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Hackerangriff: Warum Sie Ihr Wordpress-Passwort ändern sollten

Hackerangriff auf Wordpress (Symbolbild): Zehntausende Nutzer sollen betroffen sein Zur Großansicht
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Hackerangriff auf Wordpress (Symbolbild): Zehntausende Nutzer sollen betroffen sein

Hacker haben eine weltweite Angriffswelle gegen die Blog-Plattform Wordpress gestartet. Angeblich Zehntausende Blog-Konten wurden schon gekapert. Was die Einbrecher vorhaben, ist unbekannt. Dafür ist klar, wie man Schaden abwendet - mit einem sicheren Passwort.

Zehntausende Nutzer der Blog-Plattform Wordpress sind von einem Online-Angriff betroffen. Sie seien Opfer einer sogenannten Brute-Force-Attacke, meldet das kalifornische Sicherheitsunternehmen Sucuri. In den vergangenen Tagen habe sich die Anzahl der Angriffe gegen Wordpress-Kunden verdreifacht.

Auch der Webdienstleister CloudFlare meldete am Samstag, dass er innerhalb einer Stunde 60 Millionen vermutlich illegitime Zugriffsversuche auf Wordpress habe. Die seien Anzeichen einer großen Angriffswelle, organisiert durch ein sogenanntes Botnet.

Der leitende Entwickler bei Wordpress, Matthew Mullenweg, warnt in seinem Blog vor der Angriffswelle - und davor, der Aufregung der Sicherheitsfirmen zu folgen, die von einer möglichst drastischen Darstellung des Problems profitieren. Sein Tipp an Wordpress-Anwender: Wählen Sie jetzt ein neues, starkes Passwort und tragen Sie es unter Benutzer/Dein Profil/Neues Passwort ein. "Machen Sie das und Sie sind 99 Prozent der Websites da draußen einen Schritt voraus und werden wahrscheinlich nie ein Problem haben."

Noch untersuchen die Sicherheitsexperten den Vorgang und dessen Konsequenzen. Derzeit zeichnet sich folgendes Szenario ab: Ein oder mehrere Hacker haben ein Botnet mit etwa 100.000 gekaperten Rechnern gemietet und machen damit Jagd auf schlecht geschützte Wordpress-Blogs.

Was die Angreifer mit den geknackten Wordpress-Konten erreichen wollen, bleibt unklar. Sie könnten allerdings weitere Malware installieren, die bei der Verbreitung des Botnetzes hilft. Oder sie könnten Werbe-Spam oder Links zu illegitimen Netzangeboten in den betroffenen Blogs unterbringen, wie bei einem ähnlichen Angriff im Dezember vergangenen Jahres geschah.

Bei einer Brute- Force-Attacke gehen Angreifer nach und nach Anmeldename/Passwort-Kombinationen durch, bis sie durch Zufall die richtige Kombination finden. Das im aktuellen Fall genutzte Botnet hat dem Web-Dienstleister CloudFlare zufolge genug Rechenkraft, um stündlich zwei Milliarden Passwörter durchzuprobieren. Durch geschickte Auswahl der Versuchsworte kann eine hohe Erfolgsrate bei zeitlich überschaubarem Aufwand sichergestellt werden. So wählten die Angreifer einen festen Anmeldename ("admin") und versuchten, sich mit einem Verzeichnis der am weitesten verbreiteten Passworte Zugang zu verschaffen.

Diese Angriffsmethode ist erschreckend erfolgreich - und nur schwer einzudämmen, solange Nutzer nur unzureichend sichere Passwörter wählen. Immer wieder zeigen Analysen bekannt gewordener Passwort-Verzeichnisse, dass extrem viele Nutzer nur sehr schwache Passwörter wählen. Ein sehr hoher Prozentsatz der Passwörter hat die immer wieder gleichen Buchstaben- oder Zahlenkombinationen. Wer diese kennt (etwa: "12345" oder "iloveyou") kann sich nicht nur Zugriff auf geschützte Bereiche verschaffen, sondern muss auch keine Entdeckung fürchten, da kein massenhaftes Durchprobieren von Kombinationen nötig ist.

Der Schutz vor solchen Tricks ist simpel: sichere Passwörter, die so lang und komplex sind, dass sie sich nicht einfach erraten lassen. Sie müssen nicht einmal schwer zu merken sein. Wordpress zum Beispiel erlaubt Leerzeichen im Passwort - womit ganze Sätze oder Kombinationen von Namen als äußert schwer zu knackende Passwörter benutzt werden können. Zusätzlich kann mit "Zwei-Faktoren-Authentifizierung" ein weiterer Schutzwall gegen Hacker errichtet werden, indem ein Zugangsversuch zum Beispiel über eine zugesandte SMS verifiziert werden muss.

fkn

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1. admin user deaktivieren
Hmm 15.04.2013
Noch viel besser als ein sicheres Passwort: Einen neuen Admin Benutzer anlegen mit einem sicheren Passwort und den Standard Adminuser (admin) deaktivieren. 99.9% der Angriffe versuchen es mit dem Benutzernamen admin. Gibt es den nicht mehr, kann man sich beruhigt zurücklehnen. Zumindest was diese simplen "Angriffs"versuche betrifft.
2. admin
fotograf-ffm 15.04.2013
Es wäre schon hilfreich, wenn man seinen Usernamen ändern würde. Die meisten Anwender belassen den wohl bei "admin"....
3. Keine Angst vor Änderung
regensommer 15.04.2013
Das beste ist den Admin gänzlich zu löschen. Dieser wird automatisch bei der Wordpressinstallation vorgeschlagen. Zuerst einen weiteren Administrator !nicht Admin! anlegen. Ausloggen und mit dem neuen Administrator einloggen. Dann den Admin löschen. Hat der Admin Beiträge geschrieben, so fragt Wordpress wem die bisherig geschriebenen Artikel zugeschrieben werden sollen. Dann einfach den neuen Administrator auswählen. Besser wäre noch: Administrator und Artikelersteller zu trennen. Denn im Artikel erscheint ja oft der Artikelersteller was ein guter Hinweis für Hacker wäre. Demnach: • Neuen Administrator anlegen • Neuen Artikelschreiber (Autor) anlegen • ausloggen • mit neuen Administrator einloggen • Admin löschen • Artikel dem neuen Artikelschreiber (Autor) zuweisen. Eine Aktion die längstens 10 Minuten in Anspruch nimmt.
4. Manchmal kommt es eben doch auf die Länge an
HBock 15.04.2013
Man kann auch einfach zu merkende Passwörter wählen, so lange sie ausreichend lang sind. Besser einen einfachen Satz gemerkt (bei dem man dann auf 20-30 Zeichen kommt) als kryptiche Zeichen, die man viel zu schnell durcheinander bringt.
5. Limit Login Attempts
ChristophDernbach 15.04.2013
Sehr zu empfehlen ist das Plugin Limit Login Attempts: http://wordpress.org/extend/plugins/limit-login-attempts/ . Damit kann man wirkungsvoll Brute-force-Attacken unterbinden.
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  • Felix Knoke schreibt von Berlin aus über elektronische Lebensaspekte und versucht sich vergeblich als Hitproduzent in seinem Wohnzimmerstudio.

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Schad- und Spähsoftware
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Trojaner
Wie das Trojanische Pferd in der griechischen Mythologie verbergen Computer-Trojaner ihre eigentliche Aufgabe (und Schädlichkeit!) hinter einer Verkleidung. Meist treten sie als harmlose Software auf: Bildschirmschoner, Videodatei, Zugangsprogramm. Sie werden zum Beispiel als E-Mail-Anhang verbreitet. Wer das Programm startet, setzt damit immer eine verborgene Schadfunktion ein: Meist besteht diese aus der Öffnung einer sogenannten Backdoor , einer Hintertür, die das Computersystem gegenüber dem Internet öffnet und durch die weitere Schadprogramme nachgeladen werden.
Virus
Computerviren befallen vorhandene Dateien auf den Computern ihrer Opfer. Die Wirtsdateien funktionieren – zumindest eine Zeit lang - weiterhin wie zuvor. Denn Viren sollen nicht entdeckt werden. Sie verbreiten sich nicht selbständig, sondern sind darauf angewiesen, dass Computernutzer infizierte Dateien weitergeben, sie per E-Mail verschicken, auf USB-Sticks kopieren oder in Tauschbörsen einstellen. Von den anderen Schad- und Spähprogrammen unterscheidet sich ein Virus allein durch die Verbreitungsmethode. Welche Schäden er anrichtet, hängt allein vom Willen seiner Schöpfer ab.
Rootkit
Das kleine Kompositum führt die Worte "Wurzel" und "Bausatz" zusammen: "Root" ist bei Unix-Systemen der Benutzer mit den Administratorenrechten, der auch in die Tiefen des Systems eingreifen darf. Ein "Kit" ist eine Zusammenstellung von Werkzeugen. Ein Rootkit ist folglich ein Satz von Programmen, die mit vollem Zugriff auf das System eines Computers ausgestattet sind. Das ermöglicht dem Rootkit weitgehende Manipulationen, ohne dass diese beispielsweise von Virenscannern noch wahrgenommen werden können. Entweder das Rootkit enthält Software, die beispielsweise Sicherheitsscanner deaktiviert, oder es baut eine sogenannte Shell auf, die als eine Art Mini-Betriebssystem im Betriebssystem alle verdächtigen Vorgänge vor dem Rechner verbirgt. Das Gros der im Umlauf befindlichen Rootkits wird genutzt, um Trojaner , Viren und andere zusätzliche Schadsoftware über das Internet nachzuladen. Rootkits gehören zu den am schwersten aufspürbaren Kompromittierungen eines Rechners.
Wurm
Computerwürmer sind in der Praxis die getunte, tiefergelegte Variante der Viren und Trojaner. Im strengen Sinn wird mit dem Begriff nur ein Programm beschrieben, das für seine eigene Verbreitung sorgt - und der Programme, die es transportiert. Würmer enthalten als Kern ein Schadprogramm , das beispielsweise durch Initiierung eines eigenen E-Mail-Programms für die Weiterverbreitung von einem befallenen Rechner aus sorgt. Ihr Hauptverbreitungsweg sind folglich die kommunikativen Wege des Webs: E-Mails, Chats, AIMs , P2P-Börsen und andere. In der Praxis werden sie oft als Vehikel für die Verbreitung verschiedener anderer Schadprogramme genutzt.
Drive-by
Unter einem Drive-by versteht man die Beeinflussung eines Rechners oder sogar die Infizierung des PC durch den bloßen Besuch einer verseuchten Web-Seite. Die Methode liegt seit einigen Jahren sehr im Trend: Unter Ausnutzung aktueller Sicherheitslücken in Browsern und unter Einsatz von Scripten nimmt ein auf einer Web-Seite hinterlegter Schadcode Einfluss auf einen Rechner. So werden zum Beispiel Viren verbreitet, Schnüffelprogramme installiert, Browseranfragen zu Web-Seiten umgelenkt, die dafür bezahlen und anderes. Drive-bys sind besonders perfide, weil sie vom PC-Nutzer keine Aktivität (wie das Öffnen einer E-Mail) verlangen, sondern nur Unvorsichtigkeit. Opfer sind zumeist Nutzer, die ihre Software nicht durch regelmäßige Updates aktuell halten - also potenziell so gut wie jeder.
Botnetz
Botnets sind Netzwerke gekidnappter Rechner - den Bots. Mit Hilfe von Trojaner-Programmen, die sie beispielsweise durch manipulierte Web-Seiten oder fingierte E-Mails auf die Rechner einschleusen, erlangen die Botnet-Betreiber Zugriff auf die fremden PC und können sie via Web steuern. Solche Botnets zu vermieten, kann ein einträgliches Geschäft sein. Die Zombiearmeen werden unter anderem genutzt, um millionenfache Spam-Mails zu versenden, durch eine Vielzahl gleichzeitiger Anfragen Web-Seiten in die Knie zu zwingen oder in großem Stile Passwörter abzugrasen. (mehr bei SPIEGEL ONLINE)
Fakeware, Ransomware
Das Wort setzt sich aus "Fake", also "Fälschung", und "Ware", der Kurzform für Software zusammen: Es geht also um "falsche Software" . Gemeint sind Programme, die vorgeben, eine bestimmte Leistung zu erbringen, in Wahrheit aber etwas ganz anderes tun. Häufigste Form: angebliche IT-Sicherheitsprogramme oder Virenscanner. In ihrer harmlosesten Variante sind sie nutzlos, aber nervig: Sie warnen ständig vor irgendwelchen nicht existenten Viren und versuchen, den PC-Nutzer zu einem Kauf zu bewegen. Als Adware-Programme belästigen sie den Nutzer mit Werbung.

Die perfideste Form aber ist Ransomware : Sie kidnappt den Rechner regelrecht, macht ihn zur Geisel. Sie behindert oder verhindert das normale Arbeiten, lädt Viren aus dem Netz und stellt Forderungen auf eine "Reinigungsgebühr" oder Freigabegebühr, die nichts anderes ist als ein Lösegeld: Erst, wenn man zahlt, kann man mit dem Rechner wieder arbeiten. War 2006/2007 häufig, ist seitdem aber zurückgegangen.
Zero-Day-Exploits
Ein Zero-Day-Exploit nutzt eine Software-Sicherheitslücke bereits an dem Tag aus, an dem das Risiko überhaupt bemerkt wird. Normalerweise liefern sich Hersteller von Schutzsoftware und die Autoren von Schadprogrammen ein Kopf-an-Kopf-Rennen beim Stopfen, Abdichten und Ausnutzen bekanntgewordener Lücken.
Risiko Nummer eins: Nutzer
Das größte Sicherheitsrisiko in der Welt der Computer sitzt vor dem Rechner. Nicht nur mangelnde Disziplin bei nötigen Software-Updates machen den Nutzer gefährlich: Er hat auch eine große Vorliebe für kostenlose Musik aus obskuren Quellen, lustige Datei-Anhänge in E-Mails und eine große Kommunikationsfreude im ach so informellen Plauderraum des Webs. Die meisten Schäden in der IT dürften von Nutzer-Fingern auf Maustasten verursacht werden.
DDoS-Attacken
Sogenannte distribuierte Denial-of-Service-Attacken (DDoS) sind Angriffe, bei denen einzelne Server oder Netzwerke mit einer Flut von Anfragen anderer Rechner so lange überlastet werden, bis sie nicht mehr erreichbar sind. Üblicherweise werden für solche verteilten Attacken heutzutage sogenannte Botnetze verwendet, zusammengeschaltete Rechner, oft Tausende oder gar Zehntausende, die von einem Hacker oder einer Organisation ferngesteuert werden.


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