Gear S und G Watch R Samsung und LG stellen neue Smartwatches vor

Fast gleichzeitig haben LG und Samsung am Donnerstag neue Smartwatches vorgestellt. Beide unterscheiden sich deutlich von früheren Modellen - und beide haben offenbar einen Frühstart hingelegt.

LG

Seoul - Gut eine Woche vor Beginn der Unterhaltungselektronikmesse Ifa in Berlin haben die Erzkonkurrenten LG und Samsung ihre neuen Smartwatch-Modelle vorgestellt. Die neue Gear S von Samsung soll über ein eigenes Mobilfunkmodul unabhängig von einem Smartphone online gehen können. Die G Watch R von LG unterscheidet sich vor allem durch ihr rundes Display von bisherigen Angeboten.

Dass die beiden Unternehmen ausgerechnet jetzt, kurz vor der Ifa, und fast zeitgleich ihre Neuigkeiten verkünden, zeigt den enormen Druck, unter den sich die koreanischen Konzerne gegenseitig setzen. Weltweit, vor allem aber in ihrem Heimatmarkt liefern sie sich einen erbitterten Konkurrenzkampf. Ursprünglich, davon kann man ausgehen, hatten die Firmen wahrscheinlich vor, die Computer-Uhren erst auf der Messe in Berlin zu präsentieren.

Besondere Aufmerksamkeit dürfte die Gear S von Samsung bekommen. Erstmals baut der Elektronikkonzern in eine seiner Smartwatches einen Mobilfunk-Anschluss und ein W-Lan-Modul. Die Uhr wird damit unabhängig von einem Mobiltelefon und kann vollkommen autark online gehen. Nachrichten, E-Mails und Meldungen aus sozialen Netzwerken kann die Gear S demnach auch ohne Mobiltelefon empfangen.

Ein Smartphone im Uhrenformat

Über eine Bildschirmtastatur und per Sprachbefehl soll man an der Uhr auch selbst Nachrichten verfassen oder beantworten können. Außerdem könne man über sie auch ganz normale Telefongespräche führen, schreibt Samsung. Im Grunde handelt es sich also um ein Smartphone im Uhrenformat.

Zum Hingucker wird die Gear S durch ihr langgestrecktes Zwei-Zoll-Display. Da der Bildschirm nicht wie üblich plan, sondern gebogen ist, soll sich die Uhr besonders angenehm am Handgelenk tragen lassen. Wie bei früheren Modellen ist auch die Gear S mit Bewegungssensoren und einem Pulsmesser bestückt. Zusätzlich ist ein GPS-Empfänger eingebaut.

Als Betriebssystem hat sich Samsung erneut für das von den Koreanern mitentwickelte Tizen entschieden, statt Googles Smartphone-Software Android Wear zu verwenden. Da Samsung mit Gear 2 und Gear 2 Neo schon zwei Smartwatches für dieses System im Angebot hat, gibt es dafür bereits eine erkleckliche Auswahl an Apps.

Es geht rund

Im Gegensatz zur Gear S hebt sich die G Watch R von LG weniger durch Technologie, sondern durch ihr Design von der Konkurrenz ab. Statt eines herkömmlichen rechteckigen Bildschirms hat sie ein kreisrundes Display, sieht deshalb aus, wie Armbanduhren traditionell aussehen. In seiner Pressemitteilung legt der Konzern viel Wert darauf, damit der erste zu sein, der ein solches Display auf eine Smartwatch montiert.

Dabei gebührt diese Ehre eigentlich Motorola. Der Konzern hatte seine Moto 360, die ebenfalls ein kreisrundes Display hat, bereits im März angekündigt und im Juni auf der Entwicklerkonferenz Google I/O gezeigt. Gerüchten zufolge wird der Konzern kommende Woche mit der Auslieferung dieser Uhr beginnen.

Außer der Form des Bildschirms teilen Moto 360 und G Watch R dasselbe Betriebssystem. Beide nutzen Googles Android Wear, sind auf ein per Bluetooth gekoppeltes Smartphone angewiesen, um Daten aus dem Netz abfragen zu können. Insofern ähneln sie Samsungs Gear Live und der G Watch von LG.

Beide Uhren sollen im Oktober in den Handel kommen. Die LG-Smartwatch soll 299 Euro kosten, für die Gear S hat Samsung noch keinen Preis angegeben.

mak



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Seite 1
bigbug1991 28.08.2014
1.
Die LG G Watch R ist sehr wohl die erste Uhr mit einem kreisrunden Display. Die Moto 360 hat an der Unterseite einen Rand der sie eben nicht kreisrund macht.
xxbigj 28.08.2014
2.
Ich frage mich nur was es bringen soll? Das ist doch keine Wahnsinnige neue Erfindung!! Ein Smartphone in Uhrenformat..das hat der Verfasser schon richtig erkannt! Geldmacherei mit Leuten die so was denken zu brauchen. Wenn sie wirklich mal was innovatives erfinden, dann wäre das eine News wert...
cor 28.08.2014
3. Portabel, portabler am portabelsten?
Ich kann mich grundsätzlich mit diesen Smartwatches nur wenig anfreunden. Letzten Endes sind diese völlig redundant zu Smartphones bis evtl. auf die Grösse und die Tatsache, dass man es am Handgelenk trägt. Neue Funktionalität ist so gut wie nicht vorhanden und - sind wir mal ehrlich - die Sensoren am Handgelenk sind höchstens eine nette Spielerei für Sportaffine, die ständig nach der Pulsuhr laufen. Ob es nun einen Unterschied macht, ob ich meinen Computer in der Hosentasche trage oder am Handgelenk, soll jedem selbst überlassen sein. Mir persönlich ist dieser "Vorteil", der auch nur in einigen wenigen Situationen wirklich greift, bestimmt nicht mehrere 100 Euro wert. Ich sehe ehrlich gesagt noch nicht, dass sich Smartwatches durchsetzen werden. Der Markt ist völlig übersättigt mit Smartphones.
vitalik 28.08.2014
4.
Zitat von corIch kann mich grundsätzlich mit diesen Smartwatches nur wenig anfreunden. Letzten Endes sind diese völlig redundant zu Smartphones bis evtl. auf die Grösse und die Tatsache, dass man es am Handgelenk trägt. Neue Funktionalität ist so gut wie nicht vorhanden und - sind wir mal ehrlich - die Sensoren am Handgelenk sind höchstens eine nette Spielerei für Sportaffine, die ständig nach der Pulsuhr laufen. Ob es nun einen Unterschied macht, ob ich meinen Computer in der Hosentasche trage oder am Handgelenk, soll jedem selbst überlassen sein. Mir persönlich ist dieser "Vorteil", der auch nur in einigen wenigen Situationen wirklich greift, bestimmt nicht mehrere 100 Euro wert. Ich sehe ehrlich gesagt noch nicht, dass sich Smartwatches durchsetzen werden. Der Markt ist völlig übersättigt mit Smartphones.
Wobei diese Smartwatch noch nicht einmal ein Ersatz für ein Smartphone ist. Was erkennt man auf diesem kleinem Display? Man kann doch unmöglich damit im Internet surfen und sinnvolle Apps kann man auch an der Hand abzählen. Im Grunde ist es eine Uhr, aber da gibt es durchaus bessere "normale" Uhren.
oli h 28.08.2014
5. Armbandgeuhre
Bin selber gespannt, ob ich mich mal für so ein Gerät begeistern kann. Eigentlich lebt's sich komplett ohne Armbanduhr wunderbar. Und entschleunigt auch ein bisschen.
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