Weihnachtsgeschenke für Nerds: Schütteln oder schachteln?

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Suchen Sie noch ein Weihnachtsgeschenk für Ihren Lieblingsnerd? Kein Problem! Wir geben Ihnen Tipps für schräge, aber nicht allzu teure Technikgeschenke: Pappkartons zur Datenaufbewahrung, ein Schüttel-Sportgerät fürs Sofa und eine dolle Lesehilfe.

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Ist das Öko oder bloß Quatsch? Festplattengehäuse sollen künftig nicht aus Metall oder Kunststoff sein, sondern aus Pappe und Papier - wünscht sich die Firma Convar aus Pirmasens. Denn die stellt Festplattengehäuse aus Karton her. Die seien schon deswegen ökologisch, weil Verpackung und Produkt ein- und dasselbe sind. Und Gutes tue man damit überdies, weil der Hersteller bei der Produktion mit einer kirchlichen Stiftung für Menschen mit Behinderungen zusammenarbeitet.

Praktisch sind die Pappschachteln ohne Frage. Schneller als in einen solchen Karton kann man einen Festplatte kaum verstauen. Keine Schrauben, die man festziehen muss, keine Plastiknasen, die man abbrechen könnte - und kein Lüfter, die Kühlung erfolgt rein passiv. Zudem sind die Kartons stapelbar, weshalb man mehrere davon gut und platzsparend im Firmensafe unterbringen kann. Nebenbei bemerkt: Convar befasst sich im Kerngeschäft mit Datenrettung.

Zudem wirbt Convar damit, das System sei zukunftskompatibel. Schließlich müsse man nur das Anschluss-Modul des mitgelieferten Kabelsatzes gegen ein neues austauschen, um auf einen anderen Stecker-Standard umzusteigen.

Dabei sind die Anschlusskabel das Einzige, was am Bytepac-Konzept wirklich nervt. Drei Kabel und eine Adapterbox müssen zusammengestöpselt werden, um Festplatte und PC zusammenzubringen - und verursachen damit ordentlich Kabel-Chaos auf dem Schreibtisch.

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Hightech-Weihnachtsgeschenke: Festplatten in Schachtel und Fernsehen zum Schütteln

Trotzdem: 39,95 Euro kostet ein Starter-Kit mit drei Leerboxen, allen Kabeln und Etiketten. Und wenn das nicht ausreicht, kauft man sich einfach weitere Leerboxen dazu. Das Kabelset braucht man nur in einfacher Ausführung.

Ein bisschen Bewegung für Zapper

Couch-Kartoffeln, also Leute, die viel zu oft, viel zu gerne, viel zu lange vor dem Fernseher sitzen und zwischen den Kanälen zappen, können sich bei ihrer Lieblingsbeschäftigung jetzt ein wenig Bewegung verschaffen. Die Universalfernbedienung Smart Control Motion von One for all soll eine Art Gestensteuerung bieten.

Wer jetzt an die Gesten denkt, die man bei iPad, iPhone und Co. benutzt, sei gewarnt: Eigentlich ist es nur eine Bewegungsteuerung. Ruckelt man die Fernbedienung beispielsweise nach links oder rechts, spult man vor und zurück, tippt man zweimal schnell auf ihre Seite, wird der Ton stummgeschaltet. Hört sich komisch an, sieht lustig aus und ist auf Dauer ganz schön anstrengend für die Handgelenke.

Aber nebenbei bekommt man ja auch eine Universalfernbedienung, mit der sich bis zu sechs Geräte fernsteuern lassen und die damit potentiell für mehr Platz auf dem Couchtisch sorgt. Der Preis für diesen kleinen Luxus schwankt allerdings erheblich. Je nach Händler werden 30 bis 40 Euro fällig - plus Versandkosten.

Besser in bunt lesen?

E-Book-Reader, die Lesegeräte für digitale Bücher, sind gerade deshalb so gut, weil sie unbeleuchtete Bildschirme mit sogenannter E-Ink-Technik haben. Buchstaben sehen darauf aus wie auf Papier, der Stromverbrauch ist gering. Das finden die Nutzer toll. Andere wiederum kritisieren, Schwarzweiß sei nicht mehr zeitgemäß, die Geräte viel zu teuer, und außerdem brauche man auch immer eine Lampe oder Sonnenlicht, um darauf lesen zu können.

Für diese Zielgruppe gibt es den Weltbild eBook Reader 3.0 von Hugendubel. Wobei der eigentlich vom MP3-Player-Hersteller Trekstor stammt, aber unter anderer Flagge verkauft wird. Der Preis ist beeindruckend: Nur 60 Euro kostet das Gerät, mit Sieben-Zoll-Farbdisplay und zwei GB Speicher. Und er kann mit kopiergeschützten PDF-Dateien umgehen, eignet sich also auch zum Ausleihen digitaler Bücher aus dem öffentlichen Bibliotheken per Onleihe.

Das hört sich prima an und ist auch gar nicht schlecht. Der Bildschirm ist schön matt, macht beim Lesen Spaß und kann vor allem bunte Illustrationen gut darstellen. Ein bisschen langsam ist er, vor allem wenn man den Bildschirm dreht. Und er hat eine Hintergrundbeleuchtung, funktioniert also auch im abgedunkelten Schlafzimmer oder beim Nachtflug.

Ein solcher Nachtflug sollte aber nicht allzu lang sein. Im Gegensatz zu Schwarzweiß-Readern, die teils tage- oder wochenlang ohne Steckdose durchhalten, gab der eBook Reader 3.0 im Test meist schon nach viereinhalb bis fünf Stunden auf. Für Viel- und Langeleser ist der Billig-Reader also nichts. Für jemanden, der bloß mal abends ein paar Stunden vor dem Schlafengehen im Bett lesen will, ist er dagegen sehr gut geeignet. Man darf nur nicht vergessen, ihn regelmäßig an die Steckdose zu stöpseln.

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1. Fehler1
jedernureinkreuz 21.12.2011
Hallo, Ihr eBook-Reader 3.0 hat einen defekten Akku, geben Sie ihn zurück. Meine Frau hat auch so ein Gerät und liest seit 10 Tagen mit der ersten Akku-Ladung.
2. Ohje, der Schreiberling hatte wohl auch null Ahnung von der Materie
fragezeichenheute 21.12.2011
Nicht alle Ebooks haben eine akkusparende E-Ink-Technik, selbst 2011 noch nicht. Bitte in Zukunft besser recherchieren!
3.
Palich 21.12.2011
Der Reader von Weltbild-Verlag ist kein echter eBook-Reader. Ihm fehlt die wichtige Eigenschaft eine ePaper-Displays. Er hat ein normalens LCD-Display und ist als eBook-Reader kaum geeignet. Ein ePaper-Display eines echten Readers ist 1000x augenfreundlicher und besser lesbar. Fast wie echtes Papier. Gerade, weil es KEINE Hintergrundbeleuchtung hat. Außerdem ist es stromparend, da nur Strom umblättern benötigt wird. Das Herr Kremp darauf nicht hinweist, sagt viel über seine fehlende Kompetenz aus. Als eBook-Reader ist das Ding vom Weltbild-Verlag überhaupt nicht geeignet.
4. Na...
Hosterdebakel 21.12.2011
Zitat von PalichDer Reader von Weltbild-Verlag ist kein echter eBook-Reader. Ihm fehlt die wichtige Eigenschaft eine ePaper-Displays. Er hat ein normalens LCD-Display und ist als eBook-Reader kaum geeignet. Ein ePaper-Display eines echten Readers ist 1000x augenfreundlicher und besser lesbar. Fast wie echtes Papier. Gerade, weil es KEINE Hintergrundbeleuchtung hat. Außerdem ist es stromparend, da nur Strom umblättern benötigt wird. Das Herr Kremp darauf nicht hinweist, sagt viel über seine fehlende Kompetenz aus. Als eBook-Reader ist das Ding vom Weltbild-Verlag überhaupt nicht geeignet.
ich habe den Vorgänger des hier gezeigten Gerätes und muss Herrn Kemp in soweit Recht geben, dass es für das Lesen von E-pub, pdf, und den anderen gängigen Formaten ausreicht. Um eben mal abends im Bett zu lesen oder unterwegs oder beim Arzt im Wartezimmer die Zeit zu überbrücken. Das Gerät von Trekstore nimmt auch gar nicht für sich in Anspruch an der Darstellung eines Readers mit e-Ink herankommen zu wollen. Es kann eben durch den LCD Bildschirm auch Farbe darstellen, hat eine Möglichkeit um noch mp3s und jpgs darstellen zu können. Also ohne weiteres ausreichend für den Durchschnittsuser. Wer von morgens bis abends lesen will, ist mit einem richtigen Reader sicherlich besser bedient. Ach so, Herr Kemp mit "Steckdose" ist nicht, da nur USB-Kabel vorhanden. Dann wird noch ein Adapter benötigt.
5. Geschenke für Geeks
MarioDeMonti 22.12.2011
Wer vorher wissen will, wie das Geschenk ankommt, sollte sich das hier mal ansehen: UserFriendly Strip Comments (http://ars.userfriendly.org/cartoons/?id=20051218)
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