Neue Brillen Jetzt wird Virtual Reality bezahlbar

Bisher ist der Einstieg in Virtual-Reality-Welten teuer. High-End-Brillen für den PC kosten viele Hundert Euro, außerdem braucht man einen leistungsstarken Rechner. Zu Weihnachten soll sich das ändern.

Acer

Aus Seattle berichtet


In Microsofts Keynote dauerte die Ankündigung nur wenige Minuten - für Fans neuer Technologien dürfte sie aber ein Highlight der Entwicklerkonferenz Build gewesen sein. Pünktlich zu Weihnachten sollen neue, günstigere Virtual-Reality-Brillen für den PC auf den Markt kommen, hieß es in Seattle.

Hergestellt werden die beiden Geräte, die auf der Konferenz zu sehen waren, von Acer und HP. Wie die Hightech-Brillen heißen sollen, wurde nicht verraten - bei den Preisen, die für sie genannt wurden, ist das aber auch Nebensache.

Das Modell von Acer soll für 299 Dollar in den Handel kommen, die HP-Version für 329 Dollar. Zum Vergleich: Eine Oculus Rift kostet derzeit knapp 600 Euro, eine HTC Vive mit Controllern rund 900 Euro, beide Geräte zielen jedoch auch auf Tech-Enthusiasten, die ein technisch möglichst gutes VR-Erlebnis bevorzugen.

Nordamerikanische Entwickler können die Geräte ab sofort vorbestellen, der Rest der Welt muss sich noch ein wenig gedulden. Auch die Euro-Preise stehen noch nicht fest, dürften aber auf einem ähnlichen Niveau liegen. Sicher ist, dass die Geräte zu denselben Preisen an Entwickler wie auch an Endkunden verkauft werden sollen.

Während Microsoft die beiden Brillen selbst als Mixed-Reality-Headsets bezeichnet, sind sie doch eigentlich klassische Vitual-Reality-Brillen. Denn, anders als Microsofts HoloLens-Brille, sind diese beiden Exemplare komplett geschlossen: Sie lassen keinen direkten Blick auf die reale Umgebung zu. Setzt man sie auf, befindet man sich in einer in sich abgeschlossenen virtuellen Umgebung.

Passend zu den neuen Headsets hat Microsoft sogenannte Windows-Mixed-Reality-Motion-Controller angekündigt. So wie die Controller, die es etwa für die VR-Brille von HTC und Oculus gibt, sollen sie es dem Nutzer ermöglichen, intuitiv, per Bewegungssteuerung mit der alternativen Realität zu interagieren.

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Der große Unterschied zu den Controllern von HTC und Oculus ist, dass man keine Sender aufstellen oder an den Wänden anbringen muss, die die Controller im Raum orten. Stattdessen verwenden die Microsoft-Controller Sensoren, die an den Headsets montiert sind. Gezeigt wurden die Controller auf der Konferenz allerdings erst einmal nur auf Bildern.

Die Acer-Brille macht vor allem durch eine Design-Besonderheit auf sich aufmerksam: Der Brillenteil kann wie bei manchen Motorradhelmen schnell nach oben geklappt werden, wenn man kurz in der realen Welt gebraucht wird. Die eigentliche Halterungsmechanik bleibt dabei fest am Kopf. Die Auflösung der Mini-Bildschirme beträgt 1440 x 1440 Pixel.

Unklar ist noch, was für Software auf den neuen Billigbrillen laufen wird. Grundsätzlich wäre denkbar, dass sich aufgrund der geschlossenen Konstruktion auch VR-Apps damit spielend nutzen lassen, die es schon für HTC Vive und Oculus Rift gibt. Es könnte auch sein, dass die Headsets mit einer neuen Xbox-Variante kompatibel sind, über die man im Juni auf der Computerspielmesse E3 Neues erfahren wird.

insgesamt 19 Beiträge
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quark2@mailinator.com 12.05.2017
1.
Nur Win10 ? Nein danke !
mettwurstlolli 12.05.2017
2. Hmm
Funktionieren die dann auch an einer Playstation?
Fxxx 12.05.2017
3. Teuer ist VR nicht wirklich...
... wenn man ein Galaxy S6 oder S7 hat. Dann kauft man sich für 49€ eine Brille und kann fast in gleicher Qualität wie die Oculus die virtuelle Realität erkunden.
Big_Jim 12.05.2017
4. Ich war erst skeptisch bez. VR.
Ich dachte, es ist ein ähnlicher Hype wie 3D am Fernseher oder gebogene Monitore. Aber nachdem ich bei einem Freund eine Oculus Rift vor den Augen hatte und einmal mit Google Earth VR "durch" München ging war ich total von den Socken. Als ich dann noch Auge in Auge mit einem T-Rex stand und mein Herz anfing zu klopfen -obwohl mein Kopf immer wieder beruhigen wollte, dass dies ja nur virtuell wäre- war mir klar was folgen würde: Am in den Webstore und bestellt. Nun bin ich seit 2 Wochen stolzer Besitzer einer solchen Brille und noch immer begeistert wie am ersten Tag. Jeder Freund / Verwandte der bisher die Brille testweise auf der Nase hatte zeigte sich schwer beeindruckt. Selbst Leute die mit PC und Spielen nix am Hut haben nahmen die Brille mit leuchtenden Augen ab und waren total fasziniert. Kurz: Diese Technologie wird ihren Weg machen und wenn sie noch bezahlbarer wird um so schneller.
alex2k 12.05.2017
5. Wer will,
konnte es sich schon lange Kaufen. Vor 20 Jahren haben wir knapp 1000 DM alleine für eine gute Grafikkarte bezahlt.
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