Fitnessarmband-Daten New York schläft früh, Berlin lange

Fitness-Armbänder können Unmengen von Daten sammeln. Nun hat ein Hersteller die Schlafzeiten großer Städte und ganzer Länder verglichen: Die rastlosen New Yorker gehen besonders früh ins Bett, in Berlin wird etwas länger geschlafen.

Strandbar in Berlin: Nutzer von Fitness-Armbändern messen ihren Schlafrhythmus
DPA

Strandbar in Berlin: Nutzer von Fitness-Armbändern messen ihren Schlafrhythmus


New Yorker sind zwar stolz darauf, in der "Stadt, die niemals schläft", zu leben - doch einer neuen Auswertung zufolge gehen die New Yorker ziemlich früh schlafen. Unter den großen Metropolen der USA schläft New York sogar als Erstes - und auch weltweit geht kaum jemand früher ins Bett.

Das zeigen die Daten von Hunderttausenden Nutzern des verbreiteten - und vergleichsweise teuren - Fitnessarmbands der Firma Jawbone. Die kleinen Geräte am Handgelenk speichern die Schritte und auch, wann der Träger zur jeweiligen Ortszeit ins Bett geht. Völlig repräsentativ sind die Daten nicht, weil solche Armbänder vor allem von jüngeren, sportlicheren Menschen getragen werden.

Demnach gehen die Träger dieser Geräte im australischen Brisbane am frühesten ins Bett, im Schnitt um 22.57 Uhr. Moskauer sind die Letzten, sie beenden den Tag erst um 0.46 Uhr. Dafür sind die Brisbaner auch wieder als Erste aus dem Bett (6.29 Uhr) und die Moskauer als Letzte (8.08 Uhr). Tokioter schlafen mit 5:44 Stunden am wenigsten, Melbourner mit 6:58 Stunden am meisten. Die Stockholmer gehen mit 8876 Schritten am Tag am meisten, die Menschen in Sao Paulo mit 6254 am wenigsten.

Auch in Deutschland wird viel geschlafen. In München sind es 6:48 Stunden, in Berlin eine Minute mehr. Dafür zählen die deutschen Jawbone-Nutzer zu den guten Fußgängern. 8026 Schritte macht der Münchner am Tag, beim Berliner sind es sogar 8134 Schritte.

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Armbänder, die fit machen sollen: Samsung Gear Fit, Garmin Vivofit und Jawbone Up24

ore/dpa

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insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
Sibylle1969 23.08.2014
1. Da stellt sich doch die Frage nach dem Datenschutz
Ganz offensichtlich sammelt man fleißig die Bewegungsdaten der Träger dieses Fitnessarmbands, sonst könnte man das ja nicht so detailliert auswerten. Ist es allen Trägern bewusst, dass man damit theoretisch ein detailliertes Verhaltensprofil erstellen kann?
behr22 23.08.2014
2.
Ich finde theorethisch solche Geräte auch interessant, aber ich würde mir nie ein Gerät kaufen, dass die Daten dann irgendwohon weitersendet. Wenn muss das alles auf meinen Geräten bleiben
wanderer777 23.08.2014
3. Wozu?
Wozu muss ein Gerät mir sagen wie viel Schritte ich gehe? Wenn ich zu fett bin, bin ich zu fett, und brauche mehr Bewegung, fertig. Früher genügte ein Blick in den Spiegel, aber das scheint heute zu altmodisch zu sein.
scottbreed 23.08.2014
4. Das ist der Grund
Das ist der Grund warum ich mir solche Geräte nicht kaufe.. es geht einfach niemanden was an wie und was und wie lange ich Sport mache oder schlafe und wo ich mich aufhalte. Son Gerät ist ja nicht schlecht aber nur solange die Daten off sind.
wurmfortsatz 23.08.2014
5. Burn-Out-Kandidaten
Wenn die Schlafdauer Schnittwerte sind, dann scheinen da ja etliche zu wenig zu schlafen. Es mag ja einzelne Menschen geben, die mit unter 7 Stunden auskommen. Aber wenn das so viele sind, ist das eher ungesund. Da nützen auch Sport-Armbänder und angebliche Fitness nichts. Das Schlafbedürfnis ist von der Evolution vorgegeben, kann aber ignoriert werden. Aber nicht ohne Folgen.
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