Betriebssystem-Opa Microsoft gibt Windows XP noch ein Jahr

Als Microsoft das System Windows XP auf den Markt brachte, wurde in Deutschland noch mit der D-Mark bezahlt. Jeder dritte PC-Anwender nutzt heute noch die veraltete Software. Wer an dem Windows-Oldtimer weiter festhält, könnte in einem Jahr Schwierigkeiten bekommen.

Windows XP - Version von 2002: Die technische Unterstützung läuft 2014 aus
DPA

Windows XP - Version von 2002: Die technische Unterstützung läuft 2014 aus


München - Wer immer noch das veraltete PC-Betriebssystem Windows XP verwendet, setzt sich in einem Jahr einem deutlich erhöhten Sicherheitsrisiko aus. Am 8. April 2014 laufe endgültig der Support für XP aus, sagte der Leiter des Geschäftsbereichs Windows bei Microsoft Deutschland, Oliver Gürtler, der Nachrichtenagentur dpa. Von dem Auslaufen der technischen Unterstützung werden Millionen Computernutzer in aller Welt betroffen sein. Gürtler verwies auf eine aktuelle Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Net Applications, wonach der Marktanteil von Windows XP noch immer 38,7 Prozent betrage.

Vor knapp zwölf Jahren, am 25. Oktober 2001, war Windows XP von Microsoft eingeführt worden. Obwohl der Softwarekonzern in den vergangenen sieben Jahren drei Nachfolger für das inzwischen veraltete PC-Betriebssystem veröffentlicht hat, hat lediglich Windows 7 mit 44,7 Prozent einen höheren Nutzungsanteil. Das aktuelle Windows 8 liegt erst bei knapp fünf Prozent. Eigentlich hätte die technische Unterstützung für XP bereits im Jahr 2011 auslaufen sollen. Doch wegen des schleppenden Umstiegs auf die Windows-Nachfolger verlängerte Microsoft das Verfallsdatum auf den 8. April 2014.

Gürtler warnte vor den erhöhten Sicherheitsrisiken, die mit dem Ende des Supports verbunden seien. "Es wird keine Sicherheitsupdates mehr geben." Damit steige das Risiko signifikant, den Computer mit Viren oder anderen Schadprogrammen zu infizieren. Gerade Firmenkunden sollten sich nicht damit aufhalten, selbst diese Lücken in XP zu schließen. Sie seien besser beraten, auf ein modernes Windows 7 oder 8 umzusteigen. XP-Anwender müssten auch damit rechnen, dass für neue Drucker und andere Hardware keine geeigneten Treiber mehr vorhanden seien.

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Allein in Deutschland werden schätzungsweise noch 20 Millionen Computer mit Windows XP betrieben. Weltweit läuft das System vermutlich noch auf rund 500 Millionen Rechnern. Microsoft befürchtet, dass in diesem Herbst die Kapazitäten der Partner-Unternehmen nicht ausreichen werden, wenn viele Firmen in letzter Minute die Arbeiten für einen Systemumstieg beauftragen. "Wir sind besorgt", sagte Gürtler der dpa. Daher sollten die betroffenen Unternehmen so früh wie möglich mit dem Umstieg beginnen.

mak/dpa

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insgesamt 168 Beiträge
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Seite 1
tommirf 08.04.2013
1. Damit
wäre es dann endgültig an der Zeit, sich von Windows zu verabschieden. Windows 7 ist schlicht eine Zumutung, es ist langsam, versteckt wesentliche Einstellungen ... ganz tief unten ... und machen Systemeinstellungen verabschieden sich sogar ganz, und so konsequent, daß sie nur duch eine Neuinstallation wiederkommen... ich war selten so frustriert über eine solche art von Zwangsbeglückung
jj2005 08.04.2013
2.
Mir kommen die Tränen, Microsoft! Trotzdem werde ich das XP auf meinem Notebook nicht einstampfen, und das Win7 auf meinem Zweitrechner unter Naturschutz stellen. Windows 8 kommt mir nicht ins Haus! Viren übrigens auch nicht - man muss halt ein klitzekleines bisschen aufpassen ;-)
calith 08.04.2013
3. windows 7
du redest von Windows 7 oder hast du dich verschrieben? windows 7 ist nach XP das beste was Microsoft jemals auf den Markt gebracht hat. Wenn du Windows 8 meinst, dann gebe ich dir bis auf die Geschwindigkeit recht.
vandenplas 08.04.2013
4. Das ist DIE Gelegenheit auch für Unternehmen...
...auf Linux umzusteigen.
felisconcolor 08.04.2013
5. Es will ja keiner hören
Zitat von sysopDPAAls Microsoft das System Windows XP auf den Markt brachte, wurde in Deutschland noch mit der D-Mark bezahlt. Jeder dritte PC-Anwender nutzt heute noch die veraltete Software. Wer an dem Windows-Oldtimer weiter festhält, könnte in einem Jahr Schwierigkeiten bekommen. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/windows-xp-support-endet-2014-a-893153.html
aber XP war und ist immer noch der bester Wurf von Microsoft. Und warum soll jemand nach diesem Jahr Schwierigkeiten bekommen? Weil keine updates mehr von Microsoft kommen? Schaltet sich XP dann automatisch ab? Selten so einen Blödsinn gelesen. Wenn man nicht zwingend auf WIN7 oder 8 angewiesen ist, weil die Software unter XP immer noch ihre Dienste tut, wäre man doch blöde wenn man wechselt. meine Peripherie läuft auch immer noch unter XP. Wo bitte ist das Problem?
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