Ubuntu Linux: Erste Schritte mit dem Gratis-System

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Wie findet man sich mit Ubuntu zurecht? Wir zeigen es Schritt für Schritt. Der Einstieg könnte leichter kaum sein: Auf der Programmebene unterscheidet sich die Bedienung kaum von Windows. Man muss nur wissen, was man wo findet.

Ubuntu: Erste Schritte Fotos

Im ersten Teil dieser Ubuntu-Einführung haben wir geschildert, welche Motive es geben kann, sich auf das Open-Source-Betriebssystem einzulassen. Das Bedürfnis nach mehr Sicherheit vor Schadsoftware kann eine wichtige Rolle spielen - eigentlich ist das dann eine Entscheidung gegen konkurrierende Produkte.

Inzwischen gibt es aber auch gute Gründe dafür, sich für Linux - und als Normal-Nutzer hier vor allem für Ubuntu oder das sehr ähnliche Linux Mint - zu entscheiden: Linux-Betriebssysteme sind stabil, chic, aufgeräumt und übersichtlich.

Nach unserer Installationsanleitung im zweiten Teil dieser Einführung soll es nun darum gehen, Ubuntu-Linux zu entdecken, einen Überblick über Navigation und Handhabung zu gewinnen. Das ist im Rahmen eines Artikels nur mit Abstrichen möglich - manche Einführung bringt es auf Buchdicke.

Allerdings geht es hier auch nur um erste Schritte - den Rest entdeckt man nach und nach selbst.

Normalnutzer-kompatibel: Ubuntu muss man nicht studieren

Denn mehr als andere Betriebssysteme ist Ubuntu wie dazu gemacht, eigenständig entdeckt zu werden. Das System und seine Programme präsentieren sich ungewöhnlich aufgeräumt und übersichtlich. Es fällt auch schwer, Schäden anzurichten: Da jede Installation und sonstige Elemente des Systems verändernde Aktion erst mit einer Passwortabfrage bestätigt werden muss, ist ein flüchtiges, versehentliches Löschen oder "Abschießen" von Programmen weit weniger wahrscheinlich als sonst.

...sondern kann es einfach entdecken und nutzen

Anwendungen und Programme begegnen uns als eine Art "App", Installation und Deinstallation laufen über eine zentrale Verwaltungsoberfläche, die uns Neu-Nutzern kaum Eingriffe erlaubt. Wir bekommen Angebote, die wir annehmen oder ablehnen können, der Rest läuft völlig automatisiert. Bei vier Test-Installationen auf vier grundverschiedenen Rechnern haben wir nicht ein einziges Mal erlebt, dass eine Programminstallation mehr als einen einzigen Klick erforderte: "Installieren".

In den folgenden Monaten wollen wir eine Reihe thematisch eingegrenzter Tipp- und Workshop-Artikel zu Software und Services unter Linux folgen lassen. Auch Ihre Tipps sind uns willkommen: Schreiben Sie uns, welche Themen Sie da besonders interessieren - oder teilen Sie uns mit, welche Programme es Ihnen besonders angetan haben.

Schreiben Sie uns, Betreff "Linux": E-Mail genügt!

In dieser Einführung geht es um eine erste Orientierung, um Ubuntu zu entdecken. Wir wollen das anhand von gerade einmal 17 einführenden Abbildungen tun, die Sie in der Fotostrecke finden. Sie sollen die grundlegenden Dinge vermitteln, die bei Ubuntu anders sind als bei Windows.

Viel mehr werden Sie auch nicht brauchen. Sie werden schnell feststellen, dass Ihnen das Handling der meisten Programme unter Linux längst vertraut ist - sie unterscheiden sich meist nur minimal von ihren Windows-Versionen oder Entsprechungen.

Wer für den Fall der Fälle lieber einen Ausdruck zur Hand hätte, kann alle Inhalte unserer bebilderten Einführung auch in PDF-Form aufrufen:

PDF-Download

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insgesamt 132 Beiträge
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1.
asdf01 12.02.2012
Zitat von sysopDie obere Bildschirmleiste trägt bei Ubuntu immer die Funktionen des gerade geöffneten Programms - das ist anders als bei Windows.
Das "immer" würde ich entfernen und durch "in der Regel" ersetzen, denn das ist mitnichten "immer" so. Es gibt zahlreiche Gegenbeispiele (z.B. das vorinstallierte Freecell), wo auch im Unity Desktop die Programm-Menüs im Programmfenster sind, oder noch "besser" einen Mischung aus beidem... Das hängt von der Unity-Integration des jeweiligen Programmes ab.
2. Nur so am Rande...
u_s 12.02.2012
Linux, Ubuntu oder jede andere Distribution oder Opensource-Software ist mitnichten 'Gratis', man bezahlt allerdings in einer anderen Währung. Die ist Aufmerksamkeit und Feedback für die, die hinter der ganzen Opensource-Bewegung stecken und auch gerne bei Problemen zur Seite stehen, den Anfänger (meist) auch kompetent begleiten und schlicht auch Rückmeldungen, sei es Usability oder Fehler, angewiesen sind. Und das bekommen sie bei keinem der proprietären Mitbewerber. Also: Opensource lebt vom Mitmachen und nicht von der 'Gratiskultur'. my2ct
3.
Herr Gerhardus 12.02.2012
Zitat von sysopWie findet man sich mit Ubuntu zurecht? Wir zeigen es Schritt für Schritt. Der Einstieg könnte leichter kaum sein: Auf der Programmebene unterscheidet sich die Bedienung kaum von Windows. Man muss nur wissen, was man wo findet. Ubuntu Linux: Erste Schritte mit dem Gratis-System - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt (http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,813839,00.html)
Treiber? Gamertauglichkeit? Codecs? 3D Beschleunigung? Support? Naja irgenetwas ist ja immer. Dann noch lieber den Apfel. Achwas ich bleibe einfach bei Winows.
4. Meine Erfahrungen mit Ubuntu
TiSaEr 12.02.2012
Zitat von sysopWie findet man sich mit Ubuntu zurecht? Auf der Programmebene unterscheidet sich die Bedienung kaum von Windows.
Hallo, während meines Studiums wurde meine naturwissenschaftliche Fakultät vom Microsoft Academic Alliance Programm gefördert. Dem entsprechend konnte ich immer die aktuellen Windowsversionen gratis nutzen und kam nicht in die Verlegenheit ein alternatives Betriebssystem testen zu müssen. Nach meinem Abschluss konnte ich natürlich die Windowsversionen weiter benutzen, allerdings war ich eigentlich nur mit Windows 7 zufrieden und daher habe ich auch nur diese Version auf meinem Desktop-Pc benutzt. Als ich mir dann für meine Diplomarbeit ein Netbook gekauft habe, habe ich mich auch hier für ein vermeindliches Win 7 Starter entschieden. Diese abgespeckte Win 7 Version hat mich in zweierlei hinsicht enttäuscht. Zum einen durch die eingeschränkte Funktionalität und zum anderen hat sich das Netbook ziemlich schwer damit getan. Dies war der Moment an dem ich Ubuntu kennen und schätzen gelernt habe. Zuerst habe ich mich für die aktuelle Ubuntu-Version mit der Unity-Oberfläche entschieden. Anfangs war ich auch sehr zufrieden, aber mit der Zeit hat sich gelegentlich gezeigt, dass diese Version noch Kinderkrankheiten hatte. Da sich meine Festplatte zu diesem Zeitpunkt gerade für den Freitod entschieden hatte, bot dies für mich die Gelegenheit eine Longterm support (LTS) Version von Ubuntu auszuprobieren. Ich habe mich dabei für mein Netbook für die Netbookedition 10.04 LTS entschieden und bin damit nun sehr zufrieden. Die Benutzeroberfläche sieht zwar nicht so schön aus wie das neue Unity, dafür ist es grundsolide. Nach ein paar kleinen Schwierigkeiten, wie z.B. fehlende Treiber über das Terminal zu installieren usw. komme ich damit jetzt sehr gut zurecht und bin voll zufrieden. Ich finde jedoch, dass Ubuntu eher an den Apple OS als an den Microsofts OS angelehnt ist. Dabei gibt es jedoch den entscheidenen Unterschied, dass Ubuntu zwar auch so ziemlich alles automatisch verwaltet, man aber auch überall selbst drin rumwerkeln kann. Mein Fazit kann nur lauten, dass man mit Ubuntu ein i.d.R. sehr gutes und schlankes Betriebssystem bekommt. Man muss dafür kein Geld bezahlen, allerdings gelegentlich auch den ein oder anderen Kompromiss machen. Zum Beispiel, dass man soviel ich weiß nur Office 2007 zum laufen bekommt und zwar auch nur über das Zusatzprogramm Wine. Ebenso verhält es sich mit den meisten kommerziellen Spielen, in den meisten Fällen bekommt man sie, wenn überhaupt, nur mit Wine zum Laufen. Ubuntu bietet zwar standardmäßig OpenOffice an, womit sich auch sehr gut arbeiten lässt, allerdings wird in den meisten Büros MS Office benutzt und aufgrund der Kompatibilitätsprobleme zwischen diesen Anwendungen ist OpenOffice für den Büroalltag nicht besonders geeignet. Für Gamer ist Ubuntu wohl auch eher nicht zu empfehlen, für alle übrigen Anwedungen im Privaten Bereich ist Ubuntu sehr gut geeignet.
5.
acitapple 12.02.2012
Zitat von Herr GerhardusTreiber? Gamertauglichkeit? Codecs? 3D Beschleunigung? Support? Naja irgenetwas ist ja immer. Dann noch lieber den Apfel. Achwas ich bleibe einfach bei Winows.
was ? sie können doch nicht apple oder windows bevorzugen ? die beiden bevormunden die user indem sie ihnen nicht erlauben am kernel rumzubasteln. dazu kosten die sogar geld !! ein absolut untragbarer zustand.
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Fotostrecke
Lust auf Linux: Das Rockiger Satchbook

Gründe für Ubuntu / Linux
Anforderungen an den Rechner
Das System ist überraschend bescheiden in seinem Ressourcenhunger (Prozessor mind. 1 GHz, 1 GB RAM, 5 GB Festplatte). Für den Nutzer heißt das auch, dass der Rechner in der Regel eine spürbar bessere Performance zeigt als unter Windows. Generell gilt jedoch: Ubuntu verträgt sich - wie alle Linux-Distributionen - besser mit Desktop-PC als mit Laptops. Vor der Installation auf Flachrechnern sollte man deshalb erst die "Ausprobieren"-Option der Installations-CD wählen, um die Kompatibilität zu prüfen.
Viren und Sicherheit
Ubuntu hat bisher kein nennenswertes Problem mit Viren: Jedes System ist natürlich angreifbar, wenn das gezielt geschieht, auch Linux. Die Probleme, die Windows aber mit der Flut der Internetviren hat, gibt es bei Linux nicht. So bietet das Unternehmen Kaspersky zwar ein Virenprogramm für Linux an, aber nur für Linux-Mailserver: Das Programm dient dazu, Windows-Viren auszufiltern. Prinzipiell sind zwar auch Linux-Viren denkbar, bisher wurden aber nur zwei bekannt - 1996 und 1997. Zum Vergleich: Die Windows-Virensignaturliste von Symantec/Norton umfasste Anfang 2012 rund 19,9 Millionen bekannte Viren. Sicherheitslecks treten auf, werden aber meist ungewöhnlich schnell wieder geflickt. Lecks in Fremdsoftware (Browser, Flash, PDF etc.) treten auf, verursachen aber nur wenig bis keine Schäden. Viele Angriffs- und Schadsoftwaremethoden verpuffen unter Linux, weil sie auf Windows-Architekturen zugeschnitten sind. Updates werden zentral verwaltet und regelmäßig angeboten.
Dateien weiter nutzbar
Mit Windows-Programmen erarbeitete Dateien (Texte, Fotos, Filme etc.) bleiben nutzbar. Bei paralleler Installation wird aus der Windows-Partition von Ubuntu aus gesehen so etwas wie ein weiteres Laufwerk. Man nutzt es einfach weiter. Und wenn man Windows braucht, ruft man es eben auf - man kann mit beiden Systemen auf einem Rechner arbeiten.
Standardformate aus dem Arbeitsleben
Standardformate werden auch von Linuxprogrammen bedient. Wer also im Arbeitsleben mit Word-Dokumenten, Excel-Dateien, PDFs oder Powerpoint-Präsentationen arbeitet, kann das weiterhin tun. Die nötigen Programme bringt Linux mit, sie sind vorinstalliert.
Kostenlose, legale Software
Ubuntu kann man kostenlos und legal vom Entwickler aus dem Internet herunterladen. Auch Software für Ubuntu ist meist kostenlos, frei und legal verfügbar. Bei Ubuntu läuft die Installation über eine Art App-Store, der zurzeit rund 36.000 Programme umfasst. Der Anteil kostenpflichtiger Programme liegt im kleinen einstelligen Prozentbereich - wenn überhaupt. Das Angebot deckt die meisten Bereiche und Bedürfnisse ab - mit Stärken bei den pragmatischen Nutzanwendungen und Schwächen beim Entertainment (vor allem beim Spiele-Angebot).
Ease of use - ideal für Einsteiger
Umgewöhnen auf Linux ist keine große Sache: Das Programm ist anders als Windows, aber auch kein fremder Planet. Die Arbeitsoberfläche und Navigation ist erheblich übersichtlicher und aufgeräumter als bei Windows. Für Späteinsteiger in die Welt der Rechner - beispielsweise Senioren - ist Ubuntu darum geradezu ideal, und nicht nur wegen der zahlreichen barrierefreien Features. Die systemimmanente Logik gibt dem Anwender das Gefühl, sich selbst bei Programmwechseln immer in der gleichen Software-Umgebung zu bewegen. Vieles erschließt sich weitgehend intuitiv und ohne dass man viel Hilfe bräuchte. Das ist allerdings vor allem aus einem Grund gut, der absolut kein Vorteil ist: Wenn man einmal Hilfe braucht, ist die für Normalsterbliche selten verständlich.
Eingebaute Cloud
So etwas wird immer mehr zum Standard: Auch Ubuntu bietet Cloud-Dienste an, bei denen man fünf Gigabyte Daten kostenfrei auf den Servern des Ubuntu-One-Dienstes parken kann. Die werden auf Wunsch ständig abgeglichen mit den Dateiversionen auf dem Desktop - eine feine Sache, wenn man Zugang zu eigenen Daten braucht, auch wenn man unterwegs ist. Der ist dann per Browser auch von einem Windows-PC oder Mac aus möglich.
Kostenfrei
Prinzipiell ist Ubuntu wie alle Linux-Distributionen kostenlos. Hersteller Canonical bittet vor dem Download um eine Spende in selbst zu bestimmender Höhe, die man leisten kann, aber nicht muss. Wer mit Ubuntu zufrieden ist und es als Ersatz für ein hochpreisiges Betriebssystem nutzt, sollte sich überlegen, ob das nicht nur recht und fair wäre - Spenden kann man auch noch im Nachhinein.

Gründe gegen Ubuntu / Linux
Kein Spielzimmer
Ubuntu ist nichts für Leute, die gern spielen - und zwar mit populärer, kostenpflichtiger Game-Software. Das Angebot an solchen kommerziellen Produkten ist kaum nennenswert. Browserspiele laufen dagegen. Emulatoren, die Windows-Software zum Laufen bringen, gibt es zwar: Sie werden mit vielen Spielen fertig, längst aber nicht mit allen.
Manche Sachen gibt es nicht
Linux-Fans bestreiten das gern, aber es ist und bleibt Tatsache: Es gibt Angebote, die für Linux nicht gelten. iTunes ist so eine Sache: Das Apple-Programm läuft nur in bestimmten Linux-Konfigurationen, und auch dann mehr schlecht als recht. Wer bisher alle seine Medien via iTunes organisiert hat und nun von Ubuntu nur Ersatzsoftware geboten bekommt, ist damit kaum glücklich zu machen. iTunes ist nur ein Beispiel von vielen. Was Ubuntu mitbringt oder im eigenen Shop offeriert, läuft phantastisch - und was von Drittanbietern kommt oder von "extern" installiert werden soll, macht oft und gern Probleme - wenn es überhaupt läuft. Es ist ein Problem, dass alle Betriebssysteme teilen: Die Durchlässigkeit zwischen den Plattformen ist eingeschränkt.
Programme, die es nur für Windows gibt: Nichts als Notlösungen
Wer unbedingt bestimmte Windows-Programme nutzen muss, für die Linux keine oder nur Ersatzprodukte anbietet, aber keine eigene Version, dem bleiben nur Notlösungen. Linux bietet Schnittstellen zu Windows, die mal besser, mal schlechter laufen. Emulatoren, die Programmen eine Windows-Umgebung vortäuschen, sind ein Ansatz. Virtuelle Systeme, bei denen Windows als Anwendung unter Linux läuft und darauf wieder die gewünschten Programme, sind der andere. Prinzipiell gilt bei allen Ansätzen: Je älter die emulierte Windows-Software, desto höher die Chance, dass sie läuft - bei Neuware, insbesonders bei aufwendigen programmen, sind Probleme häufig.
Hardware-Konflikte
Probleme sind sehr selten geworden, aber sie kommen weiter vor und können dann echte Ärgernisse sein - vor allem bei Laptops: Für manche Hardware-Komponenten gibt es keine oder nur unzureichende Treiber, sie funktionieren dann nicht, nur schlecht oder eingeschränkt. Manche Hardware wird sogar gar nicht erst erkannt. Auch das ist selten, aber nicht auszuschließen. Im schlimmsten Fall endet dann schon die Installation im Fiasko. Darum gilt grundsätzlich: Vor der Installation erst "ausprobieren" - die Installations-CD bietet das an.
Eingeschränkte Laufzeit
Lange Zeit galt Linux zwar als wenig ressourcen-, dafür aber als stromhungrig. Soll heißen: Mängel in der Energieverwaltung führten dazu, dass Laptop-Akkus schneller erschöpft waren als unter Windows. Das Problem ist nicht mehr so groß, mag aber fortbestehen (da gehen die Meinungen und Messungen auseinander): Zumindest mit leichten Einbußen der Laufzeit wird man rechnen müssen.
Netbooks: Nur abgespeckte Spezialversionen
Ubuntu ist zwar wenig ressourcenhungrig, in wirklich kleinen, eher schwächlichen PC-Konfigurationen gewinnt man damit aber auch keine Geschwindigkeitsrekorde: Auch Microsoft hat sein Windows beispielsweise auf Netbooks abgestimmt. So etwas gibt es auch im Ubuntu-Universum: Die Derivate Xubuntu und Lubuntu gelten als besser geeignet für alte oder schwache Hardware. Ansonsten ist es möglich, ältere Programmversionen zu installieren. Zurzeit gibt es 24 Netbooks, für die die Kompatibilität garantiert wird (Stand: April 2013).
Laptops: Sieben Hersteller geben "Garantien"
Ähnlich sah das lange bei Laptops aus - vieles lief nicht. Inzwischen zertifizieren sieben Hersteller die Eignung ihrer Laptops für Ubuntu, vor Jahresfrist waren es erst drei. Stand April 2013 sollen 360 Laptop-Modelle garantiert Ubuntu-kompatibel sein. Ein Jahr zuvor waren es nur 84 - die Kompatibilität liegt also prinzipiell im Trend. Welche Modelle welcher Hersteller in allen Produktkategorien für Ubuntu zertifiziert sind, kann man nachsehen: www.ubuntu.com/certification
Dokumentation und Hilfe
Mit Fug und Recht kann man behaupten, dass es wohl kein Betriebssystem gibt, das öffentlich zugänglich besser dokumentiert ist als Linux - das Ding ist schließlich Open Source. Auch für Ubuntu gibt es Dokumentationen, Anleitungen und Hilfeforen in Massen. Keine Frage, die da nicht beantwortet wird - wenn man die Antwort versteht. So etwas wie ein Hilfe-Buch oder eine Anleitung für Normalsterbliche gibt es nicht. Was die Linux-Fans und Programmierer an Hilfestellungen geben, ist mitunter ähnlich leicht verständlich wie Klingonisch - sie kommunizieren in einer mit Linux-eigenen Vokabeln gespickten Fachsprache. Immerhin: Man kann nicht sagen, dass sie sich nicht bemühen. In den Foren von Ubuntuusers.de gibt es für Einsteiger Anleitungen mit Abbildungen.

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