Schnappschuss-Sammlungen So finden Sie Ihren Fotobuch-Anbieter

Fotos in Alben kleben, das war einmal. Heute kann jeder seine schönsten Schnappschüsse professionell drucken lassen. Anbieter gibt es reichlich - wie man den richtigen findet, beschreibt Expertin Petra Vogt.

Petra Vogt

Wer sein erstes Fotobuch gestaltet oder sich fragt, ob der bisherige Anbieter der Beste ist, wird von der Menge an Angeboten fast erschlagen. Bei dem einen gibt es zehn Prozent Rabatt, der andere wirbt mit besonders hochwertiger oder schneller Produktion. Wie findet man in dieser Fülle den richtigen Dienstleister für das eigene Projekt?

Zunächst einmal ist es beim Fotobuch wie beim Autokauf: das optimale Modell für alle Lebenslagen gibt es nicht. Um das passende zu finden, sind ein paar Auswahlkriterien hilfreich:

  • das Druckverfahren
  • die Möglichkeiten der Software
  • der Preis
  • die Qualität
  • Möglichkeiten, Sonderwünsche zu erfüllen
  • Hilfsfunktionen und Unterstützung durch Spezialisten.

Das Druckverfahren

Derzeit sind zwei Druckverfahren besonders weit verbreitet: Der digitale Offset-Druck und die Ausbelichtung auf Fotopapier (manchmal auch "Echtfoto-Druck" genannt). Bücher aus Fotopapier sind an ihren dicken Seiten leicht zu erkennen. Sie entstehen, weil zwei Fotos Rücken an Rücken verklebt werden. In der Regel werden diese Blätter so gebunden, dass in der Mitte kein Falz entsteht. Bei Panoramen und Bildern, die sich über eine Doppelseite spannen, ist das sehr hübsch.

Gebundene Werke im Digitaldruck dagegen haben eher die Anmutung eines Buches aus der Bibliothek, lassen sich gut durchblättern. Sie sind in der Regel einige Euro günstiger als die Echtfotodrucke. Fast alle großen Dienstleister bieten den Digitaldruck an, aber deutlich weniger den Echtfotodruck. Einige, wie CEWE oder Fotobuch.de, haben beide Varianten im Programm.

Um zu entscheiden, welches Verfahren Ihnen besser gefällt, schauen Sie sich am besten Musterbücher im Drogeriemarkt oder im Fotoladen an. Meist eignen sich Echtfotobücher vor allem für großformatige Werke mit nicht allzu vielen Seiten. Der Digitaldruck ist für alle anderen Projekte das Verfahren der Wahl.

Die Möglichkeiten der Software

Mit der Entscheidung für ein Druckverfahren hat man die Zahl der Anbieter schon deutlich reduziert. Im nächsten Schritt gilt es nun, auf die Möglichkeiten der Software zu schauen. In der Regel bieten Fotobuch-Dienstleister ein kostenloses Gestaltungsprogramm an. Bei manchen kann das Buch sogar direkt auf einer Website gebaut werden. Nur sehr wenige Anbieter akzeptieren mit einer beliebigen Software erstellte PDF-Dateien als Druckvorlagen.

Die Möglichkeiten und die Benutzerfreundlichkeit der herstellereigenen Programme sind sehr unterschiedlich. Anders als etwa bei Textverarbeitungsprogrammen hat sich noch kein allgemeiner Standard herausgebildet. Für Einsteiger ist es am wichtigsten, ob ein Assistent mitgeliefert wird, mit dem ohne umfangreiche Einarbeitung gute Ergebnisse erzielt werden können. Dies ist zum Beispiel bei der Software von Cewe, FujiDirekt oder Blurb der Fall.

Ebenfalls praktisch ist eine umfangreiche Auswahl von Layoutvorlagen, mit denen die Gestaltung schneller von der Hand geht. Ansonsten unterscheiden sich die Programme vor allem in punkto Spezialfunktionen. Wer besondere Wünsche wie etwa Transparenz von Text oder Bildboxen hat, wird zum Beispiel bei myphotobook fündig. Fotobuch.de bietet die Möglichkeit, ein Bild in einen Schriftzug zu legen.

Der Preis

Bei allen großen Markenherstellern liegen die Preise bei rund einem Euro pro Seite für ein mittelgroßes Buch. Ein Preistipp für Erstbesteller: die meisten Anbietern gewähren Neukunden einen Rabatt. Discounter wie Aldi oder Lidl unterbieten solche Angebote teilweise noch. Dabei wird oft ähnliche Software eingesetzt. Auch die Druckqualität ist laut verschiedener Tests nicht zwangsläufig schlechter. Allerdings müssen Sie sich bei Discountern darauf einstellen, dass diese ihren Druckdienstleister oder Lieferanten wechseln und sich dann Software und Qualität der Fotobücher plötzlich ändern.

Die Qualität

Womit wir beim Auswahlkriterium "Qualität" wären. Leider zeigen Tests, dass bei vielen Anbietern die Qualität schwankt. Dies können auch viele Besteller bestätigen, die bei zwei inhaltsgleichen Büchern, die zu verschiedenen Zeitpunkten bestellt wurden, sehr unterschiedliche Ergebnisse erhalten haben. Dies liegt daran, dass Drucken immer noch ein Prozess mit vielen manuellen Komponenten ist. Das Ergebnis hängt unter anderem von der Wartung der Maschinen, den klimatischen Bedingungen und dem verwendeten Papier ab.

Hochwertige Markenanbieter sind bei Reklamationen allerdings kulant. im Übrigen sollte man regelmäßig Fotobuch-Tests in der Computerpresse verfolgen. Magazine wie "c't" und "Computerbild" nehmen die Druckqualität mit objektiven Messungen unter die Lupe. Wer dort über mehrere Jahre hinweg gut abschneidet, ist ein verlässlicher Anbieter.

Ebenfalls hilfreich ist, wenn der Dienstleister Andrucke anbietet, wie etwa Fotobuch-XXL. Damit kann die Qualität bei umfangreichen Projekten gut im Vorfeld beurteilt werden.

Weitere Auswahlkriterien

Mit Druckverfahren, Software, Preis und Qualität sind die wichtigsten Aspekte eines Fotobuchs abgedeckt. Wer besondere Wünsche im Hinblick auf Größe oder Ausstattung hat, wird jedoch nur bei wenigen Anbietern fündig:

  • Vor allem Formate unter 10 mal 15 Zentimeter sind schwer zu finden. Solche Kleinformate bietet zum Beisiel Pixelspeed an.
  • Auch Größen über 30 x 30 Zentimeter haben nur wenige Anbieter wie myphotobook oder Cewe im Programm.
  • Besondere Einbandwünsche bedient Photobox mit Schmuckeffekten wie Swarovski-Kristallen.

Entscheidend für die Auswahl können auch Details wie etwa der Support sein. Einige Dienstleister wie Fotobuch.de oder Cewe bieten umfangreiche Hilfe-Bereiche inklusive Anleitungsvideos. Wer individuelle Unterstützung benötigt, findet eine telefonische Hotline - meist leider nur zu normalen Arbeitszeiten. Eine Ausnahme ist Cewe mit einer Erreichbarkeit bis 22 Uhr, auch am Wochenende. Allerdings kostet hier jeder Anruf 49 Cent pro Minute.

Erst mal ausprobieren

Grundsätzlich gilt: Wer ein Din-A4-Buch im Digitaldruck erstellen will, keine ausgefallenen Wünsche hat und beim Preis flexibel ist, kann sein Projekt bei fast allen Dienstleistern gut realisieren. Außer man stört sich daran, dass viele Dienstleister ihr Logo mit ins Fotobuch drucken. Wer das nicht will, sollte sich an PhotoDose, Fotobuch.de oder Fotobuch-XXL wenden, die von solchen Werbemaßnahmen absehen.

Wer dagegen ganz eigene Vorstellungen davon hat, wie sein Fotobuch aussehen soll, wer besondere Formate drucken oder ganz viele Fotobücher zusammenstellen will, kommt ums Ausprobieren nicht herum: Welche Software gefällt mir, wo entsprechend die Druckergebnisse meinen Erwartungen?

Hat man sich dann sich schließlich für einen Anbieter entschieden, bestellt man am besten erst nur ein günstiges Buch im kleinem Format und mit geringem Umfang. So kann man gefahrlos ausprobieren, ob die Druckqualität stimmt und der Dienstleister auch für größere Projekte empfehlenswert ist.

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insgesamt 21 Beiträge
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Seite 1
Zyklotron, 27.11.2011
1. Halbe Information
Und welche Anbieter akzeptieren PDFs? Muss man jetzt alle durchklicken? Eine Übersicht wäre nicht schlecht gewesen...
Wilhelm Klaus 27.11.2011
2. Nutzoser Artikel
Zitat von sysopFotos in Alben kleben, das war einmal.*Heute kann jeder seine schönsten Schnappschüsse professionell drucken lassen. Anbieter gibt es reichlich*- wie man den richtigen findet, beschreibt Expertin Petra Vogt. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,799743,00.html
Danke für den völlig nutz- und inhaltsleeren Artikel. Das kann Focus aber noch einen Tick besser.
Achim 27.11.2011
3. Nööö
Zitat von ZyklotronUnd welche Anbieter akzeptieren PDFs? Muss man jetzt alle durchklicken? Eine Übersicht wäre nicht schlecht gewesen...
Kaufen Sie einfach das links angegebene Buch, da steht es bestimmt drin. Und die arme Autorin bekommt noch ein bisschen Taschengeld ... So hat SPON es doch gemeint, oder?
Achim 27.11.2011
4. Nööö
Zitat von ZyklotronUnd welche Anbieter akzeptieren PDFs? Muss man jetzt alle durchklicken? Eine Übersicht wäre nicht schlecht gewesen...
Kaufen Sie einfach das links angegebene Buch, da steht es bestimmt drin. Und die arme Autorin bekommt noch ein bisschen Taschengeld ... So hat SPON es doch gemeint, oder?
jade-s 27.11.2011
5. Fotobuch 10x15 ist das Standardformat auf dem iPhone für ein Fotobuch
Hallo Sie erwähnen, dass das Format 10x15 schwer zu bekommen ist. Sie erwähnen aber mit keinem Wort die iPhone Software welche Fotobücher im 10x15 Format ausliefert. Ich habe mit der iPhone Software "Fotobuch" bisher nette Fotoheftlein erstellen können. Wenn man davon ausgeht, dass ein Kunde sowieso lieber unterwegs von seiner Feier schnell ein Fotbuch erstellen möchte als zu Hause an seinem PC, sind die vorgestellten anbieter alle von gestern.
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