Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Angetippt

Karten mit WLAN-Hotspots Diese Apps lotsen Sie ins Internet

WiFi-Karten: Diese App zeigen kostenlose Internetzugänge Fotos
Wifi Mapper

 |

Wer im Urlaub mobil surft, für den wird's schnell teuer - und auch in Deutschland ist manches Datenvolumen schnell erschöpft. Wir haben zwei Apps getestet, die zeigen, wo in der Umgebung man kostenlos ins WLAN kommt.

Zuerst nehme ich mir die nach eigener Aussage "weltgrößte WLAN-Community" vor. Hinter der Software WiFiMapper steckt die Firma Open Signal. Die App wurde erst kürzlich aktualisiert und enthält Informationen zu rund zwei Millionen Hotspots.

WiFiMapper lässt sich kostenlos nutzen, die Suche nach Hotspots funktioniert ohne Registrierung. Entweder gebe ich dafür meinen Standort preis oder tippe per Tastatur eine Adresse ein, deren Umgebung mich interessiert. Dabei kann ich mir Hotspots rund um den Globus ansehen. Eine sinnvolle Funktion, denn so könnte ich mir vor einer Urlaubsreise oder einem Städtetrip schon mal kostenlose Hotspots in der Nähe raussuchen - Roaming-Gebühren ade.

Im Testgebiet Hamburg sind bei WiFiMapper bereits sehr viele kostenlose WLAN-Hotspots verzeichnet, meist gehören sie zu Bars, Geschäften oder Restaurants. Die über Facebook oder per E-Mail registrierten Nutzer melden die Netze an die App und ordnen sie einer von drei Kategorien zu: In die Gruppe "Free", die mit Abstand größte Kategorie, fallen sowohl offene WLAN-Hotspots, die kein Passwort erfordern, als auch solche mit vorheriger Registrierung. "Paid" und "Private", also kostenpflichtige und unzugängliche Netze werden mir kaum angezeigt, aber in der Regel sucht man ja kostenlose Zugänge.

Bei den meisten mit "Free" gekennzeichneten WLAN-Netzwerken brauche ich ein Passwort. Die registrierten Nutzer, die bereits den entsprechenden Hotspot genutzt haben, können das Passwort in die Kommentarspalte des jeweiligen Spots zu schreiben. In Hamburg stoße ich aber auf kaum einen solchen Eintrag. Man muss die Bar oder das Café also schon besuchen - und dort dann wohl auch etwas konsumieren -, um das Passwort zu bekommen.

Screenshot aus "WiFi Map - Passwords": Wo ist der nächste Hotspot? Zur Großansicht
WiFi Map Passwords

Screenshot aus "WiFi Map - Passwords": Wo ist der nächste Hotspot?

Beim Konkurrenten kann jeder das Passwort ändern

Die zweite getestete App zeigt sich deutlich unerschrockener im Umgang mit Login-Daten. WiFi Map - Passwords ist gezielt darauf aus, Passwörter zu sammeln. Hier sind laut Herstellerinformation ebenfalls rund zwei Millionen Hotspots registriert. Nutzer können Passwörter von Hotspots anonym eingeben oder ändern, einer Registrierung bedarf es nicht. Man muss auch nicht einmal selbst in dem WLAN gewesen sein, dessen Passwort man veröffentlichen möchte.

Die Basis-App ist kostenlos und zeigt auf einer Karte die bereits notierten WLAN-Hotspots. Dabei werden nur die Passwörter im Umkreis von zwei Kilometern angezeigt. Für weiter entfernte Spots bedarf es der Vollversion, die 4,99 Euro kostet. Die Offlinesuche der Bezahlversion zeigt einem ebenfalls alle WLANs inklusive Passwörter am zuvor definierten Ort an.

Im Kern ähneln sich die beiden getesteten Apps also, WiFi Map Passwords ist lediglich etwas laxer im Umgang mit Daten. Denn durch die Möglichkeit, Netze und Passwörter anonym hinzuzufügen, ist wohl die Hemmschwelle niedriger, dies ohne Einverständnis des Hotspot-Betreibers zu tun.


Hier gibt es die Apps:
iOS: Wifi Mapper, Wifi Maps Passwords
Android: Wifi Mapper, Wifi Map Passwords
Windows Phone: Die getesteten Apps sind für Windows Phone nicht erhältlich, es gibt jedoch ähnliche Alternativen

13 Leserkommentare Diskutieren Sie mit!
niceemotions 12.08.2015
spon-facebook-10000015195 12.08.2015
harry011 12.08.2015
manfred.gebauer 12.08.2015
manfred.gebauer 12.08.2015
humpensack 12.08.2015
Plasmabruzzler 12.08.2015
DarkTranquility 12.08.2015
DarkTranquility 12.08.2015
Ismir Uebel 12.08.2015
dhoenig 12.08.2015
mcvitus 12.08.2015
mlinator gestern, 10:16 Uhr

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • AP/dpa
    Wir haben sie ständig bei uns, lassen uns von ihnen regelmäßig ablenken und nehmen sie sogar mit ins Bett: Apps, die kleinen Programme fürs Smartphone. Auf unserem Blog Angetippt stellen wir ihnen praktische und lustige Apps vor. Wenn Sie einen Tipp für uns haben, schreiben Sie uns gerne.

Netzwelt auf Twitter

Über diesen Account erreichen Sie das Ressort und verpassen keinen Artikel.



Anzeige
  • Christian Stöcker:
    Spielmacher

    Gespräche mit Pionieren der Gamesbranche.

    Mit Dan Houser ("Grand Theft Auto"), Ken Levine ("Bioshock"), Sid Meier ("Civilization"), Hideo Kojima ("Metal Gear Solid") u.v.a.

    SPIEGEL E-Book; 2,69 Euro.

  • Bei Amazon kaufen.
Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: