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Armband als Bildschirm: Sony plant angeblich E-Ink-Smartwatch

FES-Prototyp: Nein, das ist nicht die Sony-Smartwatch, aber so ähnlich könnte sie aussehen Zur Großansicht
Fashion Entertainments/ YouTube

FES-Prototyp: Nein, das ist nicht die Sony-Smartwatch, aber so ähnlich könnte sie aussehen

Die nächste Sony-Smartwatch soll weniger können, dafür besser aussehen als die Konkurrenz. Das zumindest behauptet ein Medienbericht. Die Beschreibung der neuen Uhr erinnert stark an ein Projekt, das es bereits gibt.

Der japanische Elektronikkonzern Sony arbeitet an einer neuen Smartwatch, berichtet der Finanznachrichtendienst "Bloomberg". Sie sei allerdings anders als die Modelle der Konkurrenz und auch die bisher von Sony selbst produzierten Geräte. Anonyme Tippgeber sollen dem Blatt die noch nicht veröffentlichten Informationen gesteckt haben.

Demnach soll die Uhr mit einem klaren Fokus aufs Design entwickelt werden. Die Funktionalität spiele eine untergeordnete Rolle. Die Begründung: Viele potenzielle Käufer würde das eher klobige Aussehen aktueller Smartwatches vom Kauf abhalten. Uhren seien Lifestyle-Objekte, die vor allem aufgrund ihres Looks angeschafft würden, nicht, weil sie als zweiter Bildschirm für ein Smartphone taugen.

Trotzdem versprechen die Tippgeber ein auch technisch interessantes und anspruchsvolles Projekt. Denn die Uhr soll weitgehend aus einem flexiblen E-Ink-Display bestehen, das sich nicht nur über das Ziffernblatt, sondern auch über das Armband erstreckt.

Mit dieser Vorgabe erinnert das angebliche Sony-Projekt sehr an eine andere japanische Armbanduhr, nämlich die E-Ink-Smartwatch von Fashion Entertainments. Das Gerät, dessen Entwicklung per Crowdfunding finanziert wird, weist alle Merkmale auf, die auch der künftigen Sony-Uhr zugeschrieben werden: Sie nutzt auch als Armband flexible E-In-Displays.

Biegsame Bildschirme

Bildschirme mit E-Ink-Technik, also mit elektronischer Tinte, werden bisher vor allem in E-Readern eingesetzt. Zum einen bieten sie ein extrem ruhiges Bild, zum anderen lassen sie sich auch bei praller Sonne sehr gut ablesen. Vor allem aber brauchen sie wenig Energie.

Dass man solche Displays auch auf Folie herstellen kann, zeigte das britische Unternehmen Plastic Logic bereits Anfang 2013 am Rande der Elektronikmesse CES in Las Vegas. Damals waren die Prototypen allerdings noch sehr roh, unhandlich und von leistungsstarken Computern abhängig.

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Laut "Bloomberg" ist die neue Smartwatch ein Projekt der Innovationsabteilung, die Sony-Chef Kazuo Hirai ins Leben gerufen hat. Die Abteilung soll Mitarbeiter motivieren, eigene Ideen als neue Produkte vorzuschlagen und sich um Entwicklungsgelder zu bewerben.

Das Sortiment wird zusammengestrichen

Mit dem hausinternen Wettbewerb will Hirai offensichtlich die Entwicklung neuer Geschäftsfelder fördern, die er als unbedingt notwendig ansieht, um das Unternehmen voranzubringen. Denn richtig rund laufen die Geschäfte für Sony seit langem nicht mehr. Gerade erst hat Hiroki Totoki, neuer Chef von Sony Smartphone- und Tablet-Sparte, erklärt, er wolle das Mobilgeschäft des Konzerns wieder profitabel machen. Zuletzt war der Absatz um 20 bis 30 Prozent zurückgegangen.

Der Plan, nach Samsung und Apple die Nummer drei auf dem weltweiten Smartphone-Markt zu werden, sei etwas zu optimistisch gewesen, sagte Totoki dem "Wall Street Journal" zufolge. Nun wolle er das Sortiment zusammenkürzen und Billigmodelle aus dem Angebot nehmen, um wieder profitabel zu werden.

Ob der Verzicht auf Funktionalität zugunsten eines neuen Designs der angeblichen E-Ink-Smartwatch Teil dieses Plans ist, sagte Totoki freilich nicht. Auf Anfrage von "Bloomberg" wollte sich Sony nicht zum Thema äußern.

mak

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insgesamt 8 Beiträge
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1.
ingnazwobel 26.11.2014
Wieder ein Gimimck was kein Mensch braucht und auch keiner wirklich will außer vielleicht ein paar Technik Nerds. Die Smartwatches wird das gleiche Schicksal ereilen wie in den 70ern LCD Uhren mit Taschenrechner und nach 3 wöchigem Gebrauch in irgeneiner Schublade vergammeln.
2.
der_moralapostel 26.11.2014
Schön, dass Sie sich hier als Sprecher für alle hinstellen.
3. Und was ist mir der Pebble?
Blackwin62 26.11.2014
Das, was Sony "neu" auf den Markt bringen will, gibt es schon in Form der Pebble Smartwatch mit besagte, Display. Ich hab so ein Ding gekauft und ja - brauchen tut man das nicht, aber wenn man es hat, ist es nett. Und in dem Fall sogar bezahlbar. Wenn man dann in einer Besprechung eine eingehende Nachricht auf der Uhr lesen kann, hat das was. Aber das werden Kritiker eh nie verstehen. Die arbeiten ja heute auch noch mit dem Rechenschieber und der Reiseschreibmaschine, oder vielleicht doch nicht?
4.
harald_maier 26.11.2014
@blackwin62: Was hat denn das mit "Rechenschieber" zu tun? Es ist einfach - gelinde gesagt - Schwachsinn, mit einer Armbanduhr ein zweites, noch dazu winziges Display mit integrierter Fernbedienung für ein Smartphone einzusetzen, das man zu diesem Zweck ohnehin in der Tasche haben muß. Da kann man das Phone auch gleich in die Hand nehmen und hat für alle Andwendungszwecke, außer der Zeitanzeige, das bessere Interface. Ohne Smartphone in der Nähe reduziert sich die Funktion ohnehin auf eine reine Uhr. Also, warum eine solche Uhr nicht auf genau diese Funktion reduzieren, vielleicht ergänzt um einen Mini-Messenger, der einem signalisiert, wenn jemand angerufen/gesimst hat, und wer das war. Mehr braucht es nicht. Dafür kann man die Uhr kleiner und stylischer (wechselndes Aussehen) gestalten, und mit einem E-Ink-Display spart man auch Strom. Aktuelle Smartwatches halten ja nicht mal einen Tag durch. Das ist einfach praxisfern.
5. Sony... Kauf ich nicht!
Bearhawk 26.11.2014
Seit wir fur unser Kinder damals einen der bunten Sony Walkman gekauft hatten, der zwar "schweineteuer" aber dafuer schnell kaputt war, haben wir mit Sony Produkten immer wieder einen Reinfall erlebt. Teuer, unzuverlaessig und schnell defekt. Eine Firma von der wir nichts mehr kaufen werden.
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