Royal Wedding Profitipps für Hochzeitsfotos

In die Westminster Abbey wird man Sie am Freitag wohl nicht lassen, um die Trauung zu dokumentieren. Doch fast jeder Hobbyfotograf kommt irgendwann in die Verlegenheit, ein Brautpaar ablichten zu müssen. Der Profi Scott Kelby gibt Tipps für ungewöhnliche, wunderschöne Hochzeitsbilder.


Das Fotografieren auf Hochzeiten ist nicht ganz einfach. Wenn Sie Freunde haben (und diese wissen, dass Sie im Besitz einer recht guten Kamera sind), ist es nur eine Frage der Zeit, bevor Sie in einer Kirche stehen und Dinge sagen wie: "Okay, jetzt brauche ich die Großeltern des Bräutigams." Sobald Sie diesen Satz laut in einer Kirche aussprechen, sind Sie offiziell als vorübergehender Hochzeitsfotograf abgestempelt. Nur weil Sie die Aufnahmen umsonst machen (als Freundschaftsdienst beispielsweise), brauchen Sie nicht denken, dass die Braut etwas anderes als die allerbeste Qualität erwartet. Noch schlimmer: Je besser Ihre Ausrüstung, desto höher sind die Erwartungen an Ihre Bilder.

Auch wenn Sie bisher nur Sport- oder Landschaftsfotograf waren, sind Sie am Tag der Hochzeit ein Hochzeitsfotograf - der härteste Fotografiejob auf der ganzen Welt. Der Grund ist ganz einfach: Es gibt keinen zweiten Versuch. Diese eine Hochzeit, für die Sie verantwortlich sind, gibt es nur einmal. Es gibt kein "Huch, ich glaube, meine Kamera ist kaputt" oder "Oh, ich habe gar nicht genug Speicherkarten dabei" oder "Jetzt habe ich das Ladegerät für den Blitz vergessen".

Sollte eines dieser Szenarien eintreten, können Sie sicher sein, dass die Braut Ihnen so lange die Kehle zudrückt, bis Ihr Körper leblos zu Boden fällt wie ein Sack Zement. Denn die Braut hat, egal, ob Sie bezahlt werden oder nicht, diesen speziellen Tag minutiös geplant und schon lange davon geträumt. Wenn Sie dann einen der wichtigen Momente verpassen (das Anstecken der Ringe, den Kuss, das Anschneiden der Torte, den ersten Tanz etc.), haben Sie alles verspielt. Deshalb dreht sich in diesem Kapitel alles nur um die eine Sache: Erhöhen Sie Ihre Lebenserwartung.



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Sphynx, 28.04.2011
1. für ein titelfreies Forum!
Ernsthaft jetzt? Ist der Artikel u. v.a. die Bilder Satire und ich schnalls nicht, oder ist das ernst gemeint? "...Tipps für ungewöhnliche, wunderschöne Hochzeitsbilder" Noch langweiliger und gewöhnlicher könnten die Bilder doch kaum sein, oder?
nobbek 28.04.2011
2. ist ja toll...
das jetzt, nach diesen "tollen" Tips, noch mehr Kamera-Analphabeten mit digitalen Spiegelreflexkameras der Meinung sind: Jetzt werd ich Hochzeitsfotograf und verdien mich dumm und dämlich... Die Enttäuschung für die Hochzeitspaare ist dann vorprogrammiert. Tut nicht immer so, als ob man mit ner Kamera für 1000,- Euro, nem Aufsteckblitz und einem Freeware-Programm wie Gimp, als Profi glänzen kann. Etliche Fotografen müssen tatsächlich von Hochzeiten leben und teilen sich neuerdings den Markt mit Amateuren, die nichts tun als nur Versprechungen abgeben und Mist abliefern...
hman2 28.04.2011
3. Noch 'ne Möglichkeit für Bewegung: Blitzen auf den hinteren Verschlussvorhang
Gut ausgestattete Spiegelreflexkameras haben oft eine Blitzbelichtungsmethode REAR zum Blitzen auf den zweiten Vorhang. Damit zu arbeiten will aber geübt sein. Das klappt auch nicht beim Foto einer Gruppe von Tänzern (manchmal aber doch, dann sieht das sogar recht spektakulär aus). Aber es klappt bei Solisten oder wenn eine Person deutlich im Vordergrund ist. Der Trick ist halt, dass das Foto länger belichtet wird als mit der Standard-Blitzsynchronzeit, der Blitz aber nicht gleich nach dem Öffnen des Verschlusses kommt, sondern kurz bevor sich der Verschluss schließt. Wer's nicht weiß: Die Wirkung ist die, dass die bewegten Objekte in der nicht geblitzen Phase ja verwischen, und das wird mit dem scharfen Bild beim Blitz kombiniert. Wird wie üblich nach dem Öffnen geblitzt, dann zeigt der Wischer in Bewegungsrichtung - sehr unnatürlich. Bei REAR zeigt der Wischer "nach hinten" - das erzeugt den, wenn's klappt, eindrucksvollen "Geschwindigkeits"effekt wie man's von Autorennfotos kennt. Aber wie bei allen Effekten: Sparsam einsetzen.
bluearoma 28.04.2011
4.
Zitat von nobbekdas jetzt, nach diesen "tollen" Tips, noch mehr Kamera-Analphabeten mit digitalen Spiegelreflexkameras der Meinung sind: Jetzt werd ich Hochzeitsfotograf und verdien mich dumm und dämlich... Die Enttäuschung für die Hochzeitspaare ist dann vorprogrammiert. Tut nicht immer so, als ob man mit ner Kamera für 1000,- Euro, nem Aufsteckblitz und einem Freeware-Programm wie Gimp, als Profi glänzen kann. Etliche Fotografen müssen tatsächlich von Hochzeiten leben und teilen sich neuerdings den Markt mit Amateuren, die nichts tun als nur Versprechungen abgeben und Mist abliefern...
getroffene Hunde bellen.. Monopole halten nicht für immer. Preise fallen automatisch bei Konkurrenz. Und welches Brautpaar holt sich bei dem Anlass schon einen unerfahrenen Amateur? Zumindest schonmal gemachte Bilder werden sich da vorher mit Sicherheit angesehen. Von daher sind die Tipps hier doch super!
robert_meyer 28.04.2011
5. .
Tatsache ist doch, dass die Technik immer billiger wird - nicht nur die DSLR sondern auch die entsprechende Software ... Da sitzt dann der Semi Photograph lieber fuer Stunden am Rechner und versucht per Software zu retten was noch zu retten ist... Ich fuer meinen Teil bin der Meinung, dass es sich immer auszahlen wird, Photos gleich ordentlich zu machen und sich damit die Arbeit am PC zu ersparen - Diesen Unterschied wird man sehen und erkennen... Ich bin froh ueber die Semis, da diese dafuer Sorge tragen, dass echte Photographen wieder ins rechte Licht gerueckt werden und damit auch sehr wohl entsprechende Auftraege erhalten (fuer die man dann auch entsprechendes Geld verlangen kann) :D Macht weiter so - beschert Profis Auftraege :D :D :D
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