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VR for G3: LG schenkt Smartphone-Käufern Virtual-Reality-Brille

Virtual Reality: Die VR-Brille für das LG G3 Fotos
LG

Wer künftig LGs Smartphone-Topmodell G3 kauft, bekommt kostenlos eine VR-Brille dazu. Anderswo kosten solche Geräte mehrere Hundert Euro. Noch lässt das Angebot aber eine Frage offen.

Der koreanische LG-Konzern gibt sich großzügig. Wer sich künftig ein G3 kauft, das aktuelle Topmodell aus dem Smartphone-Angebot der Firma, soll die Virtual-Reality-Brille VR for G3 gratis dazu bekommen. Noch im Februar soll das Angebot starten.

Als Grundlage für die Konstruktion der VR for G3 habe Googles Project Cardboard gedient, erklärt der Konzern in einer Pressemitteilung. Das Projekt einiger Google-Mitarbeiter war im Sommer 2014 auf Googles Entwicklerkonferenz I/O vorgestellt worden. Damals verteilte der Internetkonzern eine extrem günstige VR-Brille als Bausatz aus Pappe. Statt eines PCs dient in Googles Version ein Smartphone als Rechner und Bildschirm. Nachahmer waren erwünscht.

Und tatsächlich gibt es sie mittlerweile zuhauf. Online werden Papp-Bausätze wie der von Google zu einstelligen Euro-Preisen angeboten. Es gibt aber auch weit teurere Varianten, so wie Samsungs Gear VR. Das Produkt des koreanischen Konkurrenten kann seit wenigen Tagen im deutschen Onlineshop des Unternehmens bestellt werden, für knapp 200 Euro. Im Test hat es uns gut gefallen.

Matthias Kremp

Eine neue Art von Herrenhandtasche: Die Samsung Gear VR Innovator Edition wird mit einer solchen Tasche geliefert, in der sie unterwegs gut geschützt ist. Allerdings ist die Tasche recht klobig.

Matthias Kremp

Zusammengefaltet: In der Tasche findet die Brille nur Platz, wenn man die Tragebänder löst.

Matthias Kremp

Aufgebaut: Die Tragekonstruktion sieht unbequemer aus als sie ist. Tatsächlich sitzt die Gear VR sehr angenehm und stabil am Kopf.

Matthias Kremp

Hilfestellung: Ein Aufdruck auf der linken Seite zeigt, dass Samsung sich für die Gear VR Hilfestellung bei Experten geholt hat. Die US-Firma Oculus arbeitet seit Jahren an einer eigenen VR-Brille.

Matthias Kremp

Einblick: Auf der Innenseite der Brille ist rechts der Annäherungssensor zu erkennen, der registriert, wenn man die Gear VR aufsetzt.

SPIEGEL ONLINE

Das ist das Vorbild: Im Sommer 2014 präsentierte Google diese VR-Brille mit der Bezeichnung Project Cardboard. Die Pappbrille sollte das Grundprinzip zeigen, nach dem VR-Brillen auf der Basis von Smartphones funktionieren könnten.

Matthias Kremp

Speziallinsen: Einer der großen Unterschiede zu Googles Project Cardboard sind die Linsen, die von weit besserer Qualität sind als bei Googles Pappbrille.

Matthias Kremp

Kontaktstelle: Erst wenn das Galaxy Note 4 auf diesen USB-Stecker aufgesteckt wird, lassen sich die VR-Apps auf dem Handy starten.

Matthias Kremp

Es kann nur eines geben: Einzig Samsungs Galaxy Note 4 ist mit der Gear VR kompatibel. Zu den 200 Dollar für die Brille kommt also der Kaufpreis des Handys dazu. Nach Liste sind das 769 Euro.

Matthias Kremp

Prallschutz: Samsung liefert einen transparenten Plastikdeckel in Rauchglasoptik mit, den man über dem Handy auf die Brille stecken kann. Einen praktischen Nutzen hat die Abdeckung nicht.

Matthias Kremp

Scharfmacher: Über ein Rädchen wird die Bildschärfe justiert, in dem der Abstand zwischen Display und Linsen verändert wird.

Matthias Kremp

Bedienelemente: Auf der rechten Seite des Gehäuses befinden sich ein Touchpad und eine Zurück-Taste. Mehr braucht man nicht, um VR-Apps zu steuern.

Matthias Kremp

Komplettpaket: So sieht die Gear VR samt Galaxy Note 4 zusammengebaut aus. Der relativ schwere Vorbau wird von mehreren Gummibändern am Kopf fixiert.

Matthias Kremp

Die Gear VR am Kopf: Sieht komisch aus, fühlt sich aber gut an. Auch nach mehreren Stunden Dauernutzung drückte nichts. Allerdings wird es unter der Brille recht warm.

Entsprechend spannend ist die Frage, ob das kostenlose Gerät von LG qualitativ mit der Samsung-Brille mithalten kann, was den Tragekomfort und die Güte der Linsen angeht. Als Antrieb und Bildschirm nutzt LG das G3: Dass dessen Prozessor schnell genug für aktuelle VR-Apps ist, konnten wir schon beim Ausprobieren von Googles Pappbrille feststellen, in die wir das G3 einsetzten.

Einziger Kritikpunkt: Genau wie bei Samsungs Lösung mit dem Galaxy Note 4 reichte die eigentlich sehr hohe Auflösung des Bildschirms nicht, um ein makelloses Bild zu produzieren. Stattdessen war teilweise klar eine Streifenbildung zu erkennen.

Fotostrecke

11  Bilder
Cardboard: So bastelt man die Pappbrille
Nach dem Vorbild von Project Cardboard nutzt auch LGs VR for G3 einen Magneten, der das Gyroskop im Handy beeinflusst, als Steuerungsinstrument. In der Gear VR gibt es dagegen ein echtes Touchpad und eine Home-Taste. In der Packung der VR-Brille von LG soll ein Gutschein für das VR-Spiel "Roboliteration" liegen.

Dass LG genau jetzt mit einem solchen Angebot wirbt, ergibt Sinn. Anfang März beginnt in Barcelona die Handymesse Mobile World Congress, auf der etliche Hersteller neue Smartphones vorstellen werden. Die Beigabe einer VR-Brille könnte LG helfen, sein bis dahin fast ein Jahr altes Smartphone gegen die modernere Konkurrenz in Stellung zu bringen.

Wahrscheinlich ist aber auch, dass LG bald einen Nachfolger für das G3 präsentieren wird. Gerüchten zufolge soll das neue Modell einen noch höher auflösenden Bildschirm haben. Ein solches Display könnte VR-Anwendungen potenziell noch realistischer machen. Einen Termin für die Präsentation des möglicherweise G4 genannten Smartphones gibt es aber noch nicht.

Ebenfalls noch nicht bekanntgegeben hat LG, wo das neue Gratis-Angebot überhaupt gelten soll: Stand Dienstagvormittag heißt es nur, dass es die VR for G3 "in ausgewählten Märkten" geben wird.

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15  Bilder
LG G3 im Test: Schöner war Plastik noch nie

mak

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1. Die modere Form...
Airkraft 10.02.2015
Die modere Form von: Brett vor'm Kopf?
2.
Mr Bounz 10.02.2015
Enschuldigung, aber da schreibt doch jemand Schwachsinn. Das G3 hat eine Quad HD Auflösung, also 4x Full HD, das macht pro Auge 2x Full HD! Wenn es da zu streifen kam lag das höchstens an noch nicht ausgereifter Software, oder der Redakteur sollte die Wimpern von der Linse wischen. ... welche Auflösung ertreumt sich den der Herr Schreiberling? P.S. Herr Kremp, Apple wird da nichts liefern!!
3. Auflösung
t.schuberth 10.02.2015
Ich gebe zu ich bin kein Experte, jedoch ist mir zu Ihren gekommen dass auf diese kurze Entfernung ein 8k Display benötigt wird um wirklich ein scharfes Bild zu erzeugen und davon ist quad-HD schon noch ein gutes Stück entfernt
4. 4x Full HD ??
olaf_olafson 10.02.2015
Zitat von Mr BounzEnschuldigung, aber da schreibt doch jemand Schwachsinn. Das G3 hat eine Quad HD Auflösung, also 4x Full HD, das macht pro Auge 2x Full HD! Wenn es da zu streifen kam lag das höchstens an noch nicht ausgereifter Software, oder der Redakteur sollte die Wimpern von der Linse wischen. ... welche Auflösung ertreumt sich den der Herr Schreiberling? P.S. Herr Kremp, Apple wird da nichts liefern!!
Das G3 hat eine Auflösung von 2560x1440. Das ist die vierfache Auflösung von HD Ready (1280x720). Macht 1280x1440 pro Auge. Das ist für ein Smartphone sehr hoch, aber scheint in Kombination mit diesen Linsen direkt vor den Augen noch immer kein tolles Bild zu liefern. Ich habe das nicht als Kritik am Bildschirm empfunden, sondern dass es für diese VR-Technik noch nicht ganz reicht. Diese Streifenbildung wird eben beobachtet. Mehr ist zur Zeit wohl in der Form technisch nicht umsetzbar.
5. LG VR ist nur eine leere Plastikschachtel
lightstorm66 10.02.2015
wie sie es bereits zu hauf für 20$ gibt und bieten nur dasselbe VR Erlebnis wie eine Google Cardboard für 2$. Die Gear VR hat nicht nur schnellere Sensoren, als in einem Smartphone verbaut, es hat auch ein Touchpad sowie höherwerige Linsen und ein Fokusierungsrad, als auch eine spezielle Software die: -einen Low Level Zugriff auf die CPU ermöglicht -zudem wird beim Amoled Display Low Persistence aktiviert, damit Motion Blur vermieden bzw. minimiert wird, was bei LCD Displays stark vorkommt -Asynchronous Timewarp ermöglicht, sprich wenn die Framrate unter 60 FPS gehen sollte, bleibt die Kopfbewegung weiterhin flüssig bei 60FPS. -zudem sind die Apps/Games auf das Note 4 optimiert mit laufen mit 1440p und 60FPS.
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