Klappbares Smartphone von Samsung Alter Falter!

Mit dem Galaxy Fold hat Samsung am Mittwochabend noch ein Smartphone angekündigt - sein erstes faltbares. Die Technik ist beeindruckend, der Preis auch.

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Dass sich auch auf das Preisniveau der Galaxy S-Serie noch etwas draufsetzen lässt, beweist Samsung mit dem Galaxy Fold. Zwar hatte das Gerät am Mittwochabend nur einen kurzen Auftritt auf der Bühne in San Francisco. Doch für dieses Modell hat der koreanische Konzern offenbar die Devise ausgerufen: mehr geht immer.

Das gilt bei diesem Gerät in erster Linie für den Bildschirm. Oder vielmehr: die Bildschirme. Denn das Galaxy Fold ist, der Name sagt es, faltbar. An der Außenseite hat es ein Display mit einer Diagonale von bescheidenen 4,6 Zoll. Klapp man es aber auf, entfaltet sich ein Bildschirm mit 7,3 Zoll Diagonale. Das sind Tablet-Dimensionen.

Auf der Bühne wurden Beispiele dafür gezeigt, was man damit anfangen kann. Eines davon zeigte Google Maps auf dem Außenbildschirm. Die Darstellung sei viel zu klein, und es sei darauf kaum etwas zu erkennen, monierte der Präsentator. Als er das Gerät dann aufklappte, erschien dieselbe Darstellung in Google Maps auf dem Innen-Display, nur eben in groß, mit leicht lesbaren Straßennamen.

Ein anderes Beispiel zeigte, wie man das große Display für Multitasking mit drei parallel laufenden Apps nutzen kann, die unterschiedlich große Bildschirmbereiche für sich zur Verfügung haben. Samsung nennt das Multi Active Window.

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Passend zum Doppel-Display baut Samsung in das Fold auch zwei Akkus ein. Das dürfte auch nötig sein, um den Stromverbrauch des großen Bildschirms zu decken, trägt aber nicht dazu bei, es schlanker zu machen. Auch der Speicherplatz ist in jeder Hinsicht üppig bemessen: Dem Prozessor stehen 12 Gigabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung, dem Anwender 512 Gigabyte für Fotos, Musik, Videos und Daten.

Und Daten kann man schon mit den insgesamt sechs Kameras des Fold reichlich produzieren. Drei davon stecken in der Rückseite, zwei in der Innenseite, eine vorne. Theoretisch kann man damit also in jeder Situation und aus jeder Richtung immer irgendetwas fotografieren oder filmen. Und wenn man nicht filmen will, kann man YouTube gucken, denn eine spezielle App soll Fold-Nutzern kostenlosen Zugang zu YouTube Premium ermöglichen. Zudem wurden angepasste Versionen von Microsofts Office-Apps angekündigt.

Samsung Galaxy Fold
AP

Samsung Galaxy Fold

Dass all das seinen Preis hat, ist zu erwarten. Der Preis, der von Samsung dann aber an die große Leinwand in San Francisco projiziert wurde, lässt doch kurz den Atem stocken. Sagenhafte 1980 Dollar soll das Galaxy Fold kosten, wenn es am 26. April in den US-Handel kommt. Der Verkaufsstart in Deutschland wurde bisher nur schwammig mit "im zweiten Quartal 2019" angekündigt, ein Euro-Preis wurde nicht genannt.



insgesamt 32 Beiträge
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ColynCF 20.02.2019
1.
Der Preis wird fallen, Faltdisplays werden sich durchsetzen. Der Preis relativiert sich schon dadurch, dass dieses Fold ein Tablet ersetzt und damit ein Gerät überflüssig macht.
hennes4820 20.02.2019
2. Ineffizient
Irgendwie sagt das doch etwas über das Betriebssystem aus, wenn ein Handheld Gerät in Form eines Handys schon genau so viel RAM braucht, wie mein (älterer) High-End PC...
horst1109 20.02.2019
3. Wenn nur das Betriebssystem nicht wäre ...
Ich hatte überlegt, mir dieses jähr kein iPhone zu kaufen. Statt dessen ein Samsung S10, doch als ich mich mit dem Betriebssystem näher beschäftigt hatte, kam das nicht mehr in Frage. Die Smartphones sind erstklassig, doch spätestens mit dem nächsten Update ist das Gerät nur noch die Hälfte Wert.
markus.pfeiffer@gmx.com 20.02.2019
4. Klapp-Handys sind sowas von 90-er. ;)
Bin gespannt, ob ein klappbares "Phablet" sich zu dem Preis durchsetzt. Die Kombi Smartphone (mit sonst vergleichbarer Technik) plus gutes Tablet ist jedenfalls für weniger als die Hälfte zu haben. Da reicht das Geld sogar noch für eine hervorragende Bridge-Kamera, die mit Sicherheit bessere Bilder knipst als irgendeine der 6 im Fold verbauten.
MadamimadaM 20.02.2019
5.
Zitat von hennes4820Irgendwie sagt das doch etwas über das Betriebssystem aus, wenn ein Handheld Gerät in Form eines Handys schon genau so viel RAM braucht, wie mein (älterer) High-End PC...
Braucht? Sicher nicht. Aber wenn man bei Youtube den Unboxing Kindergarten eine zeitlang beobachtet hat weiß man bald auch nicht mehr wer in der Szene die Influencer sind. Potentielle Kunden oder oder die Auspacker. Mir scheint jedenfalls, dass die Hersteller nur noch reagieren.
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