Von Konrad Lischka
Selbst in den neunziger Jahren, als der USB-Standard sich langsam etablierte, musste man einen Drucker meist noch über einen dicken Stecker in iPhone-Breite mit 25 Pins an den Computer anschließen. Heute noch sieht man an der Rückseite vieler Drucker diese sehr breiten, Parallelport genannten Anschlüsse.
Diese Schnittstelle ist gut 40 Jahre alt. Ende der sechziger Jahre wurde sie in den Wang Laboratories entwickelt, aus denen sich die US-Druckerfirma Centronics ausgliederte. Jahrzehntelang war diese Centronics-Schnittstelle der Standard zum Anschluss von Druckern, später auch von Scannern und sogar externen Laufwerken. Spätestens seit IBM den ersten PC 1982 mit einer solchen Schnittstelle ausstattete, hatte Centronics einen Quasi-Standard etabliert, den auch andere Hersteller unterstützten. Im März 1994 wurde der Centronics-Stecker dann endlich standardisiert (als IEEE 1284).
Die offizielle Standardisierung hat damit länger gedauert als Centronics existierte: Das Centronics-Druckergeschäft übernahm 1987 die Druckerfirma Genicom. Mit dem Erlös kaufte der Centronics-Firmenrest einen Küchenartikelhersteller namens Ecko Housewares. Nach vielen Übernahmen und Fusionen sind die Centronics-Überreste heute Teil der US-Küchenfirma "World Kitchen."
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