3-D-Drucker Profi-Firma kauft MakerBot für Hunderte Millionen Dollar

Der 3-D-Drucker-Hersteller Stratasys übernimmt den Wettbewerber MakerBot für 403 Millionen Dollar in Aktien. MakerBot hat in den drei Jahren seit seiner Gründung 22.000 günstige 3-D-Drucker verkauft, die klein genug für einen Schreibtisch sind.

MakerBot 3-D-Drucker: Schreibtisch-Drucker für vergleichsweise wenig Geld
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MakerBot 3-D-Drucker: Schreibtisch-Drucker für vergleichsweise wenig Geld


MakerBot stellt kleine, vergleichsweise günstige 3-D-Drucker her. Die Drucker der jungen Firma aus New York stehen in Hackerspaces, bei Bastlern zu Hause und auch in Firmen. Nun will ein Konzern, der seit vielen Jahren 3-D-Drucker für den Einsatz in der Industrie herstellt, MakerBot übernehmen. Der amerikanisch-israelische Hersteller Stratasys und MakerBot haben eine Vereinbarung unterzeichnet, nach der die MakerBot-Besitzer 403 Millionen Dollar in Aktien bekommen sollen.

MakerBot hatte anfangs Bauanleitungen für seine Geräte veröffentlicht und sich damit einen Namen in der Hacker- und Bastler-Community gemacht. Das Einsteigermodell Replicator 2 (hier unser Testbericht) gibt es schon für rund 1640 Euro. Binnen neun Monaten verkaufte sich das Gerät 11.000-mal. Insgesamt hat die Firma nach eigenen Angaben seit der Gründung 2009 doppelt so viele 3-D-Drucker verkauft. Zuletzt hielt die Firma aber Anleitungen und Code eines neuen Modells zurück.

Der Zusammenschluss werde es MakerBot ermöglichen, "noch mehr Leute zu erreichen", sagte Mitgründer und Firmenchef Bre Pettis am Mittwoch. Bisher kamen 3-D-Drucker, die Gegenstände aus kleinen Plastikpartikeln zusammensetzen, vor allem beim Modellieren in der Industrie zum Einsatz. Hier hat auch Stratasys seine Kunden. Mit günstigeren Geräten setzt sich der 3-D-Druck nun langsam auch im Privatbereich durch.

Wenn die Kartellbehörden grünes Licht geben, soll die Übernahme im dritten Quartal abgeschlossen sein. MakerBot soll als eigenständige Tochterfirma weitergeführt werden. Pettis bleibt an der Spitze. Er und seine Partner bekommen Stratasys-Aktien im Wert von 403 Millionen Dollar. Wenn sich die Übernahme als Erfolg herausstellen sollte und bestimmte Ziele erreicht werden, erhalten die Verkäufer ein Nachschlag von Stratasys-Anteilen im Wert von 201 Millionen Dollar (nach dem heutigen Aktienkurs).

ore/dpa

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