Von Konrad Lischka
Schreibmaschinen, Autos, Motor- und Fahrräder - die deutschen Traditionsunternehmen Adler und Triumph haben vor 1957 sogar Serienwagen hergestellt. Dann übernahm Grundig bei beiden Firmen die Mehrheit, verschmolz sie zur Triumph-Adler AG und modelte die Gesellschaften zum Schreibmaschinen- und Bürotechnikkonzern um. 1979 übernahm dann der Autobauer Volkswagen das Konglomerat.
Das Unternehmen hatte damals, wie der SPIEGEL 1980 prophezeite "im harten internationalen Wettstreit um den zukunftsträchtigen Bürocomputermarkt gute Erfolgsaussichten". Vom "Volkscomputer TA 10" (Werbung) verkaufte Triumph-Adler 30.000 Stück. Firmenkunden, die Bundesbahn zum Beispiel, orderten 5500 Datenstationen für ihr "integriertes Transport-Steuersystem". Und auch viele der beim Dienstleister Datev angeschlossenen Steuerberater arbeiteten Anfang der achtziger Jahre an Triumph-Terminals.
Den Heimrechnern der US-Konkurrenz von Commodore, Apple und Tandy waren die Triumph-Adler-Produkte aber nicht gewachsen. Die Deutschen verlieren Marktanteile, Volkswagen verkauft den Hersteller 1986 an den italienischen Büromaschinenhersteller Olivetti. Inzwischen gehört Triumph-Adler zum japanischen Kyocera-Konzern und verdient vor allem mit Wartungs- und Beratungsaufträgen fürs Dokumentenmanagement in Unternehmen.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Netzwelt | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Gadgets | RSS |
| alles zum Thema YesterTech | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH