Smartphone Lumia 800: Hallo Nokia, willkommen zurück

Nokia meldet sich im Smartphone-Markt zurück: Mit dem Windows-Handy Lumia 800 will der Konzern die Fehler der Vergangenheit vergessen machen. Könnte gelingen, findet Matthias Kremp. Dabei begann der Test mit einer großen Enttäuschung.

SPIEGEL ONLINE

Fängt ja gut an. Als das Nokia Lumia 800 am Freitag zum Test geliefert wird, lasse ich mich nicht lange bitten: auspacken, einschalten...geht nicht. Der Bildschirm strahlt verheißungsvoll, aber der Touchscreen reagiert auf nichts. Alle Versuche, das Gerät neu zu starten, scheitern. Kollegen anderer Publikationen bestätigen ähnliche Probleme. Ein neues Gerät muss her, das Nokia am folgenden Tag liefert.

Mit dem gibt es keine Probleme mehr, nur Staunen. Zuerst über das Design. Das Gehäuse sei aus einem Block Polycarbonat gefräst, protzen die Finnen. Man könnte auch sagen: Plastik. Hört sich billig an, ist es aber nicht. Tatsächlich sieht das Lumia 800 sehr edel aus und fühlt sich auch so an. Schade, dass beide Testgeräte schwarz waren. Die farbigen Varianten dürften für mehr Aufsehen sorgen.

Dafür betont der schwarze Korpus das nicht minder tiefe Schwarz des Bildschirms, der ein Hingucker ist. Seine Auflösung ist mit 800 x 480 Pixeln nicht gerade sensationell, dafür ist das Deckglas zum Rand hin geschwungen, scheint mit dem übrigen Gehäuse zu verschmelzen. Zudem ist es sehr klar, zeigt ein tiefes Schwarz und kräftig leuchtende Farben. Sogar aus steilen seitlichen Blickwinkeln ist noch gut und farbtreu zu erkennen, was auf dem Bildschirm angezeigt wird.

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Neustart mit Windows: Nokia Lumia 800
Und genau das Angezeigte ist es, was das Lumia 800 auszeichnet (das Design kennt man vom N9): Windows Phone 7.5, Codename Mango. Das Lumia ist das erste High-End-Smartphone, das Nokia mit dem Microsoft-Betriebssystem ausliefert. Die Ära der Symbian-Smartphones gilt damit als beendet, Nokia setzt künftig bei den teuren Handys auf Microsoft-Software.

Damit gibt der finnische Konzern ein Stück weit seine Identität auf. Konnte man ein Nokia-Smartphone bisher auch ohne Firmenlogo an seiner Symbian-Optik erkennen, ist die Benutzeroberfläche des Lumia 800 nicht von der eines beliebigen Windows-Handys zu unterscheiden. Nokia versucht das zu kompensieren, indem es Microsofts Mango mit eigenen Angeboten aufwertet.

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insgesamt 123 Beiträge
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1. Nokia's Ja zu Mikrosoft ...
cclxbln 09.11.2011
... ist mein Nein zu Nokia. Schade.
2. Nix kostenloses gefunden? Ein Wisch reicht!
jo_frank 09.11.2011
Dafür muß man doch nur eine Kachel weiter schubsen auf "kostenlos"... Aber "nur mal ein Wochenende leerlaufen lassen" - Nokia hat ja doch bei Apple abgekupfert...
3. Ein Wunder
wilder_wein 09.11.2011
Das hat ja lange genug gedauert. Hätte man ja fast nicht mehr dran geglaubt. Aber warum Microsoft? :(
4. Marketplace
vectorius 09.11.2011
Zitat von sysopTeilweise ist es schwierig, im Marketplace kostenlose Apps zu finden. ... Natürlich gibt es kostenlose Apps, sogar jede Menge davon. Nur sieht man beim Stöbern kaum etwas davon.
Der Autor scheint ein Experte zu sein. Im Marketplace gibt es jeweils (mindestens) 3 Sichten: Top, Kostenlos und Neu. Wählt man kostenlos werden überraschenderweise nur kostenlose Apps angezeigt. Wie kann man denn da bitte schön zu der Aussage "Nur sieht man beim Stöbern kaum etwas davon." kommen?
5. .
k_j 09.11.2011
Ein Einsteigermodell für rund 500 Euro? Da gibts aber bei der Android-Konkurrenz deutlich billigere Modelle für. Und warum bitte Microsoft, Nokia??
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