 200 Euro für ein Nexus 4 ausgeben, das kann das mehr als bloß fotografieren...
3. Gibts schon lang
spon-facebook-10000034431 05.09.2013
Die Sony Bloggie hat(/hatte) ein Objektiv für 360Grad Panoramen mitgeliefert - damit lassein sich sogar 360Grad-Videos aufnehmen. Mag sein das die Ricoh eine bessere Qualität bringt, doch die erste Privatanwenderkamera für 360 Grad Panoramen ist die Ricoh definitv nicht. Der Autor soll bitte bei Youtube nach 360Grad und Sony Bloggie suchen! Man wird allerdings in den allermeisten Fällen feststellen das man das nette technische Gimmick ausser für ein paar Tests dann doch nicht brauchen kann. So jedenfalls mein persönliches Fazit.
4. Hat das iPhone schon lange!!!
chris11114 05.09.2013
Bei einem iPhone ist das schon von Grundauf vorhanden einfach nach Angabe um die eigene Achse drehen und fertig und man braucht auch keine mit virenbehafteten Apps dazu!
5. Hmm
Flying Rain 06.09.2013
Kann als kostenlose Alternative Photosynth von Microsoft herzlich empfehlen (für IOS (weis nicht obs für Android gibt))...einfach zu bedienen und koste los... kleines Beispiel von mir http://photosynth.net/ http://photosynth.net/view/0a7f1d4f-4e98-4017-9bd7-1ca0125e28fd
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Fototechnik-Fachbegriffe
Konrad Lischka
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Brennweite
Konrad Lischka
Die Brennweite gibt eine Entfernung innerhalb des Objektivs einer Kamera an. Genauer: Die Brennweite ist der in Millimetern angegebene Abstand zwischen der Mittelachse der Linse und der Stelle, wo das einfallende Licht auf Sensor oder Film trifft. Relevant ist das für die Bildgestaltung so: Je höher die Brennweite, desto näher wird das abgebildete Objekt herangezoomt.

Die Brennweite verändert auch die Bildwinkel der Aufnahme. Hier spielen aber auch die verschiedenen Aufnahmeformate (sprich: Wie groß ist das auf den Sensor der Kamera einfallende Bild?) eine Rolle. Deshalb geben Hersteller meistens die sogenannte kleinbildäquivalente Brennweite (Equiv.135) an.

Kleinbildbrennweiten werden mit Werten wie zum Beispiel 24-60 mm bei digitalen Kompaktkameras angeben. Wenn ein solches Objekt den Bereich zwischen 17 und 35 mm umfasst (siehe Foto: links 35 mm, rechts 28 mm), sind Weitwinkelaufnahmen möglich (hilfreich, um zum Beispiel Menschengruppen oder Bauwerke aus nicht allzu großer Entfernung aufzunehmen), ab 50 mm ist man schon im leichten Telebereich.
Blendenöffnung
Für eine Kamera ist die Blende, was die Iris für das Auge ist: Diese Öffnung hat eine veränderbare Größe, und je größer sie ist, desto mehr Licht fällt ein. Bei kompakten Digitalkameras kann die Blende manchmal, bei Spiegelreflexkameras meistens auf Wunsch manuell eingestellt werden. Angegeben wird sie dabei mit der sogenannten Blendenzahl (wie um Beispiel 8, 5,6 oder 2,8).

Je größer die Blendenzahl (oft angegeben mit f/Blendenzahl), umso kleiner ist die Blendenöffnung. Konkret: Bei der Blendenzahl 4 ist die Blendenöffnung doppelt so groß wie bei der nächst höheren Blendenzahl 5,6. Die Blendenzahlen beruhen auf einer mathematischen Formel, nach der sich die sogenannte Blendenreihe berechnet. Hier verkleinert sich von Stufe zu Stufe die Blendenöffnung (0,5 / 0,7 / 1 / 1,4 / 2,8 / 4 usw.

Mehr Licht durch eine große Blendenöffnung ermöglicht eine kürzere Verschlusszeit. Eine möglichst kurze Verschlusszeit ist nötig, um sich schnell bewegende Objekte möglichst scharf aufzunehmen. Wer zum Beispiel einzelne Szenen eines Basketballspiels einer nicht allzu hell beleuchteten Sporthalle aufnehmen will, kann eine kleinere Blendenzahl (also eine größere Blendenöffnung) wählen und dafür die Verschlusszeit verkürzen. Als Richtwert gilt dabei: Ein Stufe abwärts in der Blendenreihe erlaubt eine gleichzeitige Halbierung der Belichtungszeit.

Gleichzeitig beeinflusst die Größe der Blendenöffnung die sogenannte Schärfentiefe. Grundregel: Je kleiner die Blendenzahl (und je größer somit die Blendenöffnung), desto geringer die Schärfentiefe. Geringe Schärfentiefe bedeutet: Das Motiv im Vordergrund ist scharf, der Hintergrund ist unscharf. Große Schärfentiefe bedeutet, dass die Partien im Vorder- und Hintergrund scharf auf dem Bild erscheinen.
Verschluss-/ Belichtungszeit
Wie lange die Blende geöffnet ist, wie lange also Licht auf den Sensor der Kamera fällt, gibt die Belichtungszeit an. Je länger diese Verschlusszeit ist, desto mehr Licht fällt auf den Sensor.

Diese Verschlusszeit wird meistens in Sekundenbruchteilen angegeben. 1/1000 ist zum Beispiel eine tausendstel Sekunde. Bei Kompaktkameras kann die Verschlusszeit manchmal, bei Spiegelreflexkameras immer auch manuell eingestellt werden. Angeben wird sie in Zeitstufen (wie 0,5"; 1/4; 1/8; 1/15; 1/30; 1/60; 1/125 usw.). Je größer die Zeitstufe, umso länger ist der Verschluss geöffnet.

Bei einer kurzen Verschlusszeit erscheinen auf dem Bild sich schnell bewegende Objekte scharf, bei längeren Verschlusszeiten wirken sie verwischt, das ist die sogenannte Bewegungsunschärfe. Verwendet man bei solchen Aufnahmen mit längeren Belichtungszeiten kein Stativ oder zumindest eine feste Unterlage für die Kamera, verwackeln die Aufnahmen oft durch die Bewegung der Hand. Ruht die Kamera auf einer festen Unterlage, kann man mit längeren Belichtungszeiten zum Beispiel Autos auf Fotos verwischt erscheinen lassen, während alle statischen Objekte in der Umgebung scharf erscheinen.

Bei sehr kurzen Belichtungszeiten ist eine starke Beleuchtung oder eine entsprechend große Blendenöffnung nötig, um ausreichende Belichtung zu gewährleisten. Grundregel: Stellt man eine Zeitstufe größer ein, kann man eine Blendenzahl weniger einstellen.
Schärfentiefe
Konrad Lischka
Schärfentiefe meint den Bereich in einer bestimmten Entfernung der Kamera, der auf dem Foto als scharf erscheint - je größten dieser Entfernungsbereich ist, umso größer ist die Schärfentiefe.

Konkret: Geringe Schärfentiefe bedeutet, dass das Motiv im Vordergrund scharf, der Hintergrund aber unscharf ist. Große Schärfentiefe bedeutet: Die Partien im Vorder- und Hintergrund erscheinen auf dem Bild scharf. Die Schärfentiefe eines Bildes hängt unter anderem von der Größe der Blendenöffnung ab, aber auch von der Brennweite des Objektivs und dem Bildformat beziehungsweise der Sensorgröße.
Sensorgröße
Die Größe des Fotosensors einer Digitalkamera beeinflusst neben anderen Faktoren die Qualität der Fotos. Angegeben wird die Größe oft in Standardgrößen wie 1/2,3 Zoll oder 1/1,7 Zoll. Diese Größen sind von einem Format für TV-Kameras aus den fünfziger Jahren übernommen, haben keinen direkten Zusammenhang mit der Oberfläche des Sensors.

Einige Beispiele für Sensorgrößen:

- 1/2,3", z.B. Pentax Q: 0,28 cm²
- 1/1,7", z.B. Canon G12, Canon S100: 0,43 cm²
- 2/3", z.B. Fujifilm X10:0,58 cm²
- 1", z.B. Nikon J1, Sony RX100: 1,16 cm²
- 4/3", z.B. Panasonic GF3: 2,25 cm²
- Canon G1X: 2,62 cm²
- Canon APS-C, z.B. 7D: 3,32 cm²
- Nikon DX, z.B. Nikon D90: 3,72 cm²
- Sony APS-C, z.B. Nex-5n: 3,81 cm²
- Kleinbild-Vollformat, z.B. Canon 5D Mark II, Nikon D700, Sony A900: 8,64 cm²
- Mittelformat, z.B. Pentax 645D: 17,28 cm²

Ein Problem bei der Sensorgröße entsteht, wenn auf der gleichen Fläche immer mehr Fotodioden untergebracht werden. Sprich: Eine digitale Kompaktkamera mit derselben Auflösung (gemessen in Megapixel) wie eine Spiegelreflexkamera bringt dieselbe Menge an Fotodioden auf einer kleineren Oberfläche unter. Eine Folge: Auf der kleinen Fläche erreicht weniger Licht jede einzelne der Fotodioden, das Signal muss daher verstärkt werden, was wiederum mehr Störungen, das sogenannte Bildrauschen, mit sich bringt.
Lichtempfindlichkeit / ISO-Wert
Konrad Lischka
Wie lichtempfindlich Filmmaterial ist, wird unter anderem mit den sogenannten ISO-Werten angegeben. Ein Film mit ISO 200 ist doppelt so lichtempfindlich wie ein ISO-100-Film, bei ISO 400 verdoppelt sich die Lichtempfindlichkeit gegenüber ISO 200 und so weiter.

Bei Digitalkameras haben die Hersteller diese Skala übernommen, um die Empfindlichkeit anzugeben. Wenn in einem dämmrigen Umfeld die Verschlusszeit wegen Verwacklungsgefahr nicht stark genug erhöht werden kann und eine allzu große Blendenöffnung wegen des Verlusts an Schärfentiefe nicht erwünscht ist, kann die Empfindlichkeit erhöht werden, um eine ausreichende Belichtung zu gewährleisten. Hebt man die ISO-Stufe um einen Schritt an, kann die Verschlusszeit zum Beispiel um einen Schritt vermindert werden.

Bei Digitalkameras verstärkt die Software das auf dem Sensor eingehende Signal. Dabei verstärkt die auch die Störungen, das sogenannte Bildrauschen nimmt zu.
Megapixel
Der Megapixel-Wert gibt die Auflösung einer Digitalkamera an, also wie viele Bildpunkte der Sensor erfasst. Ein Megapixel entspricht einer Million Bildpunkte. Aus der Pixelmenge resultiert die Rasterung beim Druck der Fotos - je höher die Auflösung, desto größer können die Fotos gedruckt werden, ohne dass die Pixel sichtbar werden.

Laut Kodak genügt für einen Ausdruck in A4-Format (20x30 cm) in guter Qualität eine Auflösung von 1920 x 1280 Pixeln (2,4 Megapixel), für optimale Qualität ist eine Auflösung von 2160 x 1440 Pixeln (3,1 Megapixel) nötig.

Eine digitale Kompaktkamera mit derselben Auflösung wie eine Spiegelreflexkamera bringt dieselbe Menge an Bildpunkten auf einer kleineren Sensoroberfläche unter. Eine Folge: Auf der kleinen Fläche erreicht weniger Licht jeden einzelnen der Bildpunkte, das Signal muss daher verstärkt werden, was wiederum mehr Störungen durch das sogenannte Bildrauschen mit sich bringt.
Bildrauschen
Konrad Lischka
Die Ursache für das Bildrauschen sind physikalische Effekte auf dem Bildsensor und den dort untergebrachten Fotodioden, vor allem den sogenannten Dunkelstrom. Wie stark diese Effekte im Foto sichtbar (siehe Foto mit 1600 ISO) sind, hängt von mehren Faktoren ab:

- Bei gleicher Auflösung rauschen Sensoren mit kleinerer Oberfläche stärker als größere.

- Je stärker die Lichtempfindlichkeit der Kamera eingestellt ist, umso stärker ist das Rauschen, da das vom Sensor eingehende Signal verstärkt wird - einschließlich der Störungen.

- Je wärmer der Sensor ist, umso stärker ist das Bildrauschen.

Digitalkameras nutzen diverse Software-Routinen, um das Bildrauschen schon beim Abspeichern einer Aufnahme herauszurechnen. Die Hersteller nutzen verschiedene Verfahren mit unterschiedlichen Ergebnissen. Manchmal beeinträchtigt die Rauschunterdrückung wiederum die Schärfe eines Bildes sichtbar.


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