Im ersten Monat nach der Markteinführung hat Microsoft bereits 40 Millionen Exemplare seines neuen Betriebssystems Windows 8 absetzen können. Die Zahl gab Microsoft-Managerin Tami Reller im Rahmen der Credit Suisse 2012 Annual Technology Conference in Scottsdale, Arizona, bekannt. Reller war erst vor zwei Wochen von Microsoft-Chef Steve Ballmer befördert worden. Nach dem plötzlichen Weggang des Windows-Entwicklungschefs Steven Sinofsky soll sie neben ihrem Job als Finanz- und Marketingchefin des Konzerns auch die die geschäftliche Seite von Windows überwachen.
Rellers Jubelzahl folgt auf erste Meldungen des Konzerns, man habe in den ersten drei Tagen nach Verkaufsbeginn bereits vier Millionen Upgrade-Lizenzen für die neue Software verkauft.
Bereits die Einführung von Windows 7 vor drei Jahren war als großer Erfolg gewertet worden. Nachdem viele Windows-Nutzer lieber beim veralteten Windows XP geblieben waren, statt auf das viel kritisierte Windows Vista umzusteigen, hatte Windows 7 reichlich Zuspruch bekommen. Damals meldete der Konzern, er habe 60 Millionen Lizenzen in den ersten beiden Monaten nach der Markteinführung abgesetzt. Mit 40 Millionen in nur einem Monat verkauften Lizenzen steht Windows 8 derzeit also noch besser da als sein Vorgänger.
Einer der Gründe für den Erfolg dürften die günstigen Upgrade-Angebote sein, mit denen Microsoft seine Kunden lockt. Besitzer einer älteren Windows-Version bekommen ein Upgrade auf Windows 8 Pro aktuell für knapp 30 Euro angeboten. Außerdem beinhaltet die von Reller genannte Zahl nicht nur direkt an Endkunden verkaufte Software-Pakete, sondern auch vorinstallierte Windows-Versionen auf jetzt verkauften Computern.
Mit Windows 8 versucht Microsoft, wieder Anschluss an die Branche zu finden, und hat sein Betriebssystem fit für die boomenden Tablet-Computer und Touchscreen-PC gemacht. Laut Reller hat der Konzern mittlerweile 1500 Computer für Windows 8 zertifiziert. Auf Kritik an der neuen Kacheloptik des Betriebssystems ging Reller nicht ein. Ebenso wenig nannte sie Verkaufszahlen für Microsofts neuen Tablet-PC Surface, auf dem die für ARM-Prozessoren abgewandelte Windows-Version Windows RT läuft.
mak
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