Das Microsoft-Tablet Surface tut sich in Sachen Käuferakzeptanz weiterhin schwer. Nachdem der Verkaufsstart Ende Oktober nur sehr schleppend verlaufen war und nur recht mäßige Absatzzahlen erzielt wurden, überdachte das Microsoft-Management offensichtlich seine bisherige Verkaufspolitik. Noch vor Weihnachten wurde die Anzahl der Läden, in denen das Surface zu haben ist, erweitert.
Zunächst war das Microsoft-Tablet nur in den USA bei Einzelhandelsketten wie Best Buy oder Staples zu bekommen, weitere Länder sollten folgen. Doch die Dominanz von Apple im Tablet-Markt ist offenbar weiter ungebrochen: Laut einer Studie des E-Mail-Dienstleisters Intermedia beanspruchte das iPad im Zeitraum von September bis November 2012 den Löwenanteil im Tablet-Markt.
Die Intermedia-Experten konnten anhand der Aktivierungen von Tablets zur Synchronisierung von E-Mail- und Kalenderkonten die Verteilung bei den Betriebssystemen ablesen. Dort lag das iPad mit 92,6 Prozent an der Spitze, gefolgt von Blackberrys Playbook mit 5,3 Prozent und dem Surface mit 2,1 Prozent. Das war zwar schon wesentlich mehr als die 0,13 Prozent des gemessenen US-Netzverkehrs, die im November 2012 auf das Konto des Microsoft-Tablets gegangen waren.
"First Tweets" am 24. Dezember
Doch die Rechnung, die ein Twitter-Nutzer anhand der veröffentlichten ersten Tweets aufmacht, wirken aus Sicht von Microsoft ernüchternd. Von 2181 ausgewerteten "First Tweets" vom 24. Dezember stammten demnach 82,3 Prozent von einem iPad, 11,5 Prozent meldeten sich von einem Kindle Fire, 4,6 Prozent von einem Google Nexus. Von einem Microsoft Surface kamen gerade einmal 1,6 Prozent.
Für die Nachrichtenseite Neowin besteht trotzdem kein Grund zur Sorge: Microsoft habe schließlich von Anfang an klargestellt, die Markteinführung des Surface-Tablets nicht überstürzt vornehmen zu wollen. Daher sei zu erwarten gewesen, dass die Zahl der ausgelieferten Geräte vergleichsweise niedrig ausfallen würde. Zudem würden viele potentielle Käufer noch auf das Erscheinen des Surface Pro warten, das mit einem kompletten Windows 8 Pro ausgestattet sein wird.
Etwas besser hätten die Absatzzahlen allerdings schon ausfallen können. Selbst in den Läden, in denen das Gerät zum Verkauf angeboten wird, scheint sich das Personal nicht gerade darum zu reißen, den Plattrechner an die Kundschaft zu bringen. Die Medienseite BGR berichtet nach Gesprächen eines Analysten mit Verkäufern bei Best Buy und Staples von einem ähnlichen Bild, wie es sich auf Basis der "First Tweets" darstellt: Apple liegt vorn, Microsoft weit hinten. Was auch damit zu haben könne, dass die Verkäufer das Gerät von sich aus nicht empfohlen hätten. Erst auf Nachfrage hätten sie sich mit der Bemerkung zum Surface geäußert, dass es neu und die Nachfrage im Vergleich zum iPad oder Kindle Fire mäßig sei.
meu
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