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Selbstporträts: Disney verbietet Selfie-Sticks

Immer beliebter, immer verbotener: der Selfie-Stick Zur Großansicht
AFP

Immer beliebter, immer verbotener: der Selfie-Stick

Aus Museen und Stadien hat man sie schon verbannt: Jetzt müssen Selfie-Sticks auch raus aus den Disney-Parks. Von ihnen gehe ein Risiko für Angestellte und Besucher aus.

Schnell noch ein Bild mit der Mickey Mouse aus Plüsch? Das muss zukünftig auch ohne verlängerten Arm gehen: Disney hat den Selfie-Stick nun in seinen Freizeitparks verboten, wie der "Guardian" berichtet.

Die Stangen, die als eine Art verlängerter Arm bei Selbstporträts dienen, seien ein wachsendes Risiko für Gäste und Angestellte, sagte eine Sprecherin des US-Konzerns. Das Verbot soll für die Parks in den Vereinigten Staaten, in Paris und Hongkong gelten und in der kommenden Woche in Kraft treten.

Zwar erfreuen sich Selfie-Sticks wachsender Beliebtheit, werden aber an immer mehr Orten nur ungern gesehen: So sind sie unerwünscht im Schloss Versailles, weil man dort Beschädigungen der Spiegel und Ausstellungsstücke befürchte. Die Pariser Kunst-Institutionen Centre Pompidou und Louvre haben die Stangen bereits aus ihren Räumlichkeiten verbannt - um den Blick auf die Kunst nicht zu versperren.

In vielen amerikanischen Museen heißt es schon seit einigen Monaten: Stangen müssen draußen bleiben! Unter anderem im New Yorker Museum of Modern Art (MoMA), in Washingtons National Gallery of Art und in Museen in Chicago oder Los Angeles.

Britische Fußballstadien haben die Trend-Stöcke schon vor einiger Zeit verbannt, da sie als Waffen missbraucht werden könnten. Und auch in Deutschland ist die Zukunft des SelfieSticks ungewiss: Die staatlichen Museen in Berlin haben bereits ein Stangenverbot ausgesprochen.

Fotostrecke

8  Bilder
Foto-Phänomen: Selfie-Stangen im Praxiseinsatz

skr

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insgesamt 23 Beiträge
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1. Richtig so!
Sol.Aris 27.06.2015
Ich war gestern Abend auf einem Open-Air Konzert und konnte zeitweise die Bühne nicht mehr sehen (!), weil die Leut' haufenweise ihre Handies auf Sticks aus der Menge hoben, um die Show zu filmen. Echt prima! Vom Konzert nix mitbekommen, aber ein Video davon auf Facebook gestellt. Kann nur noch den Kopf schütteln.
2.
horstschwitz 27.06.2015
Komisch - auf all meinen Tickz steht "No cameras or laserpointers allowed" - ist das dann der Name der Vorgruppe? Sinnigerweise wurde mir bei einem Hallenkonzert in HH meine steinalte. klotzige Fuji-Rollfilmkamera "in Verwahrung" genommen - während parallel etliche Spacken mit HD-fähigen Mobiltelefonen eingelassen wurden.... Diese Masturbantenstäbe haben sich zu einer ähnlichen Seuche entwickelt wie die Regenschirme bei Open-Airs. Allerdings kann man die Regenschirme noch flott abfackeln - die Masturbantenstäbe nicht (leider).
3.
outsider-realist 27.06.2015
Zitat von Sol.ArisIch war gestern Abend auf einem Open-Air Konzert und konnte zeitweise die Bühne nicht mehr sehen (!), weil die Leut' haufenweise ihre Handies auf Sticks aus der Menge hoben, um die Show zu filmen. Echt prima! Vom Konzert nix mitbekommen, aber ein Video davon auf Facebook gestellt. Kann nur noch den Kopf schütteln.
Das ist echt eine Plage....allerdings auch ohne Stick. Bei einem Konzert schaut man eigentlich nur noch auf ein Meer von Displays zahlreicher Smartphones und auf Leute, die nur noch damit beschäftigt sind irgendetwas zu filmen, das sie live gar nicht miterleben.
4.
dodgerone 27.06.2015
Das sich manche Leute nicht schämen. Muss man heute jedem mit seinem Ego-Mist auf die Nerven fallen??
5. naja...
Mensch Meier 27.06.2015
"umd die Sicht nicht zu versperren" "Aus Sicheitsgründen" und Behinderten nimmt man dann die Krücken ab, da sie dor ja auch theoretisch ein Handy befestigen könnten...
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