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05. Mai 2012, 09:28 Uhr

Neue Gadgets

Strampelbike fürs Trimm-Dich-Meeting

Von Frank Müller

Eine Gruppen-Tretmühle soll Strom erzeugen und Hirnstöme anregen. Außerdem in der wöchentlichen Gadget-Schau von neuerdings.com: Ein Stylus mit durchsichtigem Kopf und eine solarbetriebene Saugnapf-Einrichtung zum Sprechen.

Mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, hält zwar fit, der morgendliche Berufsverkehr birgt aber auch Gefahren. Das We-Bike soll bewegungsarmen Arbeitsdrohnen die Möglichkeit bieten, beim Arbeiten zu strampeln, um in Form zu bleiben. Dabei geht es nicht darum, auf dem We-Bike ins Schwitzen zu kommen. Ganz lockeres Pedalieren ist das Ziel, eine halbe Stunde täglich soll ausreichen. Ganz nebenbei erzeugen die We-Bikes so nicht nur mehr Gesundheit, sondern auch noch Energie.

Wie man sieht, kann man auch informelle kleine Meetings auf den We-Bikes abhalten, ohne gleich außer Atem zu kommen. Zudem soll die Bewegung die Produktivität steigern. Dabei bezieht sich das Unternehmen auf eine niederländische Studie, nach der sich die Lesegeschwindigkeit um 30 Prozent steigert, wenn man mit rund 30 Prozent seiner persönlichen Maximalleistung in die Pedale tritt.

Über eine integrierte Steckdose kann man außerdem ein Gadget seiner Wahl laden. Leuchtet die zur Steckdose gehörige LED, reicht der Strom zum Laden aus. Falls nicht (zum Beispiel bei einem leistungsstärkeren Notebook), muss man eben ein paar Umdrehungen zulegen. Für Privatleute sind die We-Bikes wohl eher nicht gedacht: Rund 10.000 Euro kostet es, eine ganze Menge für ein Trimm-Dich-Rad mit Zusatzfunktion.

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Spitzen-Stift für iPad und Co.

Ist das die Lösung? Stifte für iPad und Co. haben eines gemeinsam: Eine dicke Gummispitze, die einen menschlichen Finger nachahmt und darum den Namen Spitze eigentlich gar nicht verdient. Der Adonit Jot Pro soll dagegen endlich für Präzision beim Zeichnen und bei anderen Aktionen auf dem Touchscreen sorgen.

Das Problem war bisher, dass man nur ungefähr ahnen konnte, wo die Spitze des Stiftes aufsetzt. Der Adonit Jot Pro soll das Zeichnen auf dem Touchscreen deutlich präziser machen. Da kapazitive Touchscreens in etwa die Grundfläche eines menschlichen Fingerdrucks benötigen, um eine Eingabe zu erfassen, kann man keine Spitze mit geringem Durchmesser verwenden. Adonit hat hier einen Trick angewandt und benutzt eine transparente Plastikscheibe, um den Durchmesser eines Fingers zu simulieren. Diese Plastikscheibe sitzt auf einer kugelförmigen Spitze. Für den Zeichner wirkt es, als würde er mit der Metallspitze schreiben, das iPad hingegen registriert die breite Plastikscheibe als Finger.

Theoretisch müsste diese Kombination ein perfektes Eingabegerät ergeben, auch für Apps wie das gerade angesagte "Draw Something". Praktisch hakt es wohl noch hier und da. So gibt es bei einigen Applikationen wohl einen kleinen Versatz zwischen Strich und Spitze, weil die Programmierer dadurch das Zeichnen oder Schreiben mit dem Finger vereinfachen wollten. Bei Online-Händlern kostet der Stift rund 30 Euro.

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Freisprech-Power aus der Sonne

Griffin stellt mit dem Smart Talk Solar eine neue Bluetooth-Freisprecheinrichtung vor. Das Besondere daran ist die zusätzliche Energieversorgung über Solarzellen.

Damit die Freisprecheinrichtung Smart Talk Solar längere Zeit durchhält, muss sie zum Beispiel an einer Windschutzscheibe im Auto platziert werden. Eine transparente Halterung wird mit Saugnäpfen befestigt, so dass die Solarzellen in Richtung Himmel zeigen. Griffin verrät leider keine Zahlen, aber offenbar rechnet das Unternehmen nicht damit, dass die Kraft der Sonne allein ausreichen wird, die Freisprecheinrichtung zu laden. Eine verlängerte Nutzungsdauer im Vergleich zum reinen Akkubetrieb wird aber versprochen.

Smart Talk Solar kostet beim Hersteller rund 52 Euro, dazu kommt noch der Versand.

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