Technik-Zombies: Wie der Koffercomputer fast zum Bestseller wurde
Neuer Koffercomputer: nur zehn Kilo schwer! Soundkarte: ermöglicht Musikhören am Rechner! Einheitlicher Druckeranschluss: für alle Systeme! PC-Firmen entwickelten in den Achtzigern revolutionäre Technik - die heute hoffnungslos veraltet ist. SPIEGEL ONLINE zeigt, was aus den IT-Legenden wurde.
Es ist ein bisschen unfair, Adam Osborne zu unterstellen, er habe 1980 ein Laptop bauen wollen. Der Osborne 1 sollte eher ein tragbarer Computer werden, ein Arbeitsgerät, das man ohne Sackkarre von einem Büro ins andere schleppen konnte. Ans Arbeiten mit dem Rechner auf dem Schoß dachte Osborne nicht - insofern ist Häme über das Gewicht von gut zehn Kilo unangebracht.
Entworfen hat diesen Koffercomputer Lee Felsenstein. Der Ingenieur notierte in seinem Blog Erinnerungen an die Entwicklung des Osborne 1. Adam Osborne habe ihm bei der Gestaltung diese Vorgabe gemacht: "Er wollte, dass der Rechner unter den Sitz im Flugzeug passt."
Das hat geklappt: Der Osborne 1 war so groß wie zwei Schuhkartons und sah zusammengeklappt wie ein Koffer aus - mit Tragegriff an der Oberseite und einer Ausklapp-Tastatur (69 Tasten!) als Boden, hinter der sich der 5-Zoll Bildschirm verbarg. Der konnte 1248 grüne Zeichen in 24 Zeilen darstellen.
Aber das war nicht die einzige technische Leistung, die aus heutiger Sicht fast schon vorsintflutlich anmutet. Osborne, Adlib, Kaypro - SPIEGEL ONLINE verrät, was aus den Pionieren der Computergeschichte wurde.
- 1. Teil: Wie der Koffercomputer fast zum Bestseller wurde
- 2. Teil: Der Osborne-Effekt - mit dem Zehn-Kilo-Laptop in die Pleite
- 3. Teil: Kaypro - mit diesem Koffercomputer war Arthur C. Clarke online
- 4. Teil: Adlib - als Computerspiele Musik abnudelten
- 5. Teil: Centronics - wie der Entwickler des Druckerkabels zur Küchenfirma wurde
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- Mittwoch, 11.11.2009 – 06:23 Uhr
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