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Angeklickt Dieser Roboter lernt Skifahren

Jennifer im Schnee: Forscher haben dem Gerät bereits die zweite Wintersportart beigebracht Zur Großansicht
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Jennifer im Schnee: Forscher haben dem Gerät bereits die zweite Wintersportart beigebracht

Eishockeyspielen konnte Jennifer schon - nun geht es auf die Bretter. Forscher haben dem kleinen Roboter Skilaufen beigebracht und ein Video davon gedreht. Ein Fortschritt für die Menschheit? Zumindest ist der Clip ziemlich süß.

Forscher der University of Manitoba im kanadischen Winnipeg haben dem Roboter zumindest rudimentär die Fähigkeit zum Langlauf- und Abfahrtskifahren einprogrammiert. Ihre Erfolge haben sie in einem Video festgehalten. Zwar wirkt der Roboter vor allem in den ersten Szenen des Clips noch arg unbeholfen, wie er da steifbeinig durch den Schnee stapft. Doch vor allem bei den kleinen Abfahrten (etwa ab 1:25 Min.) erinnert der humanoide Roboter schon ein wenig an ein Kleinkind bei seinen ersten Versuchen am Idiotenhügel.

Diese Assoziation haben offenbar auch die Kommentatoren auf YouTube: "Gut gemacht, kleiner Mann!", lobt einer von ihnen unter dem Video, "Lass dir Zeit, Kleiner" kommentiert ein anderer. Andere Kommentatoren finden die programmierte Maschine schlicht "niedlich". Doch gleich mehrfach wird spöttisch angemerkt: "Wer baut einen Roboter, der Skifahren kann? Kanadier." Dabei hatte der Roboter mit dem Spitznamen Jennifer ursprünglich durch eine andere Sportart von sich reden gemacht: Anfang 2012 bekam die Weltöffentlichkeit erstmals ein Video zu sehen, in dem er Eishockey spielte.

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vantast64 10.02.2015

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Angeklickt: Wo kommt der Hype her?
  • Das Internet hat eine neue Form des Unterhaltungskonsums hervorgebracht. Es fing an mit Videos, Fotos, Powerpoint-Präsentationen, die per E-Mail herumgeschickt wurden, ging weiter mit über Instant-Messaging-Dienste verbreiteten Links zu Clips mit skateboardfahrenden Hunden oder ungelenken Kindern beim Lichtschwert-Exerzieren und fand seinen vorläufigen Höhepunkt im Weitererzähl-Web der digitalen Gegenwart. Der Lacher für die Mittagspause wird heute über Facebook oder Twitter weitergereicht, genau wie der schnelle Niedlichkeits-Kick (Katzenvideos!) als Mittel gegen den grauen Büroalltag oder der mitgefilmte schmerzhaft-dämliche Skateboard-Unfall für zwischendurch.

  • Die kaskadische Form der Informationsverbreitung, die gerade Dienste wie Twitter ermöglichen, hat dem Phänomen des spontanen Internet-Hypes ein perfektes Biotop geschaffen. Auch ein Jahre altes Video von einem lachenden Pinguin kann urplötzlich innerhalb weniger Stunden ein Millionenpublikum erreichen - wenn geheimnisvolle Faktoren zusammenkommen, die noch niemand so recht entschlüsselt hat (wer das schafft, wird vermutlich sehr reich werden).

  • Und was sich lang genug in den Köpfen der Menschen hält, was weiterverarbeitet, verballhornt, umgedeutet, neu abgemischt wird, bringt es im Informationsverbreitungs-Wunderland Internet vielleicht sogar zum Mem.


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