Sony Xperia V im Test Dieses Handy kann man wässern

Technisch weit vorne, rasend schnell und außerdem staub- und wasserdicht: So bewirbt Sony das Android-Smartphone Xperia V. Unser Test zeigt, ob das Highend-Handy diese Attribute wirklich verdient.

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Langsam kriegt Sony den richtigen Dreh. In den letzten Jahren hat der Konzern mit einigen wenig begeisternden Handy-Modellen enttäuscht. Zuletzt mit dem Xperia T, eine erschütternde Kombination aus unschön klobiger Gestaltung und Mittelmäßigkeit. Sein größter Verdienst war wohl, per Product Placement im aktuellen "James Bond"-Film gezeigt zu werden - zum Glück recht unauffällig. Das Xperia V könnte einige der Scharten auswetzen, die Sonys Modell T hinterlassen hat.

Dabei macht es auf den ersten Blick einen eher langweiligen Eindruck. Es sieht mit seiner großen schwarzen Glasfront auf den ersten Blick eben aus wie die meisten aktuellen Touchscreen-Handys. Als tragendes Element fungiert bei unserem schwarzen Testgerät ein umlaufender grauer Metallrahmen. Für das erste Aha-Erlebnis sorgt der leicht angeraute Kunststoffdeckel auf der Rückseite. Er verleiht dem Xperia V eine angenehm anzufassende, samtige Oberfläche. Dass es sich gut in der Hand anfühlt, dürfte aber auch daran liegen, dass der Rücken leicht konkav gebogen ist. Das fällt zwar erst auf den zweiten Blick auf, ist aber spürbar.

Das nächste Aha-Erlebnis kommt nach dem Einschalten des Bildschirms. Sonys typisch schwarz und blau gefärbte Bildschirmhintergründe lassen es nur erahnen: Aber sobald man im Web surft oder Fotos und Filme darauf anschaut, merkt man, wie brillant das Display ist, wie kräftig die Kontraste und wie intensiv die Farben wiedergegeben werden. Die Auflösung von 1280 x 720 Bildpunkten sorgt auf dem 4,3-Zoll-Display dafür, dass Farbübergänge weich gemalt und Schriften scharf gezeichnet werden.

Die Technik ist top

Der von Qualcomm zugelieferte Snapdragon-S4-Dualcore-Prozessor hat keine Mühe, die dafür notwendigen Datenmengen durch den ein Gigabyte großen Arbeitsspeicher zu schaufeln. Zumindest fielen uns beim Testen keine Ruckler und keine lästigen Wartezeiten auf. Leistungsprüfungen mit den Testprogrammen Geekbench 2 und AnTuTu Benchmark bestätigen diesen Eindruck mit Messwerten, die im oberen Bereich und rund 30 bis 40 Prozent über den Vergleichswerten eines iPhone 5 liegen.

Ähnlich üppig ist die Ausstattung mit Funktechniken. Das W-Lan-Modul unterstützt alle aktuellen Standards. Bluetooth-Verbindungen werden nach der Strom sparenden Bluetooth-Version 4.0 aufgebaut, und auch ein NFC-Chip ist eingebaut. Für unterwegs beherrscht das Sony-Handy ebenfalls alle gängigen Mobilfunkstandards, inklusive der schnelle Techniken HSPA+ und aller in Deutschland genutzten LTE-Frequenzen. Dass für Navigation Empfänger für GPS und das russische Glonass integriert sind, wundert nicht.

Bemerkenswert sind dagegen die beiden Digitalkameras. Während die zum Anwender gerichtete Chat-Kamera mit VGA-Auflösung und krisseligem Bild wenig Lust auf Videochats macht, scheint die rückseitig eingebaute 13-Megapixel-Kamera ihrem Gegenstück im Xperia T zu entsprechen. Sie gehört zu den besten derzeit verfügbaren Handykameras. Sie fokussiert sehr schnell, wobei man den Fokus per Fingertipp auf dem Display verschieben kann. Die Fotoqualität ist sehr gut, nur bei hohen Vergrößerungsstufen fallen Artefakte auf. Aufnahmen bei wenig Licht sind allerdings keine Stärke des Sensors. Sie fallen sehr mäßig aus, sind von starkem Bildrauschen geprägt.

Der Wasserfest-Test

Einer ganz anderen Art von Rauschen, nämlich dem von Wasser, musste sich das Xperia V stellen, als wir seine von Sony angepriesene Staub- und Wasserdichtigkeit nach den Standards IP55 und IP57 überprüften. Unter einem laufenden Wasserhahn und in einem gefüllten Wasserglas setzten wir das Gerät großen Mengen Flüssigkeit aus - deren Anwesenheit die Sony-Technik komplett ignorierte und vollkommen ungerührt weiterarbeitete.

Der einzige Haken dabei: Damit das funktioniert, müssen alle Anschlüsse mit den entsprechenden Plastikklappen verschlossen sein. Das ist etwas lästig. Außerdem sollte man nach derart feuchten Ausflügen einmal Rückendeckel und Akku entfernen und das Handy abtrocknen, schon um hässliche Kalkablagerungen zu vermeiden.

Vorteile und Nachteile

Kräftiger, kontrastreicher Bildschirm

Schneller Prozessor

Sehr gute Kamera (bei guter Beleuchtung)

Viele integrierte Netzwerkstandards

Wasser- und Staubdicht

Gute Handlichkeit

Schlechte Fotoqualität bei wenig Licht

Nur 8 GB eingebauter Speicher

Fazit

Mit dem Xperia V ist Sony auf dem richtigen Weg. Eine erfreuliche Überraschung war das mitgelieferte Headset, dessen Tragekomfort zwar verbesserungswürdig ist, das aber einen angenehm klaren und kräftigen Klang produziert. Technisch hat das Android-Smartphone fast alles zu bieten, was man sich von einem Oberklasse-Gerät wünschen kann. Abgesehen von einer Möglichkeit, den Akku drahtlos aufzuladen. Dafür entschädigt die Kamera mit ihrer Bildqualität und hebt das Xperia V aus der Masse heraus - solange genug Licht da ist.



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insgesamt 31 Beiträge
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Seite 1
ErkanGecici 14.02.2013
1. Das
Hört sich äußerst interessant an. Die Vorgänger von diesem Sony Smartphone waren ja meist nicht so prickelnd..
-5m 14.02.2013
2.
Ich freue mich schon darauf meine Freunde wieder ins Wasser schubsen zu können ohne vorher fragen zu müssen ob Sie ihr Handy in der Tasche haben..
impeerator 14.02.2013
3. Sony holt auf
Immer wieder lustig, wie überrascht Tester jedesmal sind, wenn sie feststellen, dass es auch noch andere Hersteller als Birne und Samsung gibt. Warum die bisherigen Sony-Smartphones als eher schlecht beschrieben werden, kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Das Xperia S beispielsweise ist ebenfalls ein hervorragendes Gerät (wie ich aus täglicher Praxiserfahrung berichten kann). In manchen Dingen dem ach so hochgelobten iPhone 5 überlegen, dafür kostet es nicht einmal halb soviel. Darüber sollte man sich mal Gedanken machen. Ab und zu einfach mal über den Tellerrand schauen!
bizaflare 14.02.2013
4. iPhone Klon?
Optisch sieht das Gerät so aus, als hätte man großen Wert darauf gelegt, dass man es unter allen Umständen mit einem iPhone verwechseln soll. Apple will sue - und das zu Recht. Ansonsten: Noch ein Android. Gähn. Bringt lieber mehr zum Windows Phone!
sikasuu 14.02.2013
5. Smartphones kommen MIR erst dann in die Tasche.....
... wenn ich vollen, uneingeschränkten Zugriff auf das OS UND die Programme habe. . Auch eine wasserdichte "Spionagewanze" bleibt eine "Wanze" . Meint Sikasuu
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