Tablet-Gerätevergleich Sechs Androids gegen das iPad

Die Aufholjagd beginnt: Die ersten Tablets mit Googles mobilem Betriebssystem Android Honeycomb landen gerade in den Läden. Matthias Kremp hat sich die neuen Streichelcomputer angeschaut - auf der Suche nach dem iPad-Killer.

SPIEGEL ONLINE

Bislang war die iPad-Konkurrenz chancenlos: Die meisten Tablets der Wettbewerber waren nur mit leidlich angepassten Varianten von Googles Handy-Betriebssystems Android ausgestattetet. Diese zusammengestückelten Tablets haben Tester nicht überzeugt und kaum Käufer gefunden. Und so hat Apples iPad trotz vieler Mitbewerber die marktbeherrschende Position behauptet. Bis jetzt: Nun erscheinen die ersten Tablets mit dem neuen Betriebssystem Android 3.0. SPIEGEL ONLINE konnte einige Neuheiten noch vor Markteinführung testen.

Google hat Android 3.0, auch Honeycomb genannt, speziell für Tablet-PC entwickelt. Vor allem die Benutzeroberfläche ist an die größeren Bildschirme und die grundsätzlich andere Art der Nutzung solcher Geräte angepasst worden. Eine Statusleiste ermöglicht jederzeit Zugriff auf wichtige Funktionen. Dazu gehört die neue Liste der zuletzt genutzten Apps, mit der man per Fingertipp zwischen aktiven Programmen umschalten kann. Außerdem wurden die Bildschirmtastatur, der Webbrowser und die Kamera-App überarbeitet.

Android 3.0 ist nur für Tablets und nicht für Handys verfügbar, eine vereinheitlichte Android-Version für beide Gerätegattungen soll im Laufe des Jahres veröffentlicht werden.

Diese sechs Geräte haben wir ausprobiert:

  • das Acer Iconia A500, das erste Honeycomb-Tablet, das man auf dem deutschen Markt schon kaufen kann
  • das Asus Transformer, ein Tablet, das mithilfe einer Zusatztastatur zum Netbook mutiert
  • das Motorola Xoom, der Tablet-Rechner, der zwar als erster mit Honeycomb vorgeführt wurde, es aber jetzt nicht als erster in die Läden geschafft hat
  • das Samsung Galaxy Tab 10.1, das Google ausschließlich an Entwickler verteilt und das man nicht kaufen kann
  • das Samsung Galaxy Tab 10.1v, das fast genauso heißt wie das Entwicklermodell, technisch und optisch aber aus einer anderen Welt stammt
  • das HTC Flyer, das als einziges kleiner ist, noch mit einer alten Android-Version und einem Stift zum Kritzeln auf dem Bildschirm ausgeliefert wird

Die fünf großen der sechs getesteten Tablets ähneln sich auffallend. Alle haben 10,1-Zoll-Bildschirme mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixeln, zeigen also deutlich mehr Details als das iPad 2 mit seinen 1024 x 768 Bildpunkten. Außerdem nutzen sie alle denselben Tegra-Dualcore-Prozessor von nVidia, dem ein Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite steht. Für Daten, Musik, Videos und Fotos stehen je nach Ausführung 16 oder 32 Gigabyte Speicherplatz zur Verfügung, W-Lan und Bluetooth haben alle, eine Anbindung an 3G-Funknetze nur ein paar.

Wie unterscheiden sich die neuen Android-Tablets? Was können die einzelnen Modelle besonders gut, was nicht? Was fehlt? Der Tablet-Vergleich verrät es.



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insgesamt 156 Beiträge
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Seite 1
wanderprediger, 20.05.2011
1. schlechter Vergleich
Zitat von sysopDie Aufholjagd beginnt: Die ersten Tablets*mit Googles*mobilem Betriebssystem Android Honeycomb landen gerade in den Läden. Matthias Kremp hat sich*die*neuen Streichelcomputer angeschaut - auf der Suche nach dem*iPad-Killer. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,763590,00.html
iPad-Killer? Man sagt zum Dacia ja auch nicht Porsche-Killer
Kabe 20.05.2011
2. Ruckeln nicht mehr?
Da die meisten Android-Tabletts keine Hardwarebeschleunigung für die Darstellung des Interfaces nutzen, wird das Interface mit teilweise bis lächerlichen 10 fps animiert, statt wie bei Apple mit 60... Ja, sie ruckeln weniger mittlerweile, aber so flüssig wie beim iPad habe ich noch kein Tablett gesehen. Das hätte man mal ernsthaft testen können.
tim_struppi 20.05.2011
3.
Mir hat sich der Sinn eines Tablets irgendwie noch nicht erschlossen. Die Geräte sind teuer, vergleichsweise langsam, für ernsthaftes Arbeiten und Tippen nicht wirklich geeignet, kaum/gar nicht erweiterbar und sind von der Akkulaufzeit und Mobilität auch nicht wesentlich besser als moderne Laptops/Netbooks. Wundert mich, dass die Tablets auf eine derartige Resonanz treffen.
Billy Bob Winchester 20.05.2011
4. Akkulaufzeit?
Haben Sie einen Vergleich der Akkulaufzeiten der getesteten Geräte?
jhartmann, 20.05.2011
5. .
Tja, Herr Kremp, wer mag wohl heute noch einen Stift benutzen, wo man doch schon alles mit den Fingern machen kann? Vielleicht jemand, der mit dem Gerät nicht bloß daddeln sondern arbeiten will? Ts, ts, ts ... Wo doch heute auch alle mit den Fingern essen können, wozu da noch Löffel oder gar (Koch-)Messer, gelle?
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