Crowdfunding: 32 Millionen Dollar für das Ubuntu-Smartphone

CES 2013: So gut funktioniert das Ubuntu-Handy Fotos
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Ubuntu-Hersteller Canonical setzt aufs Crowdfunding: Mit mindestens 32 Millionen Dollar sollen Unterstützer aus aller Welt die Entwicklung eines neuen Smartphones finanzieren. Läuft alles nach Plan, könnte das Gerät im Frühjahr 2014 fertig sein.

Der britische Softwarehersteller Canonical will die Entwicklung seines ersten Smartphones, dem Ubuntu Edge, per Crowdfunding finanzieren. Mindestens 32 Millionen Dollar möchte der Hersteller des Linux-Betriebssystems Ubuntu dafür sammeln. Seit Montag werden auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo Unterstützer gesucht, die bereit sind, zwischen 20 und 80.000 Dollar in das Projekt zu investieren.

Bis zum Dienstagmorgen sind dabei bereits 3,2 Millionen Dollar, von 6400 Unterstützern, zusammengekommen. Wie bei Crowdfunding-Projekten üblich, müssen die Unterstützer ihren Anteil letztlich nur zahlen, wenn das Spendenziel erreicht wird. Canonical bleibt dafür ein Monat Zeit, die Funding-Phase für das Edge endet am 21. August.

Um das Projekt nicht nur prinzipiell zu unterstützen, sondern auch ein Smartphone zu bekommen, müssen Interessierte mindestens 830 Dollar investieren. Für den Versand nach Deutschland kommen weitere 30 Dollar hinzu.

4,5-Zoll-Bildschirm, 128 Gigabyte Speicherplatz

Wie viel Hightech bekommt man für die umgerechnet rund 630 Euro? Laut Canonicals Werbetext besticht das Edge vor allem dadurch, dass es sich per HDMI mit Monitoren verbinden lässt. Anschließend soll sich das Smartphone wie ein Desktop-PC mit Ubuntu nutzen lassen. Auf Wunsch kann das Gerät auch mit Googles Android-Betriebssystem starten.

Technisch soll das Edge einen 4,5-Zoll-Bildschirm mitbringen, dazu kommen der nicht näher beschriebene "schnellste verfügbare Mehrkernprozessor", mindestens vier Gigabyte Arbeitsspeicher und 128 Gigabyte Speicherplatz. Auch eine Kamera mit acht Megapixeln verspricht der Hersteller. Als angestrebten Liefertermin nennt Canonical den Mai 2014.

Das Betriebssystem Ubuntu for Phone, das dem Edge zugrunde liegt, hatte Canonical im Januar auf der Hightech-Messe CES vorgestellt. Nach einem ersten kurzen Test kamen wir damals zu dem Schluss, dass Canonical das Smartphone zwar nicht neu erfunden, dem Thema aber ein paar interessante Nuancen und gute Ideen hinzugefügt hat.

mbö

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1. naja...
trevorcolby 23.07.2013
....n büschen teuer das ganze. Bin der Crowdfunding-Geschichte positiv zugeneigt und habe auch schon mehrere Projekte "gebackt", aber nur bei kickstarter, nicht diese plattform. Trotzdem finde ich 630 Ocken oder jetzt sogar über 800 viel zu viel. Ich denke, der Erfolg wäre ungleich größer, wenn Sie max 250 USD nehmen würden. Da wäre auch der Massenkunde eher geneigt zu sagen :"OK, ich probier das mal" abr so ? Nee, sorry !
2. Ist doch normal...
vinyl 23.07.2013
Zitat von trevorcolby....n büschen teuer das ganze. Bin der Crowdfunding-Geschichte positiv zugeneigt und habe auch schon mehrere Projekte "gebackt", aber nur bei kickstarter, nicht diese plattform. Trotzdem finde ich 630 Ocken oder jetzt sogar über 800 viel zu viel. Ich denke, der Erfolg wäre ungleich größer, wenn Sie max 250 USD nehmen würden. Da wäre auch der Massenkunde eher geneigt zu sagen :"OK, ich probier das mal" abr so ? Nee, sorry !
630€ sind für ein High-End-Smartphone doch ziemlicher Standard. Hier hat man dann außerdem noch den Bonus, einen kompletten Ubuntu-Rechner immer dabei zu haben. Ich könnte mir für meinen Teil vorstellen, dass solch ein Handy zu meinem einzigen Rechner wird. Die Rechenleistung eines Mehrkern-Mobilprozessors reicht mir dafür vollkommen aus. Für mehr als Surfen, Mails, NAS-Verwaltung, ssh-Zugriffe, ein wenig Entwicklung und einige Spieleklassiker benutze ich nämlich einen Rechner nicht.
3.
sverris 23.07.2013
Zitat von trevorcolby....n büschen teuer das ganze. Bin der Crowdfunding-Geschichte positiv zugeneigt und habe auch schon mehrere Projekte "gebackt", aber nur bei kickstarter, nicht diese plattform. Trotzdem finde ich 630 Ocken oder jetzt sogar über 800 viel zu viel. Ich denke, der Erfolg wäre ungleich größer, wenn Sie max 250 USD nehmen würden. Da wäre auch der Massenkunde eher geneigt zu sagen :"OK, ich probier das mal" abr so ? Nee, sorry !
sowas zahlt man bei anderen 'premium'-herstellern für die topgeräte auch. bei ubuntu gibts aber die desktopfunktion dazu, bei 4 GB RAM und 128 GB festspeicher.
4.
lordax 23.07.2013
Zitat von trevorcolby....n büschen teuer das ganze. Bin der Crowdfunding-Geschichte positiv zugeneigt und habe auch schon mehrere Projekte "gebackt", aber nur bei kickstarter, nicht diese plattform. Trotzdem finde ich 630 Ocken oder jetzt sogar über 800 viel zu viel. Ich denke, der Erfolg wäre ungleich größer, wenn Sie max 250 USD nehmen würden. Da wäre auch der Massenkunde eher geneigt zu sagen :"OK, ich probier das mal" abr so ? Nee, sorry !
Na, man kann ja beliebig wenig spenden. Die großen Beträge sind nur erforderlich, wenn man unbedingt eines der ersten Geräte haben will. Und dafür sind die Beträge fast noch zu niedrig.
5. Der Sinn des Geräts
olaf_olafson 23.07.2013
Zitat von trevorcolby....n büschen teuer das ganze. Bin der Crowdfunding-Geschichte positiv zugeneigt und habe auch schon mehrere Projekte "gebackt", aber nur bei kickstarter, nicht diese plattform. Trotzdem finde ich 630 Ocken oder jetzt sogar über 800 viel zu viel. Ich denke, der Erfolg wäre ungleich größer, wenn Sie max 250 USD nehmen würden. Da wäre auch der Massenkunde eher geneigt zu sagen :"OK, ich probier das mal" abr so ? Nee, sorry !
... ist nicht der Massenmarkt. Es wird eine Limited Edition sein, die soweit wie möglich die Hardware pusht um zu zeigen, was alles mit Ubuntu Phones möglich sein kann. Bei dem was ich gelesen habe, sind $830 (630% ohne Mehrwertsteuer) nicht wirklich viel, gerade wenn man die 128 GB Speicher berücksichtigt. Auch ansonsten sehen die technischen Spezifikationen sehr gut aus. Gerade die Einsicht, dass man beim Bildschirm nicht zwanghaft über das Retinalevel pushen muss und statt dessen andere Aspekte stärker berücksichtigt (Farb-Authentizität etc.), gefällt mir. Wie das ganze am Ende läuft muss sich noch zeigen. Ich mache ansonsten gerne bei Kickstarter-Projekten mit, aber gerade bei einem Smartphone mit neuem OS ist mir das ganze doch zu teuer als Experiment, wenn ich erstens nicht weiß wie gut es laufen wird und zweitens das Gerät nie in der Hand hatte zum testen. Ich fände es auch primär als mobilen Ubunturechner z.B. für den Urlaub interessant. Andererseits will ich im Urlaub nicht wirklich arbeiten, so dass es sich lohnen würde ;) Smartphoneseitig habe ich kein kein Bedürfnis nach etwas neuem. Ich denke ich werde nächstes Jahr mal ein Ubuntu-Phone eines anderen Herstellers testen, und als mobilen Not-PC in Betracht ziehen. Oder jemand aus meinem Bekanntenkreis bestellt sich das Edge... Wünsche aber viel Erfolg!
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    Markus Böhm schreibt von München aus am liebsten über Medien und die Menschen dahinter. Als "Kioskforscher" setzt er sich voller ungesunder Begeisterung bloggend mit Zeitschriften auseinander.

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