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Technische Probleme: LG zieht erste LTE-Smartwatch zurück

LG Urbane 2nd Edition: Startabbruch vor der Markteinführung Zur Großansicht
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LG Urbane 2nd Edition: Startabbruch vor der Markteinführung

Kurz vor der geplanten Markteinführung stoppt LG den Vertrieb seiner neuen Smartwatch Urbane 2nd Edition. Der Grund ist ebenso unklar wie die Zukunft der LTE-Uhr.

Kurz nachdem LG seine neue Smartwatch, die Urbane 2nd Edition LTE, in den USA und Südkorea eingeführt hat, nimmt der Konzern das Produkt schon wieder vom Markt. Als Grund werden technische Probleme genannt.

Die Urbane 2nd Edition LTE wird vom Hersteller als die "erste Android-Smartwatch mit eigener Mobilfunkverbindung" bezeichnet. Durch die eingebaute Technik ist es möglich, die Uhr vollkommen unabhängig vom Smartphone zu benutzen. So kann man mit dem Gerät unterwegs E-Mails abrufen oder in Google Maps eine Karte aufrufen. Auch Telefonate sind ohne Handy möglich, wenn man ein Bluetooth-Headset dabei hat.

Nun informierte das Unternehmen Redakteure in den USA, die bereits Testgeräte erhalten hatten, über das vorläufige Aus. Spät im Qualitätssicherungsprozess habe man einen Fehler in der Hardware entdeckt, der die alltägliche Funktionalität des Geräts beeinflusst, heißt es in einer E-Mail an "Android Police".

Die Zukunft der Uhr ist unklar

Nach einer weiteren Untersuchung dieses Fehlers habe man, aufgrund der komplizierten Natur des Problems beschlossen, den weiteren Vertrieb der Urbane 2nd Edition LTE zu stoppen. "Ob das Gerät in Zukunft erhältlich sein wird, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden", erklärt LG weiter.

Was für eine Art von Fehler zum Vertriebsstopp des Hightech-Gadgets geführt hat, erläuterte der Konzern nicht. Die Einführung der LTE-Smartwatch in Deutschland war erst für einem späteren Zeitpunkt geplant. Euro-Preise hatte das Unternehmen noch nicht genannt, in den USA sollte sie rund 300 Dollar kosten.

US-Kunden, die das Gerät bereits erworben haben, sollen beim Mobilfunkanbieter AT&T wahlweise den Kaufpreis erstattet oder eine Samsung Gear S2 im Tausch bekommen. Letztere basiert allerdings auf dem völlig anderen Betriebssystem Tizen und verfügt über keine direkte Mobilfunkanbindung.

Im direkten Vergleich: Vor einem Jahr stellte Samsung in Berlin die Gear S (r.) vor, die mit einem gebogenen Display überraschte. Jetzt folgt die Gear S2, mit rundem Display.

Das runde Design bringt viele Veränderungen. Die Apps werden beispielsweise kreisförmig aufgelistet, um eine bestmmte App auszuwählen muss man mit der drehbaren Lünnette manchmal durch mehrere solcher Kreise scrollen.

Relativ schnell erreicht man diesen Bildschirm, auf dem wichtige Funktionen, wie etwa die Sprachsteuerung S Voice und die Einstellungen zu finden sind.

Die Monatsansicht des Kalenders zeigt die hohe Auflösung des kleinen Displays. 360 x 360 Punkte reichen hier für scharfe Schrift.

Zu lange Kalendereinträge werden als Laufschrift dargestellt.

Zu den mitgelieferten Apps, mit denen man sein Wohlbefinden verbessern soll, zählt eine, mit der man registrieren kann, wie viel Wasser und Kaffee man täglich trinkt.

Natürlich ist auch eine Wetter-App vorinstalliert.

Nachrichten sollen können mit der Smartwatch empfangen per Spracheingabe beantwortet werden können. Da das Testgerät nicht vernetzt war, konnten wir das leider nicht ausprobieren.

Genau wie bei Android Wear: Streicht man von oben über den Bildschirm, erscheinen ein paar Schnelleinstellungen.

Die Fitnessfunktionen wurden gegenüber der Gear S erweitert. So soll das neue Modelle beispielsweise erkennen können, ob man joggen geht oder eine Radtour macht.

Auf der Rückseite ist der bei Smartwatches obligatorische Pulssensor eingebaut.

Pulsmessungen zeigt die Uhr nicht nur als Zahlenwert an, sondern gibt auch noch eine grafische Darstellung aus.

Am Arm wirkt die Gear S2, gerade im Vergleich zur Gear S, recht schlank. Das Gehäuse ist gerade einmal 11,4 Milimeter dick.

Als Gear S2 Classic wird Samsungs neue Computeruhr auch in einem klassischen Uhren-Look angeboten.

Zu den Merkmalen der Classic-Version gehört ein Lederarmband.

Im Vergleich mit der Apple Watch wirkt Samsungs Gear S2 auch in der Standardvariante mehr wie eine herkömmliche Armbanduhr, was dem runden Bildschirm geschuldet ist.

Im Profil zeigt sich, dass die Gear S2 kaum dicker aufträgt als die Apple Watch, aber trotzdem größer wirkt.

Laut Android Central wurden AT&T-Mitarbeiter aufgefordert, alle Ausstellungsstücke der Urbane 2nd Edition sofort aus den Auslagen zu entfernen und an den Hersteller zurückzusenden.

mak

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insgesamt 5 Beiträge
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1. Nobody is Perfect, nur Apple
Mitbuerger0815 20.11.2015
Apple hat jahrelang entwickelt und experimentiert bis es seine erste Smartwatch rausbrachte. was erlauben LG. Glaubt LG, dass es besser kann. selbst Samsung kommt mit der mittlerweile 5.Generation seiner Smartwatch nicht an Apple Watch heran
2. Gear S2
Wilbur_Walsh 20.11.2015
Anders als von Herrn Krempp behauptet gibt es die Gear S2 auch als Version mit Mobilfunk. Leider nur nicht in Deutschland.
3. Witzig
hmutt 20.11.2015
Sehr seltsam, das, was ich seit 2 Jahren am Handgelenk trage, mit vollwertigem Android und 3G, Bluetooth und selbstverständlich mit Telefonie ist laut Samsung also keine Smartwatch, da ja Samsungs missglücktes Armbandding die "erste Android-Smartwatch mit eigener Mobilfunkverbindung" sein sollte. Aber klar, es ist ja nur ein OEM der Omate, also kann es ja niemals smart sein. Im Übrigen scheint es klar, was hier passiert. Die Marketingabteilung hat gemerkt, dass man sich mit dem Ding ins eigene Fleisch schneidet. Mit den bisherigen Dumbwatches kann man ja schließlich noch ein überteuertes Handy dazuverkaufen. Also stoppt man den Kram. Mehr Gewinn abschöpfen heißt das.
4. Nobody is Perfect, nur Apple
Mitbuerger0815 21.11.2015
Apple hat jahrelang entwickelt und experimentiert bis es seine erste Smartwatch rausbrachte. was erlauben LG. Glaubt LG, dass es besser kann. selbst Samsung kommt mit der mittlerweile 5.Generation seiner Smartwatch nicht an Apple Watch heran
5. @Mitbuerger0815
Fait Accompli 21.11.2015
Und warum dann die Apple Watch in den meisten Bewertungscharts nicht auf dem 1. Platz auf?
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