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UMTS-iPad im Familientest Mickriges Spielzeug für magische Momente

iPad 3G: Das wichtigste Zubehör
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Matthias Kremp

2. Teil: An PC-Maßstäben gemessen eine Katastrophe

Im Kaufpreis inbegriffen ist die Akkulaufzeit des iPad 3G. Ganz egal ob man im Web surft, Filme anschaut oder spielt, es hält fast immer knapp zehn Stunden durch, bevor man es wieder aufladen muss. Was iPhone-Anwender dabei verwundern wird: Anders als beim iPhone scheinen die Nutzung von UMTS und Push-Diensten beim iPad nur marginale Auswirkungen auf die Akkulaufzeit zu haben.

Dafür braucht man eine kräftige Stromquelle, um den iPad-Akku überhaupt befüllen zu können. Apple liefert ein Zehn-Watt-Netzteil mit - und das braucht man auch. An einen Power Mac G5 oder einen von mehreren Test-PC per USB angeschlossen, nimmt Apples Gerät zwar Kontakt zum Rechner auf, weist aber selbst darauf hin, dass sein Akku auf diese Weise nicht geladen wird. Laut Norm müssen USB-Anschlüsse 500 Milliampere liefern, die dem großen iPad-Akku nicht zu genügen scheinen. Neuere Apple-Rechner haben entsprechend kräftiger ausgelegte USB-Buchsen. Selbst mein drei Jahre altes Macbook ist zu schlapp fürs iPad. Ein Ausweg ist, das iPad abzuschalten, dann reicht auch der USB-Strom älterer Geräte zum Aufladen.

Ohne Computer geht gar nichts

Eine Mär ist die Behauptung, das iPad sei der Computer für Leute, die eigentlich keinen haben wollen. Denn man braucht einen Computer, um das iPad überhaupt benutzen zu können. Das fängt bei der Aktivierung nach dem Kauf an und setzt sich über Updates der Systemsoftware fort, die nur via Computer eingespielt werden können. Ebenso wenig gibt es eine eingebaute Backup-Lösung, Daten lassen sich nur per iTunes-Software sichern.


Aber wer braucht denn nun wirklich ein iPad? Die klare Antwort: Ein iPad braucht kein Mensch. Aber wer eines hat, kann es gut gebrauchen - und damit eine Menge Spaß haben. Dabei ist die Hardware nebensächlich, denn das, was Apple als die Magie des iPad bezeichnet, sind eigentlich die Apps, die es dafür gibt. Die wiederum haben im Dauertest gezeigt, dass sich das iPad in erster Linie zum Konsumieren eignet. Spielen, Fotos und Videos schauen, lesen - all das geht damit wunderbar.

Damit zu schreiben oder gar komplexe Dokumente zu erarbeiten wird schon schwieriger, erfordert oft eine externe Tastatur. Als Musikgerät oder für einfache Bildbearbeitung, also Dinge, die man per Fingersteuerung erledigen kann, ist es dagegen bestens geeignet.

Das einzige Problem: Wann komme ich dran?

Damit manifestiert sich die Erkenntnis, dass das iPad eben doch kein Netbook-Killer ist. Wer ein Gerät zum Arbeiten sucht, braucht etwas anderes. Wer bloß unterwegs Musik hören oder kleine Filmchen gucken will, auch. Mit solchen Aufgaben ist Apples Tablet unterfordert. Denn das iPad ist so etwas wie ein unspezialisierter Spezialist.

Es kann viel weniger und gleichzeitig viel mehr als ein Netbook. Nach herkömmlichen PC-Maßstäben betrachtet, ist das Ding eine Katastrophe: Sein Prozessor hat eine niedrigere Taktfrequenz als billige Netbooks, sein Speicher ist mickrig und per Hardware ist es kaum zu erweitern. Außerdem verweigert es einen direkten Zugriff auf das Dateisystem, ihm fehlt eine echte Tastatur, es ist teuer, zu schwer und klobig, um stets mitgenommen zu werden.

Aber vielleicht ist es genau das, was Apples Tablet den Erfolg bringen könnte. Man muss sich eben nicht mehr darum kümmern, wo man welche Dateien gespeichert hat, braucht sich keine Verzeichnisnamen zu merken, muss keine Ordner anlegen. Solche Eigenschaften sind es, mit denen sich das iPad binnen kürzester Zeit einen festen Platz im Familienleben erobern könnte.

Und jetzt bin schon wieder ich derjenige, der sich hinten anstellen muss, wenn es darum geht, etwas mit dem Ding anzufangen. Mittlerweile wird die Nutzungszeit des iPad bei uns im Halbstundentakt vergeben - und ich komme natürlich immer als Letzter dran.

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insgesamt 6533 Beiträge
TheBenne 27.01.2010
Auch wenn man vielerorts Gemecker vernimmt, erfüllt das iPad genau meine Erwartungen. Schon lange bevor es vorgestellt wurde, habe ich mir ein Gerät gewünscht, welches ein Zwischending zwischen MacBook und iPhone darstellt. Ich [...]
Auch wenn man vielerorts Gemecker vernimmt, erfüllt das iPad genau meine Erwartungen. Schon lange bevor es vorgestellt wurde, habe ich mir ein Gerät gewünscht, welches ein Zwischending zwischen MacBook und iPhone darstellt. Ich fahre jede 2. Woche täglich 5 Stunden mit dem Zug und auf Dauer ist das iPhone einfach zu klein. Und dem MacBook will ich gammlige Regionalzüge nicht zumuten, einen Tisch sollte man schon darunter stellen. Ich werde also auf jeden Fall zuschlagen. Ich denke, damit kann man viel Spaß haben. Ich sehe mich auch schon mit meiner Freundin gemütlich im Bett den ein oder anderen Film anzuschauen und vor dem einschlafen dann noch ein bisschen lesen. Und für ein Apple Produkt ist der Preis der Hammer. Was ich auch gut finde, ist, dass man immer noch einen PC braucht. Wenn irgendwas damit ist, kann man es immer einfach wiederherstellen, ein Backup einspielen und hat das gleiche Gerät wie vorher. Das ist bei einem OS X Mac nicht ganz so einfach. Also, in mir hat Apple einen Käufer. 64 GB UMTS höchstwahrscheinlich.
das_schwampel 27.01.2010
Na ja. Hat man ja in etwa erwarten können. Eigentlich ein iPhone für Rentner und Grobmotoriker. Dass es kein Flash kann, finde ich enttäuschend. Ansonsten ein innovatives Gerät, aber nicht revolutionär.
Na ja. Hat man ja in etwa erwarten können. Eigentlich ein iPhone für Rentner und Grobmotoriker. Dass es kein Flash kann, finde ich enttäuschend. Ansonsten ein innovatives Gerät, aber nicht revolutionär.
Mo2 27.01.2010
Ich bleibe lieber bei meinem kleinen, leichten, smarten Netbook. Finde ich irgendwie praktischer und es kann eh schon mehr als ich brauche.
Ich bleibe lieber bei meinem kleinen, leichten, smarten Netbook. Finde ich irgendwie praktischer und es kann eh schon mehr als ich brauche.
Hagbard-Celine 27.01.2010
die erwartungen wurden "erschaffen". es ist ein technologieprodukt wie alle andere auch. achne, "apple" ist ja keine firma, es ist "lifestyle"... mögen die zielgruppen den rotz kaufen und sich [...]
Zitat von sysopApple feiert den neuen iPad: einen buchgroßen Computer zum Berühren, angeblich perfekt für Bücher und Magazine, außerdem Spielkonsole, Multimediaplayer und abgespeckter Heimcomputer. Wird das Gerät den Erwartungen gerecht?
die erwartungen wurden "erschaffen". es ist ein technologieprodukt wie alle andere auch. achne, "apple" ist ja keine firma, es ist "lifestyle"... mögen die zielgruppen den rotz kaufen und sich (kurzzeitig) wohl dabei fühlen. apps´t mal schön
Hagbard-Celine 27.01.2010
Zitat von TheBenneAuch wenn man vielerorts Gemecker vernimmt, erfüllt das iPad genau meine Erwartungen. Schon lange bevor es vorgestellt wurde, habe ich mir ein Gerät gewünscht, welches ein Zwischending zwischen MacBook und iPhone darstellt. Ich fahre jede 2. Woche täglich 5 Stunden mit dem Zug und auf Dauer ist das iPhone einfach zu klein. Und dem MacBook will ich gammlige Regionalzüge nicht zumuten, einen Tisch sollte man schon darunter stellen. Ich werde also auf jeden Fall zuschlagen. Ich denke, damit kann man viel Spaß haben. Ich sehe mich auch schon mit meiner Freundin gemütlich im Bett den ein oder anderen Film anzuschauen und vor dem einschlafen dann noch ein bisschen lesen. Und für ein Apple Produkt ist der Preis der Hammer. Was ich auch gut finde, ist, dass man immer noch einen PC braucht. Wenn irgendwas damit ist, kann man es immer einfach wiederherstellen, ein Backup einspielen und hat das gleiche Gerät wie vorher. Das ist bei einem OS X Mac nicht ganz so einfach. Also, in mir hat Apple einen Käufer. 64 GB UMTS höchstwahrscheinlich.
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Eckdaten des iPad 1
Name iPad (von Pad = Block)
Gewicht 1,5 Pfund (680 Gramm)
Bildschirm 9,7 Inch (ca. 25 Zentimeter) Durchmesser
Dicke etwa 1,3 Zentimeter
Batterielaufzeit zehn Stunden laut Apple
Standby-Zeit mehr als ein Monat laut Apple
Akku nicht austauschbar
Prozessor Apple-Eigenentwicklung A4, 1 Gigahertz
Speicher 16, 32 oder 64 Gigabyte
Audio Lautsprecher, Mikrofon, Headset
Quelle: Apple
DAS KOSTET DAS IPAD
16 GB 32 GB 64 GB
W-Lan 499 € 599 € 699 €
W-Lan und UMTS* 599 € 699 € 799 €
*für Datenverbindungen über Mobilfunknetze fallen zusätzliche Kosten an


iPad-Tarife
Anbieter Bezeichnung Datenvolumen Preis
Vodafone Vodafone MobileInternet Basic Monatspaket 200 MB pro Monat 14,95
Vodafone MobileInternet Basic Monatsflat Unbegrenzt 24,95
O2 Blue S 200 MB 10,00
Blue M 1 GB pro Monat 15,00
Blue L 5 GB pro Monat 25,00
Telekom CombiCard Connect S Tagesflat (500 MB) 2,95
CombiCard Connect M 300 MB pro Monat 19,95
CombiCard Connect L für Complete-Kunden 3 GB pro Monat 19,95
Simyo Tarifoption Daten-1GB 1 GB pro Monat 9,90
Fonic Tagesflat 500 MB pro Tag 2,50
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