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Technik-Zombies Wie der Koffercomputer fast zum Bestseller wurde

Uralt-Technik: Riesige Laptops, grüne Schirme
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5. Teil: Centronics - wie der Entwickler des Druckerkabels zur Küchenfirma wurde

Selbst in den neunziger Jahren, als der USB-Standard sich langsam etablierte, musste man einen Drucker meist noch über einen dicken Stecker in iPhone-Breite mit 25 Pins an den Computer anschließen. Heute noch sieht man an der Rückseite vieler Drucker diese sehr breiten, Parallelport genannten Anschlüsse.

Diese Schnittstelle ist gut 40 Jahre alt. Ende der sechziger Jahre wurde sie in den Wang Laboratories entwickelt, aus denen sich die US-Druckerfirma Centronics ausgliederte. Jahrzehntelang war diese Centronics-Schnittstelle der Standard zum Anschluss von Druckern, später auch von Scannern und sogar externen Laufwerken. Spätestens seit IBM den ersten PC 1982 mit einer solchen Schnittstelle ausstattete, hatte Centronics einen Quasi-Standard etabliert, den auch andere Hersteller unterstützten. Im März 1994 wurde der Centronics-Stecker dann endlich standardisiert (als IEEE 1284).

Die offizielle Standardisierung hat damit länger gedauert als Centronics existierte: Das Centronics-Druckergeschäft übernahm 1987 die Druckerfirma Genicom. Mit dem Erlös kaufte der Centronics-Firmenrest einen Küchenartikelhersteller namens Ecko Housewares. Nach vielen Übernahmen und Fusionen sind die Centronics-Überreste heute Teil der US-Küchenfirma "World Kitchen."

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insgesamt 5 Beiträge
Corja 11.11.2009
Ende der 80er wurde ich auch stolze Besitzerin so eines Boliden. Das gute Stück hatte keine Festplatte, dafür aber zwei Floppydiskettenlaufwerke. Zum Starten musste man eine Floppy mit MS DOS 2.0 in Laufwerk A einlegen. War das [...]
Ende der 80er wurde ich auch stolze Besitzerin so eines Boliden. Das gute Stück hatte keine Festplatte, dafür aber zwei Floppydiskettenlaufwerke. Zum Starten musste man eine Floppy mit MS DOS 2.0 in Laufwerk A einlegen. War das Betriebssystem betriebsbereit, konnte man die Anwendungssoftware WordStar ebenfalls von Laufwerk A starten. In Laufwerk B kamen nur die Datenfloppys, auf denen sich logischerweise nur Texte befanden. Während der Arbeit wurde man von der Kiste häufig aufgefordert mal wieder das Betriebssystem einzulegen. Und dann wieder das Anwendungsprogramm. Und umgekehrt. Anwender dieser Geräte wurden auch "Diskjockeys" genannt. Der Arbeitsspeicher von 256 kB kam mir gewaltig vor. Ich hatte ja noch nie etwas von Giga- oder gar Terrabyte gehört. In den Urlaub habe ich meinen geliebten Boliden nie mitgenommen, deshalb kann ich nicht sagen, ob auch der IBM-Schlepptop unter einen Flugzeugsitz gepasst hätte. Irgendwann musste das gute Stück meinem ersten echten PC weichen und wurde auf den Dachboden geschleppt. Dort ist er heute noch.
nadmarihel 11.11.2009
Also, ich habe im zarten Alter von 4 oder 5 Jahren meine ersten Computer-Erfahrungen an Papas Siemens PG dieser Art (http://www.tecmumas.de/images/siemens_pg685.jpg) gemacht, das war auch so ein dicker schwerer Koffer, ist ja auch [...]
Also, ich habe im zarten Alter von 4 oder 5 Jahren meine ersten Computer-Erfahrungen an Papas Siemens PG dieser Art (http://www.tecmumas.de/images/siemens_pg685.jpg) gemacht, das war auch so ein dicker schwerer Koffer, ist ja auch eigentlich für den Einsatz vor Ort an der Anlage gedacht gewesen. Ich glaube, wir hatten zeitweise zwei davon im Haus. Auf dem PG konnte man in schöner schwarz-grün-Grafik "Worm" (auch bekannt als Snake), "Quix" (gabs später für den GameBoy) und "Wall" (Männchen von einer Mauer schießen) spielen, fand ich ganz toll. Der Klotz ist übringens soweit ich weiß noch immer einsatzfähig.
SunSailor 11.11.2009
Wow, und ich dachte, da wäre ich alleine. Zwar war ich da schon etwa 10 Jahre älter und besaß bereits einen C64 und mehrere Amigas, aber die ersten PC-Schritte absolvierte ich ebenfalls auf so einer Kiste, eine 740er glaube. [...]
Zitat von nadmarihelAlso, ich habe im zarten Alter von 4 oder 5 Jahren meine ersten Computer-Erfahrungen an Papas Siemens PG dieser Art (http://www.tecmumas.de/images/siemens_pg685.jpg) gemacht, das war auch so ein dicker schwerer Koffer, ist ja auch eigentlich für den Einsatz vor Ort an der Anlage gedacht gewesen. Ich glaube, wir hatten zeitweise zwei davon im Haus. Auf dem PG konnte man in schöner schwarz-grün-Grafik "Worm" (auch bekannt als Snake), "Quix" (gabs später für den GameBoy) und "Wall" (Männchen von einer Mauer schießen) spielen, fand ich ganz toll. Der Klotz ist übringens soweit ich weiß noch immer einsatzfähig.
Wow, und ich dachte, da wäre ich alleine. Zwar war ich da schon etwa 10 Jahre älter und besaß bereits einen C64 und mehrere Amigas, aber die ersten PC-Schritte absolvierte ich ebenfalls auf so einer Kiste, eine 740er glaube. Allerdings mehr gezwungen, musste ich doch irgendwo meine Turbo Pascal Hausaufgaben erledigen... Geliebt habe ich die Kiste sicherlich nicht, dafür wirkte sie zu meinen Amigas doch damals schon sehr antiquiert.
nadmarihel 11.11.2009
...das geht bestimmt einigen Siemens-Mitarbeiter-Kindern so ;) Wenn ich damit aber jemals Turbo Pascal-Hausaufgaben hätte machen müssen, hätte ich auch ne Abneigung gegen das Gerät entwickelt. Das Traurige daran ist, dass ich [...]
Zitat von SunSailorWow, und ich dachte, da wäre ich alleine. Zwar war ich da schon etwa 10 Jahre älter und besaß bereits einen C64 und mehrere Amigas, aber die ersten PC-Schritte absolvierte ich ebenfalls auf so einer Kiste, eine 740er glaube. Allerdings mehr gezwungen, musste ich doch irgendwo meine Turbo Pascal Hausaufgaben erledigen... Geliebt habe ich die Kiste sicherlich nicht, dafür wirkte sie zu meinen Amigas doch damals schon sehr antiquiert.
...das geht bestimmt einigen Siemens-Mitarbeiter-Kindern so ;) Wenn ich damit aber jemals Turbo Pascal-Hausaufgaben hätte machen müssen, hätte ich auch ne Abneigung gegen das Gerät entwickelt. Das Traurige daran ist, dass ich überhaupt jemals Turbo Pascal Hausaufgaben machen musste, im Informatikunterricht an einem NRW-Gymnasium, Anno 2001. Total fortschrittlich ;) Bei meiner Oma zuhause gabs nen alten Pong-Atari, und den Gameboy der jüngeren Brüder von meinem Vater. Bei uns noch so nen kleinen Sinclair, der irgendwie an den Fernseher angeschlossen werden musste, da hatten wir aber keine Spiele für, fand ich also total uninteressant ;)
SirTurbo 12.11.2009
Dann schreibt man sich die Spiele eben selber^^ Mein erstes "Notebook" war ein programmierbarer Taschenrechner... Sharp(?) PC-1401... muss irgendwo noch rumliegen... Basic eingebaut... so weit so nett. interessant [...]
Zitat von nadmarihelda hatten wir aber keine Spiele für, fand ich also total uninteressant ;)
Dann schreibt man sich die Spiele eben selber^^ Mein erstes "Notebook" war ein programmierbarer Taschenrechner... Sharp(?) PC-1401... muss irgendwo noch rumliegen... Basic eingebaut... so weit so nett. interessant wurde es, als man darauf stiess, daß man direkt in den Speicher für "Graphik" (10 Zeichen oder so^^) und Sound (Piezo-quieker) schreiben konnte... Da konnte man dann auf einmal Musik ausgeben und ich weiss noch daß ich nen Shooter gebastelt habe bei dem man ein Raumschiff immer waagerecht hin und her bewegen musste... Der Speicher für das Display war geteilt, man musste an einer Grenze fett addieren um nicht in den "falschen" Speicher zu geraten... Oder an zwei sogar? War jedenfalls echt übel... 10 LCD-Blöcke, die man aber punktweise ansprechen konnte... im Endeffekt wie beim C64 wo man bei Musik auch die Werte direkt in den Speicher des Soundgenerators schrieb... Das waren noch Zeiten^^ Wenn ich zurückdenke als unser Schulsekretariat einen Wang 4k hatte... 4k Hauptspeicher und 16k externen Magnetkernspeicher(!)...
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