Sony RX100: Kleine Kamera macht große Bilder

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Kleine Kamera mit großem Sensor: Die kompakte Digitalkamera RX100 wiegt so viel wie zwei Tafeln Schokolade und liefert auch in der Dämmerung rauscharme Fotos - allerdings mit einer Auflösung von 20,1 Megapixeln.

Kompaktkamera: So fotografiert die Sony RX100 Fotos
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Warum sollte man sich heute eine Kompaktkamera kaufen? Die Vorzüge gegenüber Fotohandys werden kleiner, inzwischen bietet sogar ein Smartphone (das Nokia 808 Pureview) einen erheblich größeren Bildsensor (mit entsprechend guter Bildqualität) in einem kleinerem Gehäuse als jede kompakte Digitalkamera. Wenn die technische Entwicklung so weiterläuft, ist für teure Hemdentaschenkameras mit winzigen Bildsensoren bald kein Platz mehr. Sicher, die Bedienung ist leichter, sie speichern Fotos im Rohdatenformat und haben bessere Objektive als Fotohandys - aber das reicht wohl kaum.

Sonys Kompaktkamera RX100 ist da eine echte Neuerung: Der Fotoapparat ist nur wenig größer als die Canon S100, eine der bislang leichtesten Edelkompakten. Doch in dem kleinen Gehäuse der RX100 bringt Sony einen Bildsensor mit fast zweieinhalb mal so großer Fläche unter, dazu ein Zoomobjektiv mit einer erstaunlich großen Blendenöffnung (f/1,8).

Wie gut ist diese Neuerfindung der Kompaktkamera?

Schön: Der große Bildsensor und die große Blendenöffnung erweitern die Gestaltungsmöglichkeiten deutlich. Man kann bei Aufnahmen den Hintergrund in Unschärfe verschwimmen lassen und das Motiv im Vordergrund herausstellen, viel mehr als das bei bisherigen Kompaktkameras möglich ist. Bei Aufnahmen in der Dämmerung sind die Fotos der RX100 im Vergleich zu denen herkömmlicher Kompaktkameras mit ihren kleineren Bildsensoren rauscharm, aber detailreich.

Die Bedienung der Sony RX100 ist klarer strukturiert als die der Sony-Systemkameras aus der Nex-Reihe. Die Kamera kombiniert übersichtliche Bildschirmmenüs mit physischen Bedienelementen wie dem Moduswahlrad (zum schnellen Wechsel zwischen Vollautomatik, Blenden- und Zeitpriorität) und einem Drehrad am Objektiv, das wie der Blendeneinstellring an Objektiven konstruiert ist. Dieses Bedienelement hat sich Sony bei Canons Edelkompaktkameras abgeschaut (den Modellen S90, S95 und S100).

Mit dem Einstellring kann man fokussieren, zoomen, Blendenöffnung oder Verschlusszeit einstellen. Zwischen diesen Funktionen wechselt man mit Hilfe des Schnellwahlmenüs. Dank vieler Hilfsmittel ist manuelles Fokussieren mit der RX100 einfacher als bei den meisten Kompaktkameras: Man kann den fixen Autofokus jederzeit zur Hilfe nehmen und dann von Hand nachjustieren, dabei hilft ein spezieller Anzeigemodus, der die Kanten scharf gestellter Gegenstände in auffälligen Farben hervorhebt.

Nicht so schön: 22,1 Megapixel Auflösung können eine Bereicherung sein, wenn man zum Beispiel bei der Aufnahme aus irgendwelchen Gründen nicht nah genug ans Motiv herankam und im Nachhinein einen Bildausschnitten im A4-Format ausdrucken will. Aber von solchen Sonderfällen einmal abgesehen: 22,1 Megapixel sind für einen Sensor in dieser Größe zu viel, mit weniger Bildpunkten auf der Fläche könnte die Kamera störungsärmere Aufnahmen liefern. Die Bildqualität ist trotz der hohen Auflösung der vieler Kompaktkameras überlegen. Denn bei der RX100 kommen aufgrund der größeren Sensorfläche weniger Bildpunkte auf einen Quadratzentimeter als bei der Konkurrenz, die Bildqualität bei schlechter Beleuchtung ist der einer Canon S100 überlegen.

Doch das könnte besser sein, man sieht bei einer ISO-Empfindlichkeit von 500, dass die Rauschunterdrückung der RX100 eingreift und Details verloren gehen. Weniger Megapixel wären mehr gewesen. Nokias Ingenieure haben beim Kamerahandy 808 Pureview diesen Kompromiss gewählt: Im Standardmodus rechnet die Software benachbarte Punkte des Bildsensors zu einem Pixel zusammen, maximal acht Megapixel hat so eine Aufnahme. Ärgerlich ist, dass der Akku der RX100 in der Kamera geladen werden muss, aber hier dürften Drittanbieter Abhilfe schaffen und externe Ladegeräte bauen.

Die Konkurrenz: Die RX100 ist gängigen Kompaktkameras (auch teuren Modellen wie der Canon S100, der Fujifilm X10 oder der Panasonic LX5) überlegen, der Bildsensor und die weiteste Blendenöffnung sind größer, dennoch ist das Gehäuse sehr klein. Selbst zu Systemkameras wie der Nikon J1 ist die RX100 eine echte Alternative - wenn man auf die Möglichkeit verzichten kann, Objektive zu wechseln.

Fazit: Eine Universalkamera ist die RX100 nicht, aber sie bietet Fotografen weit mehr Gestaltungsmöglichkeiten als die bisherigen Kompaktkameras. Gemessen an Bildqualität pro Gehäusevolumen setzt die RX100 einen neuen Maßstab.

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Vergleich: Sony RX100, Canon S100, Fujifilm X100
Kamera Sony RX100 Canon S100 Fujufilm X100 Fujifilm X10
günstigster Preis Gehäuse * 625 359 884 429,89
Maße (Gehäuse) 10,2 x 5,8 x 3,6 9,9 x 6 x 2,8 12,7 x 7,5 x 5,4 11,7 x 7 x 5,7cm
Volumen (Gehäusemaße), cm³ 212,96 166,32 514,35 466,83
Gewicht (Gehäuse mit Ojektiv ca. in Gramm) 213 198 405 330
Objektiv (kb-äquivalente Brennweite in mm, Blendenöffnung) 28 - 100 mm, f/1.8 - f/4,9 24 - 120 mm, f/2-f/5,9) 35 mm f/2 fest 28-112 mm kb-äquivalent., f/2 - f/1/2,8
Naheinstellgrenze 25 cm 3 cm 10 cm 1 cm
Auflösung (Megapixel) 20,1 12,1 12,3 12
Sensorgröße (cm²) 1,16 0,45 3,73 0,58
Megapixel pro cm² 17,33 26,80 3,29 20,7
Display (Zoll Diagonale) 3 Zoll, 1.229.000 Pixel 3 Zoll, 461.000 Pixel 3 Zoll, 460.000 Pixel 2,8 Zoll, 460.000 Pixel
Dateiformat JPG/RAW JPG/RAW RAW/JPG RAW/JPG
* günstigster Preis im deutschen Online-Handel (laut geizhals.at, Stand 24.7.2012)

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insgesamt 13 Beiträge
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1. Schade
vhn 25.07.2012
Zitat von sysopKleine Kamera mit großem Sensor: Die kompakte Digitalkamera RX100 wiegt so viel wie zwei Tafeln Schokolade und liefert auch in der Dämmerung rauscharme Fotos - allerdings mit einer Auflösung von 20,1 Megapixeln. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,846161,00.html
Einerseits hätte man wohl mehr aus der Sensorgröße an Bildqualität herausholen können und andererseits (das schreibt der Autor nicht) ist die Kamera gnadenlos überteuert! Der Preis ist eigentlich eine Frechheit von Sony. Eine Enttäuschung. Abgesehen davon finde ich es absolut albern, dass einige Medien (u.a. SPON) die Kamera des Nokia Pureview quasi zur Referenz der kompakten Digitalkameras erheben. Es handelt sich um eine feste Brennweite von kb-äquivalent 28mm und Blende 2,8. Sicher hätte jeder gern diese Kamera in seinem Handy. Aber als Ersatz für eine Kompakte reicht das doch im Leben nicht. Zumal dort der Preis ebenfalls unverhältnismäßig hoch ist. Ich drücke den Produkten mal die Daumen, dass die Gesetze des Markte greifen. Die Hälfte des Preises tut es bei beiden!
2. Schönes design und tolle Qualität aber....
xylomenos 25.07.2012
nicht gerade preisgünstig. Insofern nur bedingt Konkurent
3.
Oliver Gnutz 25.07.2012
Zitat von sysopKleine Kamera mit großem Sensor: Die kompakte Digitalkamera RX100 wiegt so viel wie zwei Tafeln Schokolade und liefert auch in der Dämmerung rauscharme Fotos - allerdings mit einer Auflösung von 20,1 Megapixeln. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,846161,00.html
Dieser Digitalhype wird genau so schnell wieder verschwinden, wie er gekommen ist. Ich erfreue mich immer gern an den Bildern die ich aus der Laborentwicklung hole (und meine Fuji macht tolle Bilder, blendet auf Wunsch sogar das Datum ein). DAB war auch so ein Hype, Minidisc auch - und Digitalfotografie oder dieses HDTV könnten Nachfolger auf den Spuren von DAB und Minidisc werden - viel Hype, wenig dahinter - und wieder weg. Schade ums Geld für die (dann sinnlose) Hardware.
4. noch viel zu teuer
deuterius 26.07.2012
625€ ist erstmal eine Menge Geld für etwas weniger Rauschen. Außerdem fehlt wieder mal ein optischer Sucher.Nebenbei sollten Sie erwähnen, dass eine Fuji X100 mal gar nicht in die Tabelle gehört. Die ist dem Sony Spielzeug haushoch überlegen.
5. .
markus_wienken 26.07.2012
Zitat von Oliver GnutzDieser Digitalhype wird genau so schnell wieder verschwinden, wie er gekommen ist. Ich erfreue mich immer gern an den Bildern die ich aus der Laborentwicklung hole (und meine Fuji macht tolle Bilder, blendet auf Wunsch sogar das Datum ein). DAB war auch so ein Hype, Minidisc auch - und Digitalfotografie oder dieses HDTV könnten Nachfolger auf den Spuren von DAB und Minidisc werden - viel Hype, wenig dahinter - und wieder weg. Schade ums Geld für die (dann sinnlose) Hardware.
Völliger Unsinn. Das Rad der Zeit wird sich nicht zurück drehen. Zweifellos. Aber für die meisten User ist das mit dem Film doch viel zu kompliziert und vor allem viel zu teuer. geht mir auch so. Und qualitativ sehe ich inzwischen eigentlich auch keinen Unterschied mehr. Yep, zum einen weil es vom Verbraucher nicht angenommen wurde und zum anderen weil es dann andere Systeme gab die sich durchsetzten. Hier sehe ich zur Digitalfotografie keine Alternative in Sichtweite, noch nicht einmal ansatzweise. Was soll denn die Digitalfotografie ersetzen? Da bin ich auf Ihre Antwort mal gespannt.
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Fototechnik-Fachbegriffe
Konrad Lischka
Klicken Sie auf die einzelnen Begriffe, um die Definitionen zu lesen
Brennweite
Konrad Lischka
Die Brennweite gibt eine Entfernung innerhalb des Objektivs einer Kamera an. Genauer: Die Brennweite ist der in Millimetern angegebene Abstand zwischen der Mittelachse der Linse und der Stelle, wo das einfallende Licht auf Sensor oder Film trifft. Relevant ist das für die Bildgestaltung so: Je höher die Brennweite, desto näher wird das abgebildete Objekt herangezoomt.

Die Brennweite verändert auch die Bildwinkel der Aufnahme. Hier spielen aber auch die verschiedenen Aufnahmeformate (sprich: Wie groß ist das auf den Sensor der Kamera einfallende Bild?) eine Rolle. Deshalb geben Hersteller meistens die sogenannte kleinbildäquivalente Brennweite (Equiv.135) an.

Kleinbildbrennweiten werden mit Werten wie zum Beispiel 24-60 mm bei digitalen Kompaktkameras angeben. Wenn ein solches Objekt den Bereich zwischen 17 und 35 mm umfasst (siehe Foto: links 35 mm, rechts 28 mm), sind Weitwinkelaufnahmen möglich (hilfreich, um zum Beispiel Menschengruppen oder Bauwerke aus nicht allzu großer Entfernung aufzunehmen), ab 50 mm ist man schon im leichten Telebereich.
Blendenöffnung
Für eine Kamera ist die Blende, was die Iris für das Auge ist: Diese Öffnung hat eine veränderbare Größe, und je größer sie ist, desto mehr Licht fällt ein. Bei kompakten Digitalkameras kann die Blende manchmal, bei Spiegelreflexkameras meistens auf Wunsch manuell eingestellt werden. Angegeben wird sie dabei mit der sogenannten Blendenzahl (wie um Beispiel 8, 5,6 oder 2,8).

Je größer die Blendenzahl (oft angegeben mit f/Blendenzahl), umso kleiner ist die Blendenöffnung. Konkret: Bei der Blendenzahl 4 ist die Blendenöffnung doppelt so groß wie bei der nächst höheren Blendenzahl 5,6. Die Blendenzahlen beruhen auf einer mathematischen Formel, nach der sich die sogenannte Blendenreihe berechnet. Hier verkleinert sich von Stufe zu Stufe die Blendenöffnung (0,5 / 0,7 / 1 / 1,4 / 2,8 / 4 usw.

Mehr Licht durch eine große Blendenöffnung ermöglicht eine kürzere Verschlusszeit. Eine möglichst kurze Verschlusszeit ist nötig, um sich schnell bewegende Objekte möglichst scharf aufzunehmen. Wer zum Beispiel einzelne Szenen eines Basketballspiels einer nicht allzu hell beleuchteten Sporthalle aufnehmen will, kann eine kleinere Blendenzahl (also eine größere Blendenöffnung) wählen und dafür die Verschlusszeit verkürzen. Als Richtwert gilt dabei: Ein Stufe abwärts in der Blendenreihe erlaubt eine gleichzeitige Halbierung der Belichtungszeit.

Gleichzeitig beeinflusst die Größe der Blendenöffnung die sogenannte Schärfentiefe. Grundregel: Je kleiner die Blendenzahl (und je größer somit die Blendenöffnung), desto geringer die Schärfentiefe. Geringe Schärfentiefe bedeutet: Das Motiv im Vordergrund ist scharf, der Hintergrund ist unscharf. Große Schärfentiefe bedeutet, dass die Partien im Vorder- und Hintergrund scharf auf dem Bild erscheinen.
Verschluss-/ Belichtungszeit
Wie lange die Blende geöffnet ist, wie lange also Licht auf den Sensor der Kamera fällt, gibt die Belichtungszeit an. Je länger diese Verschlusszeit ist, desto mehr Licht fällt auf den Sensor.

Diese Verschlusszeit wird meistens in Sekundenbruchteilen angegeben. 1/1000 ist zum Beispiel eine tausendstel Sekunde. Bei Kompaktkameras kann die Verschlusszeit manchmal, bei Spiegelreflexkameras immer auch manuell eingestellt werden. Angeben wird sie in Zeitstufen (wie 0,5"; 1/4; 1/8; 1/15; 1/30; 1/60; 1/125 usw.). Je größer die Zeitstufe, umso länger ist der Verschluss geöffnet.

Bei einer kurzen Verschlusszeit erscheinen auf dem Bild sich schnell bewegende Objekte scharf, bei längeren Verschlusszeiten wirken sie verwischt, das ist die sogenannte Bewegungsunschärfe. Verwendet man bei solchen Aufnahmen mit längeren Belichtungszeiten kein Stativ oder zumindest eine feste Unterlage für die Kamera, verwackeln die Aufnahmen oft durch die Bewegung der Hand. Ruht die Kamera auf einer festen Unterlage, kann man mit längeren Belichtungszeiten zum Beispiel Autos auf Fotos verwischt erscheinen lassen, während alle statischen Objekte in der Umgebung scharf erscheinen.

Bei sehr kurzen Belichtungszeiten ist eine starke Beleuchtung oder eine entsprechend große Blendenöffnung nötig, um ausreichende Belichtung zu gewährleisten. Grundregel: Stellt man eine Zeitstufe größer ein, kann man eine Blendenzahl weniger einstellen.
Schärfentiefe
Konrad Lischka
Schärfentiefe meint den Bereich in einer bestimmten Entfernung der Kamera, der auf dem Foto als scharf erscheint - je größten dieser Entfernungsbereich ist, umso größer ist die Schärfentiefe.

Konkret: Geringe Schärfentiefe bedeutet, dass das Motiv im Vordergrund scharf, der Hintergrund aber unscharf ist. Große Schärfentiefe bedeutet: Die Partien im Vorder- und Hintergrund erscheinen auf dem Bild scharf. Die Schärfentiefe eines Bildes hängt unter anderem von der Größe der Blendenöffnung ab, aber auch von der Brennweite des Objektivs und dem Bildformat beziehungsweise der Sensorgröße.
Sensorgröße
Die Größe des Fotosensors einer Digitalkamera beeinflusst neben anderen Faktoren die Qualität der Fotos. Angegeben wird die Größe oft in Standardgrößen wie 1/2,3 Zoll oder 1/1,7 Zoll. Diese Größen sind von einem Format für TV-Kameras aus den fünfziger Jahren übernommen, haben keinen direkten Zusammenhang mit der Oberfläche des Sensors.

Einige Beispiele für Sensorgrößen:

- 1/2,3", z.B. Pentax Q: 0,28 cm²
- 1/1,7", z.B. Canon G12, Canon S100: 0,43 cm²
- 2/3", z.B. Fujifilm X10:0,58 cm²
- 1", z.B. Nikon J1, Sony RX100: 1,16 cm²
- 4/3", z.B. Panasonic GF3: 2,25 cm²
- Canon G1X: 2,62 cm²
- Canon APS-C, z.B. 7D: 3,32 cm²
- Nikon DX, z.B. Nikon D90: 3,72 cm²
- Sony APS-C, z.B. Nex-5n: 3,81 cm²
- Kleinbild-Vollformat, z.B. Canon 5D Mark II, Nikon D700, Sony A900: 8,64 cm²
- Mittelformat, z.B. Pentax 645D: 17,28 cm²

Ein Problem bei der Sensorgröße entsteht, wenn auf der gleichen Fläche immer mehr Fotodioden untergebracht werden. Sprich: Eine digitale Kompaktkamera mit derselben Auflösung (gemessen in Megapixel) wie eine Spiegelreflexkamera bringt dieselbe Menge an Fotodioden auf einer kleineren Oberfläche unter. Eine Folge: Auf der kleinen Fläche erreicht weniger Licht jede einzelne der Fotodioden, das Signal muss daher verstärkt werden, was wiederum mehr Störungen, das sogenannte Bildrauschen, mit sich bringt.
Lichtempfindlichkeit / ISO-Wert
Konrad Lischka
Wie lichtempfindlich Filmmaterial ist, wird unter anderem mit den sogenannten ISO-Werten angegeben. Ein Film mit ISO 200 ist doppelt so lichtempfindlich wie ein ISO-100-Film, bei ISO 400 verdoppelt sich die Lichtempfindlichkeit gegenüber ISO 200 und so weiter.

Bei Digitalkameras haben die Hersteller diese Skala übernommen, um die Empfindlichkeit anzugeben. Wenn in einem dämmrigen Umfeld die Verschlusszeit wegen Verwacklungsgefahr nicht stark genug erhöht werden kann und eine allzu große Blendenöffnung wegen des Verlusts an Schärfentiefe nicht erwünscht ist, kann die Empfindlichkeit erhöht werden, um eine ausreichende Belichtung zu gewährleisten. Hebt man die ISO-Stufe um einen Schritt an, kann die Verschlusszeit zum Beispiel um einen Schritt vermindert werden.

Bei Digitalkameras verstärkt die Software das auf dem Sensor eingehende Signal. Dabei verstärkt die auch die Störungen, das sogenannte Bildrauschen nimmt zu.
Megapixel
Der Megapixel-Wert gibt die Auflösung einer Digitalkamera an, also wie viele Bildpunkte der Sensor erfasst. Ein Megapixel entspricht einer Million Bildpunkte. Aus der Pixelmenge resultiert die Rasterung beim Druck der Fotos - je höher die Auflösung, desto größer können die Fotos gedruckt werden, ohne dass die Pixel sichtbar werden.

Laut Kodak genügt für einen Ausdruck in A4-Format (20x30 cm) in guter Qualität eine Auflösung von 1920 x 1280 Pixeln (2,4 Megapixel), für optimale Qualität ist eine Auflösung von 2160 x 1440 Pixeln (3,1 Megapixel) nötig.

Eine digitale Kompaktkamera mit derselben Auflösung wie eine Spiegelreflexkamera bringt dieselbe Menge an Bildpunkten auf einer kleineren Sensoroberfläche unter. Eine Folge: Auf der kleinen Fläche erreicht weniger Licht jeden einzelnen der Bildpunkte, das Signal muss daher verstärkt werden, was wiederum mehr Störungen durch das sogenannte Bildrauschen mit sich bringt.
Bildrauschen
Konrad Lischka
Die Ursache für das Bildrauschen sind physikalische Effekte auf dem Bildsensor und den dort untergebrachten Fotodioden, vor allem den sogenannten Dunkelstrom. Wie stark diese Effekte im Foto sichtbar (siehe Foto mit 1600 ISO) sind, hängt von mehren Faktoren ab:

- Bei gleicher Auflösung rauschen Sensoren mit kleinerer Oberfläche stärker als größere.

- Je stärker die Lichtempfindlichkeit der Kamera eingestellt ist, umso stärker ist das Rauschen, da das vom Sensor eingehende Signal verstärkt wird - einschließlich der Störungen.

- Je wärmer der Sensor ist, umso stärker ist das Bildrauschen.

Digitalkameras nutzen diverse Software-Routinen, um das Bildrauschen schon beim Abspeichern einer Aufnahme herauszurechnen. Die Hersteller nutzen verschiedene Verfahren mit unterschiedlichen Ergebnissen. Manchmal beeinträchtigt die Rauschunterdrückung wiederum die Schärfe eines Bildes sichtbar.
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