Apple-Mitgründer So suchte Steve Jobs mit 18 eine Stelle

Nicht einmal seinen eigenen Namen schrieb Steve Jobs richtig, als er 1973 ein Bewerbungsschreiben ausfüllte. Nun wird das von Fehlern strotzende Dokument des späteren Apple-Mitgründers versteigert.

Apple-CEO Steve Jobs (links unten) vor einem Foto von ihm selbst und Steve Wozniak
REUTERS

Apple-CEO Steve Jobs (links unten) vor einem Foto von ihm selbst und Steve Wozniak


Reihenweise Rechtschreibfehler und ein gewisser Mangel an Entschlossenheit zeichnen ein Bewerbungsschreiben des späteren Apple-Mitgründers Steve Jobs aus. Das einseitige Dokument aus dem Jahr 1973 wird ab dem 8. März versteigert - zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit. Mindestens 50.000 US-Dollar soll es wert sein, sagt der Anbieter RR Auction.

Auf was für eine Stelle Jobs sich damals bewarb, geht aus dem Dokument nicht hervor. Es zeigt nur, dass der spätere Perfektionist zumindest phasenweise wenig Wert auf Details legte. Angefangen beim Namen: "Steven jobs" steht auf dem Schreiben, mit kleinem "j". Telefon? - "Keins". Als Adresse hatte er lediglich "reed college" angegeben - das College in Portland, Oregon, an dem er als 18-Jähriger Kurse in Tanz, Kalligraphie und Shakespeare nahm, aber keinen Abschluss machte.

Die Frage nach einem Führerschein hatte Jobs mit einem Ja beantwortet. Aber hinter "Zugang zu einem Transportmittel" schrieb er lapidar: "Möglich, aber nicht wahrscheinlich."

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Steve Jobs: Sie nannten ihn iGod

Im Abschnitt über Fähigkeiten und Interessen erwähnte er Computer, Technik, Design und "digital", dazu schrieb er den kontextlosen Halbsatz "from Bay near Hewitt-Packard". Er hatte also jenes Unternehmen falsch geschrieben, bei dem er als 12-Jähriger mal einen Ferienjob hatte.

Jobs-Devotionalien bringen häufig fünfstellige Summen

Jobs Karriere nahm trotz der seltsamen Bewerbung Fahrt auf: Drei Jahre später, 1976, gründete er zusammen mit Steve Wozniak und Ronald Wayne die Firma Apple Computer.

Das Bewerbungsschreiben war bereits im Dezember versteigert worden, für 18.750 Dollar. Nun kommt es erneut unter den Hammer, wie auch zwei weitere Dokumente, die mit Jobs zu tun haben: eine 2001 von ihm unterschriebene Anleitung für Mac OS X sowie ein Zeitungsartikel von 2008 mit einem Jobs-Autogramm. Sie sollen 25.000 beziehungsweise 15.000 Dollar einbringen.

Ungewöhnlich wäre das nicht. Ein von Jobs unterschriebenes Magazin brachte mal 50.000 Dollar ein, seine Lederjacke mehr als 22.000 Dollar. 2011 starb Jobs an Krebs.

BBC Doku über Steve Jobs: Der Multi-Milliarden Dollar Hippie

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pbe/Reuters

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insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
chlorid 23.02.2018
1.
Wenn es so wäre, dann war es nicht nötig. Das Wortspiel funktioniert auch mit Steve jobs. Dafür hätte er nicht seinen Vornamen falsch schreiben müssen.
Kunstgriffe 23.02.2018
2. Wirklich?
Wenn ich einen Job nicht haben will, würde ich es genauso machen. Wer glaubt, er hätte es nicht besser gekonnt, ist naiv (und muss weiter Windows benutzen ;).
Dr.Fuzzi 23.02.2018
3. Och Joh!
Es zeigt nur eines sehr deutlich: Das niemand perfekt lesen und schreiben muss, um real erfolgreich zu sein - Basiskenntnisse des Rechnens sind allerdings immer wieder sehr hilfreich!
Xberg5 24.02.2018
4. Ja!
Jobs wollte den Job haben. Wer glaubt, er hätte es besser gekonnt, ist naiv (und muss weiter Apple-Produkte benutzen).
hausmeister2000 25.02.2018
5. Einfach mal ins eigene Archiv schauen
Wäre es wirklich zuviel Arbeit gewesen, noch dazu zu schreiben, dass Steve Jobs ein Legastheniker war? Hat der Spiegel zumindest schon in 2014 geschrieben: http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/autismus-adhs-legasthenie-psychische-stoerungen-foerdern-kreativitaet-a-961162.html
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