Excite 13: Toshiba kündigt Riesen-Tablet an

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Wie groß ist der ideale Tablet-PC? Toshiba hat eine ganz eigene Antwort auf diese Frage gefunden und stellt neue Flachrechner in drei unterschiedlichen Größen vor - eines davon in einem Format, an das sich bisher noch kein Tablet-Hersteller gewagt hat.

Toshiba Excite 13 und Excite 7.7: Das Mega- und das Mini-Tablet Fotos
Business Wire

Bisher waren sich die Hersteller von Tablet-Computern einig: Am Vorbild iPad führt kein Weg vorbei, was die Größe angeht. Toshiba bricht mit dieser Regel und stellt einen Flachrechner vor, der um einen Bildschirm im Notebook-Format herum gebaut ist. Das Excite 13 genannte Tablet hat eine Display-Diagonale von 13,3 Zoll und ist damit deutlich größer als andere Tablet-Computer.

Damit stellt sich der japanische Konzern gegen den Trend. Bisher haben Apples Konkurrenten nur versucht, die Vorherrschaft des iPads mit kleineren Bildschirmen zu brechen. Ein logischer Weg, denn im 10-Zoll-Bereich hat es bisher niemand geschafft, dem Marktführer Apple auch nur ansatzweise Paroli zu bieten. Und Apple ist bisher Steve Jobs Ansage gefolgt, der es vehement ablehnte, größere oder kleinere Modelle anzubieten.

Dass sich hartnäckig Gerüchte halten, der US-Konzern arbeite an einer 7,85-Zoll-Version seines Tablet-Rechners, ist darauf zurückzuführen, dass die Konkurrenz in diesem Segment bisher freies Spiel hat - und erfolgreich ist. Mit dem 7,7-Zoll-Tablet Kindle Fire hat Amazon bisher den einzigen ernsthaften Gegenpol zum iPad geschaffen. Dass auch noch kleinere Tablets, die eigentlich schon fast Smartphones sind, Erfolg haben können, zeigt Samsung mit Note, einem Tablet-Handy-Hybrid im 5,3-Zoll-Format.

Groß, schlank und ausdauernd

Toshiba strebt nun in die andere Richtung. Um sich vom Rest der Meute abzusetzen, muss ein Tablet-Hersteller heutzutage einiges aufbieten. Den Bildschirm einfach zu vergrößern, ist dabei eine der einfachsten Maßnahmen. Denn abgesehen von dem großen Display gleicht das Excite 13 technisch weitgehend den gleichzeitig vorgestellten Geschwistern im 10- und 7,7-Zoll-Format.

Alle drei werden von nVidias Tegra-3-Prozessor angetrieben, haben ein Gigabyte Arbeitsspeicher, USB-Anschlüsse und Speicherkartensteckplätze und nutzen als Betriebssystem Android 4.0. Erstaunlich ist auf den ersten Blick, dass das 13-Zoll-Modell nur knapp mehr als einen Zentimeter dick ist und nur wenig mehr als ein Kilogramm wiegt. Bis zu 13 Stunden Laufzeit stellt Toshiba in Aussicht. Die Ingenieure nutzt die zusätzliche Fläche schlau.

Für Küche und Sofa

Der Bildschirm brilliert mit einer Auflösung von 1600 x 900 Bildpunkten. Damit bietet er sich natürlich zum Video- und Fotogucken in HD-Auflösung an. Toshiba geht davon aus, dass das Gerät vor allem in der Küche oder auf dem Couchtisch genutzt wird, wo man es mit dem mitgelieferten Standfuß stabilisieren kann, damit man das Gewicht nicht auf den Armen balancieren muss.

Toshibas Riesen-Tablet dürfte damit das Schicksal der Riesen-Laptops im 17- und 18-Zoll-Format teilen, die zwar transportabel, aber trotzdem nicht wirklich tragbar sind. Während ansonsten immer kleinere Tablets immer besser unterwegs nutzbar werden, ist das Excite 13 zu einem Dasein auf dem Sofa bestimmt. Ob dieses Konzept bei den Kunden ankommt, wird man erst in einigen Monaten beurteilen können.

Die Frage, ob und wann die neuen Modelle auch in Deutschland auf den Markt kommen, hat Toshiba bis zum Mittwochmittag nicht beantwortet. In den USA soll das Excite 13 mit 32 GB Speicher 650 Dollar (496 Euro) und mit 64 GB Speicher 750 Dollar (572 Euro) kosten - jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer.

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insgesamt 27 Beiträge
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1.
Cotti 11.04.2012
Zitat von sysopBusiness WireWie groß ist der ideale Tablet-PC? Toshiba hat eine ganz eigene Antwort auf diese Frage gefunden und stellt neue Flachrechner in drei unterschiedlichen Größen vor - eines davon in einem Format, an das sich bisher noch kein Tablet-Hersteller gewagt hat. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,826755,00.html
"Tablets" sind einfach nur ekelig verschmierte Pilz- und Bakterienvermehrer. Mir reicht das winzige Format meines Smartphones, und da bin ich ständig nur am Fingerschweiß abwischen.
2.
Nevermeind 11.04.2012
Bitte nicht! Letzte Woche erlebte ich, wie jemand mit einem iPad Aufnahmen bei einem Jazzkonzert machte. Das sah wirklich urkomisch aus, wie der mit dem buchstaeblichen Brett vor dem Kopf vor der Buehne rumhupfte. Als die Band dann noch so ein etwas lustiges Motiv im Zappa-Stil anstimmte, konnte sich ploetzlich der Schlagzeuger ob der Szene vor Lachen nicht mehr halten und fiel beinahe vom Stuhl. Schliesslich lachte der ganze Saal, vor allem auch, weil der arme Kerl mit dem iPad zuneachst gar nicht merkte, dass er der Grund fuer das Gelaechter war. Schliesslich merkte er es aber doch und ward nicht mehr gesehen.
3.
Nevermeind 11.04.2012
In der groesseren Variante wird noch deutlicher, was ein Tablet wirklich ist: ein Notebook ohne Tastatur! Allerdings mit der Rechen- und Speicherleistung eines 10 Jahre alten Notebooks und das zu einem Preis, der bis doppelt so hoch ist wie fuer ein leistungsstarkes Notebook im Jahr 2012
4. Nochmal:
zickezackehoihoihoi 11.04.2012
Zitat von sysopBusiness WireWie groß ist der ideale Tablet-PC? Toshiba hat eine ganz eigene Antwort auf diese Frage gefunden und stellt neue Flachrechner in drei unterschiedlichen Größen vor - eines davon in einem Format, an das sich bisher noch kein Tablet-Hersteller gewagt hat. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,826755,00.html
Wozo benötige ich so ein Ding? Erschließt sich mir immer noch nicht.
5. Hmmm....
MusicIsTheBest 11.04.2012
Zitat von NevermeindIn der groesseren Variante wird noch deutlicher, was ein Tablet wirklich ist: ein Notebook ohne Tastatur! Allerdings mit der Rechen- und Speicherleistung eines 10 Jahre alten Notebooks und das zu einem Preis, der bis doppelt so hoch ist wie fuer ein leistungsstarkes Notebook im Jahr 2012
schon mal ein iPad o.ä. verwendet? Hört sich nicht so an... Für mein "leistungsstarkes Notebook" hab ich 1500 Euro gezahlt, für mein iPad3 deutlich weniger. Verschiedene Sachen mag ich dran: startet superschnell - wobei es gar nicht nötig ist, es runterzufahren. Ich kann es tagelang verwenden, ohne aufzuladen. Jedes Notebook hätte schon nach ein paar Stunden den Geist aufgegeben. Aber wenn man ein Gerät ständig an die Steckdose hängen muss, ist es auch nicht wirklich mobil. Dann ist das iPad viel handlicher zur Nutzung irgendwo im Haus, und es wird anders als ein Notebook nicht warm, egal wo man es hinlegt. Natürlich ist es kein Ersatz für ein Notebook, das soll es auch gar nicht sein, aber eine sehr gute Ergänzung. Für mich ist aber ein Android-Tablet prinzipiell noch interessanter, da ich dann viel bessere Synchronisationsmöglichkeiten mit meinem Android-Handy habe (Google Kalender, etc). Daher werde ich sicher einen Blick auf das Toshiba-Teil werfen. Aber ich nutze jetzt schon zu Hause das iPad häufiger als das Highend-Notebook (für Dinge wie Surfen, Musikhören, etc).
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