Fängt ja gut an. Als das Nokia Lumia 800 am Freitag zum Test geliefert wird, lasse ich mich nicht lange bitten: auspacken, einschalten...geht nicht. Der Bildschirm strahlt verheißungsvoll, aber der Touchscreen reagiert auf nichts. Alle Versuche, das Gerät neu zu starten, scheitern. Kollegen anderer Publikationen bestätigen ähnliche Probleme. Ein neues Gerät muss her, das Nokia am folgenden Tag liefert.
Mit dem gibt es keine Probleme mehr, nur Staunen. Zuerst über das Design. Das Gehäuse sei aus einem Block Polycarbonat gefräst, protzen die Finnen. Man könnte auch sagen: Plastik. Hört sich billig an, ist es aber nicht. Tatsächlich sieht das Lumia 800 sehr edel aus und fühlt sich auch so an. Schade, dass beide Testgeräte schwarz waren. Die farbigen Varianten dürften für mehr Aufsehen sorgen.
Dafür betont der schwarze Korpus das nicht minder tiefe Schwarz des Bildschirms, der ein Hingucker ist. Seine Auflösung ist mit 800 x 480 Pixeln nicht gerade sensationell, dafür ist das Deckglas zum Rand hin geschwungen, scheint mit dem übrigen Gehäuse zu verschmelzen. Zudem ist es sehr klar, zeigt ein tiefes Schwarz und kräftig leuchtende Farben. Sogar aus steilen seitlichen Blickwinkeln ist noch gut und farbtreu zu erkennen, was auf dem Bildschirm angezeigt wird.
Damit gibt der finnische Konzern ein Stück weit seine Identität auf. Konnte man ein Nokia-Smartphone bisher auch ohne Firmenlogo an seiner Symbian-Optik erkennen, ist die Benutzeroberfläche des Lumia 800 nicht von der eines beliebigen Windows-Handys zu unterscheiden. Nokia versucht das zu kompensieren, indem es Microsofts Mango mit eigenen Angeboten aufwertet.
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