Hamburg - Die Linux-Distribution Ubuntu hat eine schöne grafische Oberfläche, einen integrierten App-Store und Online-Dienste. Das offene System gilt als ausgesprochen einsteigerfreundlich. Dieses Image will Canonical, das britische Unternehmen hinter Ubuntu, nun auch für ein Tablet-System nutzen. Am Dienstag stellte die Firma das Tablet-Ubuntu auf seiner Website vor.
Die Firma will Entwicklern noch in dieser Woche eine Vorabversion des Betriebssystems zum Download anbieten, Geräte mit dem Tablet-Ubuntu sollen 2014 auf den Markt kommen - wenn denn Ubuntu Partnerfirmen für die Produktion findet.
Im Januar hatte Canonical ein eigenes Smartphone-Betriebssystem angekündigt. Ubuntu for Phone basiert wie Android auch auf Linux. Genauso verhält es sich beim Tablet-Ubuntu. Das dürfte die Anpassung von Hardware für Hersteller erheblich erleichtern. Denn es dürften sich dieselben Treiber für das Tablet-Ubuntu nutzen lassen wie für Android-Systeme. Das System sollte deshalb mit vergleichsweise wenig Aufwand an Android-Hardware anzupassen sein.
Das Tablet-Ubuntu soll Geräte mit einer Bildschirm-Diagonale von sieben bis zwölf Zoll unterstützen. Wenn das System auf einem Tablet mit Quadcore-Prozessor läuft, kann man es als PC nutzen. Schließt man Maus und Tastatur an, soll das Tablet-Ubuntu wie das normale Ubuntu auf einem Desktop-PC zu nutzen sein. Etwas Ähnliches bietet Microsofts Windows 8: Man kann das System als Tablet-Steuerung per Touchscreen nutzen, mit Tastatur und Maus aber auch den klassischen Windows-Desktop nutzen und alle Windows-Programme verwenden.
lis
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