Haushaltsroboter aus Japan Pepper soll den US-Markt erobern

Ein Roboter, der Emotionen lesen kann - so bewirbt Softbank seinen Haushaltsroboter Pepper. Die japanische Firma will den Alltagshelfer bald auch in den USA verkaufen. Branchenkenner sind skeptisch.

Aufnahme aus einer Pepper-Präsentation: In Japan kommt der Roboter schon im Februar auf den Markt

Aufnahme aus einer Pepper-Präsentation: In Japan kommt der Roboter schon im Februar auf den Markt


Ein japanischer Haushaltsroboter soll den amerikanischen Markt erobern. Softbank, ein ansonsten im Telekommunikations- und Medienbereich beheimatetes Unternehmen, hat angekündigt, seinen humanoiden Helfer namens Pepper ab Sommer 2015 in den USA zu verkaufen. Bislang werden Roboter vor allem in der Industriefertigung eingesetzt, Pepper dagegen wird als "Roboter, der Emotionen lesen kann", beworben. Das Nachrichtenportal "Bloomberg" berichtet, es habe schon zahlreiche Anfragen von Unternehmen im Finanz- und Bildungsbereich sowie aus der Gastronomie gegeben.

Pepper, mit 1,20 Meter so groß wie ein Hobbit, soll die Herzen seiner Besitzer mit verschiedenen Fähigkeiten gewinnen: So kann er zum Beispiel tanzen und Witze erzählen. Außerdem soll der Roboter in der Lage sein, die Stimmungslage seines Besitzers zu erkennen. Dabei hilft ihm ein Lasersensor, der seinen Strom wie die restliche Konstruktion aus einem Akku mit zwölf Stunden Kapazität zieht.

Vor dem Verkaufsstart in den USA will Softbank Pepper bereits in Japan anbieten. Dort soll er ab Februar für umgerechnet gut 1400 Euro erhältlich sein. Softbank-Chef Fumihide Tomizawa sagt, das Unternehmen wolle zunächst auf dem heimischen Markt Erfahrungen sammeln. "Ich wäre nicht überrascht, wenn Pepper zur Hälfte von Unternehmenskunden und zur anderen Hälfte von Privatinteressenten gekauft würde." In den USA soll der Haushaltsroboter in Ladenlokalen der Telefongesellschaft Sprint angeboten werden, ein genauer Verkaufspreis steht noch nicht fest.

Mit Jibo kommt 2015 ein Konkurrent

Dass Pepper ein echter Erfolg wird, kann sich das US-Tech-Magazin "The Verge" nur schwerlich vorstellen. Angesichts des vergleichsweise niedrigen Preis von noch nicht einmal 2000 Dollar sei kein allzu großer Funktionsumfang zu erwarten. Außerdem erinnerten Aussagen, die Softbank zu weiteren erforderlichen Optionen für ein Leben mit Pepper gemacht hat, an eine sehr teure Zusatzoption für einen Handyvertrag.

Mit Pepper scheint allerdings endgültig Bewegung in den Bereich der Haushaltsroboter zu kommen. Erst im Juli 2014 machte die Nachricht von einem anderen Roboter-Projekt die Runde, das ebenfalls auf eine private Käuferschaft abzielt. Der für den Wohnzimmer-Einsatz konzipierte Jibo kommt zwar nicht in menschenähnlicher Gestalt daher, soll aber zumindest als "sozialer Roboter" fungieren. Er serviert keinen Kaffee, kann aber auf Fragen antworten, Informationen aus dem Internet bereitstellen und Fotos oder Videos machen. Allerdings müssen Roboterfans noch eine Weile auf Jibo warten, die ersten Exemplare sollen Weihnachten 2015 ausgeliefert werden.

meu

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insgesamt 3 Beiträge
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Lexx 03.09.2014
1.
Ja schön und was kann der? Wenn er im Haushalt helfen kann, hat er sich den Titel eines Haushaltsroboters verdient.
criticalxlimit 11.09.2014
2. nutzlos...
Er kann fotos machen, im internet surfen..und mehr ned? das brauch die welt.... komisch..Industrieroboter sind auf den mm genau..schnell und erfassen alles mit ihren sensoren...aber nen elektro Roboti zu bauen der nen teller wegräumt..dat klappt ned o.O
Iyanga 12.09.2014
3.
Zitat von criticalxlimitEr kann fotos machen, im internet surfen..und mehr ned? das brauch die welt.... komisch..Industrieroboter sind auf den mm genau..schnell und erfassen alles mit ihren sensoren...aber nen elektro Roboti zu bauen der nen teller wegräumt..dat klappt ned o.O
Das klappt schon. Das Geschirr wegräumen macht dir nen programmierter Kuka problemlos, millimetergenau auch. Aber wer hat 60000 EUR dafür übrig?
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