US Navy Feuerwehrroboter soll Schiffsbrände löschen

An Bord amerikanischer Militärschiffe sollen künftig Roboter Aufgaben erledigen, die für Menschen gefährlich werden könnten. Forscher zeigen jetzt stolz eine Menschmaschine, die Feuer löschen kann.

US Navy

Ein Feuer an Bord ist für Seeleute ein Alptraum, denn die Brandbekämpfung auf einem auf hoher See schwankenden Schiff ist oft lebensgefährlich. Die US Navy hat jetzt Videomaterial veröffentlicht, das einen humanoiden Roboter zeigt, der einen Brandherd lokalisiert und mit einem Feuerwehrschlauch löscht.

Einer Pressemitteilung des amerikanischen Office of Naval Research (ONR) zufolge ist ein Test zu sehen, der im November an Bord eines ausgemusterten Militärschiffes, der USS Shadwell, stattfand. Warum die Ergebnisse erst jetzt publik gemacht werden, ist unklar.

Die Shipboard Autonomous Firefighting Robot (SAFFiR) genannte Maschine wirkt optisch wie ein Statist aus den "Terminator"-Filmen. Zweibeinig und mit Armen und einem Kopf bestückt ist SAFFiR knapp 1,77 Meter groß, er wiegt gut 70 Kilogramm. "Unser Ziel war es, einen Humanoiden zu entwickeln, der sich an Bord eines Schiffes bewegen, Türen öffnen und Löschschläuche bedienen kann", sagt Projektleiter Thomas McKenna.

Der Roboter kann durch Rauch sehen

Das Konzept umzusetzen sei allerdings knifflig gewesen, erklärt Brian Lattimer von der Virginia Tech University: "Auf wackeligem Terrain zu balancieren ist - vor allem für zweibeinige Roboter - sehr schwierig." Man habe die Maschine deshalb so konstruiert, dass sie ihren Schwerpunkt mithilfe von Ausgleichsbewegungen auch auf unebenen Untergründen stabilisieren kann.

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Forschungsprojekt: Ein Roboter als Feuerwehrmann

Ein großer Vorteil gegenüber menschlichen Feuerwehrleuten besteht darin, dass der Roboter zur Orientierung nicht auf sichtbares Licht angewiesen ist. Stattdessen wurden diverse Sensoren, darunter eine Infrarot-Stereokamera zur räumlichen Orientierung, eingebaut. Ein rotierender Laser (Lidar) ermöglicht dem Roboter, auch in dichtem Rauch den Weg zu finden. Die gleiche Technik kommt beispielsweise auch in selbstfahrenden Autos zum Einsatz.

"Wir nennen es Hybridantrieb"

"Der Roboter ist in der Lage, autonom zu agieren", sagt Lattimer über den SAFFiR. Ganz mag man der Automatik offenbar aber noch nicht vertrauen. Es sei immer ein Mensch in die Steuerung eingebunden, der jederzeit die Kontrolle übernehmen kann.

Das solle auch später so bleiben, betont Projektleiter McKenna. Künftig sollen humanoide Roboter auf Schiffen nicht nur als elektrische Feuerwehrmänner, sondern auch zu Wartungszwecken eingesetzt werden. So könnten sie zum Beispiel Rost und Leckagen aufspüren. Doch selbst solche weiterentwickelten Modelle sollten stets von menschlichem Personal überwacht werden.

"Wir arbeiten auf Mensch-Roboter-Teams hin", sagt McKenna. "Wir nennen es Hybridantrieb, wenn Menschen und Roboter zusammenarbeiten."

mak

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insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
Theoline 06.02.2015
1. Na ja,
viel sehen kann man da noch nicht. Steht nur dumm in der Ecke rum und hält einen Schlauch:-) Da mussten die beiden Bärtigen schon helfen, das er die richtige Richtung findet. Bei der Geschwindigkeit kann sich das Feuer in Ruhe ausbreiten bevor der anfängt zu löschen.
ali.wie.brecht 06.02.2015
2. Nix zu sehen!
Warum fordert SPon in einem Artikel zum Abschalten von Flash auf, nutzt aber Flash für die Videos???????????????????????????
hermannheester 07.02.2015
3. Ein Roboter der selbst keine Brände legt?
Viele Brände stammen von "Fachleuten" her, die sich und ihre Fähigkeiten erproben wollten und dabei Schiffbruch erleiden. Andere Brände entstehen bei "Übungen", wo die "Übung" so weit ging, dass man selbst im Ernstfall den Brand nicht unter Kontrolle bekommt. Nicht allein die Jugendfeuerwehren sind hier beteiligt - aber eben auch.
Flying Rain 08.02.2015
4. Wäre
Wäre es nicht möglich zu lokalisieren ob in dem betroffenen Bereich sich Personen aufhalten - wenn nicht ihn zu sperren und dann den Raum mit CO2 zu fluten?
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