Roboterspielzeug: Legospielen mit Controller

Lego-Roboter: Hightech in Plastiksteinen Zur Großansicht
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Lego-Roboter: Hightech in Plastiksteinen

Eine neue Generation der Lego-Roboter kann kommen: In Japan haben Forscher gezeigt, wie sie das Spielzeug mit Videospiel-Technik erweitern. So sollen die Bausteine wieder spannender werden als die Spielkonsole.

Bisher mussten sich Kinder entscheiden: Auf dem Teppich sitzend in der Bausteinkiste kramen oder vor dem Bildschirm mit dem Konsolen-Controller zocken. Das Toy-Alive-Projekt von Sony will beides kombinieren. Zusammen mit Lego versucht der Elektronikkonzern, die Bausteine mit neuester Technik zum lebendigen Videospiel zu machen. Am Tag der offenen Tür der Sony Computer Laboratories zeigten Entwickler, mit welchen Konzepten sie Kinder von den Bildschirmen weglocken wollen.

"Wir versuchen, den Kindern eine neue Plattform zu bieten", sagte Toy-Alive-Entwickler Alexis Andre der "Japan Times". In Tokio führte er vor, wie er sich das vorstellt: Mit einem Videospiel-Controller dirigierte er einen aus Lego gebauten Roboter und versuchte, damit einen anderen Plastikroboter zu fangen. Den wiederum steuerte ein Computer.

Die Herausforderung für die Forscher liegt in der Miniaturisierung der Elektronik, so dass sie zukünftig auch in die Bausteine passen könnte. Das Einbetten von Leuchtdioden funktioniert bereits. Auch Mechanismen, die Figuren auf Knopfdruck auseinanderfallen lassen, haben die Forscher entwickelt. So können die Wissenschaftler mit durchsichtigen Steinen brennende Spielzeughäuser simulieren oder Effekte erzielen, die wie Explosionen wirken. Sie arbeiten auch daran, Kameras in das Spielzeug zu integrieren, um Videodaten an Smartphones oder Tablets senden zu können.

Die Idee, die Bausteine mit Technik zu kombinieren, hat Lego in seiner Roboterreihe Mindstorms schon vor Jahren umgesetzt, will aber mit der neuen Technik offenbar auch eine jüngere Zielgruppe ansprechen. Ob und wann überhaupt die neuen Spielzeugbausteine in Kinderzimmern landen, ist noch unklar. Das Toy-Alive-Projekt befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase. Vor allem die kurze Batterielaufzeiten machen den kleinen Robotern zu schaffen.

Stein für Stein zum Roboter

kpg

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Sehr interessante Entwicklung
tam_venceremos 10.06.2013
Ich bin der Überzeugung, dass lego stark zur positiven Entwicklung von Kindern beiträgt und habe das Aufkommen der Videospielgeneration mit starkem Misstrauen beäugt. Dinge selbst zusammen zu bauen und dann zu sehen wie es funktioniert - großartiges Gefühl für alle "Spielenden". Mich wundert dabei nur, dass Sony sich damit ja eigentlich den eigenen Markt der Konsolenspiele wegschnappt.
2. Lego vs. Playstation
quadratschreiber 10.06.2013
@tam_venceremos: Ich bin ebenfalls ein großer Fan von Lego und habe meine Sammlung den eigenen Kindern vererbt. Im Gegensatz zu Ihnen glaube ich aber nicht, dass Sony sich mit solch einer Kooperation Kunden vergrault - im Gegentei: Die Roboter im Video werden mit Controllern gesteuert. Nehmen wir mal an, dass das Playstation-Controller sind und man eine PS-wasauchimmer benötigt, um um das System zu benutzen. Auf diese Weise würde Sony sogar Neukunden gewinnen können, die Videospielkonsolen ansonsten niemals anschaffen würden. Mich zum Beispiel.
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