24. Dezember 2012, 19:07 Uhr

Millionenstreit beigelegt

Steve-Jobs-Yacht darf in See stechen

Die Ketten sind gelöst: Nach der Zahlung einer Kaution darf die über hundert Millionen Euro teure Super-Yacht des verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs in See stechen. Der Designer des Luxusschiffes, Philippe Starck, hatte sie zuvor beschlagnahmen lassen. Er fordert noch drei Millionen Euro Honorar.

Amsterdam - Der Millionenstreit um die Super-Yacht des verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs scheint beigelegt. Die "Venus" liege nicht mehr an der Kette und könne den Hafen von Amsterdam jederzeit verlassen, teilten die Hafenbehörden am Montag mit. Das Schiff war auf Antrag des französischen Stardesigners Philippe Starck vergangene Woche von einem Gerichtsvollzieher vorübergehend beschlagnahmt worden.

Starck hatte bei den Erben des im vergangenen Jahr gestorbenen Apple-Gurus eine noch offene Zahlung von fast drei Millionen Euro angemahnt: Dem Designer zufolge wurde für seinen Anteil an der Arbeit eine fixe Summe von neun Millionen Euro vereinbart, sechs Prozent des Baupreises von geschätzt 150 Millionen Euro.

Nach Ansicht der Erben sollte der Designer allerdings sechs Prozent der tatsächlichen Gesamtkosten erhalten. Da die "Venus" mit 105 Millionen Euro billiger war als geschätzt, boten sie ihm sechs Millionen Euro an. Nach Zahlung einer Kaution durch den Nachlassverwalter wurde die Yacht nun wieder freigegeben. Zur Höhe der Summe wollte der Anwalt der Erben, Gérard Moussault, jedoch keine Angaben machen.

Die 80 Meter lange "Venus", die mit Hilfe von sieben iMacs gesteuert werden soll, war vor zwei Monaten vom Stapel gelassen und der Witwe von Jobs übergeben worden. Steve Jobs hatte die Arbeit an dem Luxusschiff in einer Biografie noch als Ausdruck seines Lebenswillens bezeichnet. Im Oktober 2011 starb der Mitbegründer von Apple an den Folgen eines Krebsleidens.

irb/afp/dpa


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