Von Carsten Görig
Action-Adventure
Batman: Arkham Asylum
2009 ist wohl das Jahr, in dem das erste wirklich gute Spiel zu einer aus Film und Comic bekannten Figur kommt. Nein, das ist nicht "Avatar: Das Spiel", das versucht zwar einiges, macht aber vieles falsch und ist nur für absolute Fans des Films zu empfehlen. "Batman: Arkham Asylum" (Eidos, für PC, Xbox 360 und Playstation 3, ab 16 Jahren) ist gemeint. Das Spiel, das für viele aus dem Nichts zu kommen schien und Höchstwertungen abräumte. Wie "Batman" die düstere Atmosphäre der Filme übernimmt, immer wieder vom Jäger zum Gejagten wird, mal schnell, mal langsam reagieren muss, ist genial. Sicher eines der besten Abenteuer-Spiele des Jahres.
Assassin's Creed 2
In das Italien der Renaissance versetzt "Assassin's Creed 2" (Ubisoft, für Playstation 3 und Xbox 360, ab 16 Jahren) die Spieler. Sie übernehmen dort einen Meuchelmörder und Weltentdecker, der an der Seite von Leonardo da Vinci für Gerechtigkeit sorgt. Das klingt wirr, bietet aber große spielerische Freiheit und ist nebenbei noch eine interessante Geschichtsstunde.
Brütal Legend
Für Heavy-Metal-Fans ein Muss, für Heavy-Metal-Hasser ein guter Lacher: "Brütal Legend" (Electronic Arts, für Xbox 360 und Playstation 3, ab 18 Jahren) ist eine liebevolle Satire und ein zwischen Action und Strategie angesiedeltes Spiel mit Gastauftritten von Komödiant Jack Black und Heavy-Metal-Helden wie Lemmy Kilminster von Motörhead oder Rob Halford von Judas Priest.
GTA: Episodes from Liberty City
Eines der besten Spiele des Jahres 2008 hat in diesem Jahr zwei kürzere Fortsetzungen bekommen, die inzwischen auf einer DVD zusammengefasst wurden: "GTA: Episodes from Liberty City" (Rockstar, für Xbox 360, ab 18 Jahren) heißt die. Darin kämpft man sich zum einen als cooler Biker, zum anderen als Türsteher und rechte Hand eines Nachtclub-Besitzers durch ein leicht verfremdetes New York und kann zwei unvergleichliche Action-Spektakel erleben.

Endlich einmal: Einen Nachtclub aus der Sicht eines Türstehers betrachten und zwischendurch mit dicken Waffen Gegner ausschalten. "GTA: Episodes from Liberty City" ist schrill und laut
Saboteur
Ein ganz anderes Szenario bietet "Saboteur" (Electronic Arts, für PC, Xbox 360 und Playstation 3, ab 18 Jahren), in dem der Spieler als irischer Geheimagent gegen die Nazis vorgeht und nach und nach das besetzte Paris zum Leuchten bringt. Das ist ganz wörtlich zu nehmen, denn anfänglich lastet ein schwarzer Schatten auf der Stadt, der sich nach jeder erfolgreichen Mission etwas weiter lüftet. Trotz technischer Mängel ist das Spiel überraschend genug, um Action-Fans viel Spaß zu machen.
Uncharted 2
Eine Mischung aus Indiana Jones, viel Blei und den Klettereinlagen von Lara Croft in "Tomb Raider" ist "Uncharted 2" (Sony, für Playstation 3, ab 18 Jahren). Das Spiel nimmt sich zwar selbst nicht sonderlich ernst, verliert aber irgendwann das Gleichgewicht und artet in lange Feuergefechte aus, während die tollen Klettereien immer weniger werden.
Metroid Trilogy
Für Wii-Besitzer ist es oft schwierig, gute Action-Titel zu finden. Dieses Jahr sind zumindest zwei erschienen, die sehr gut gelungen sind: "Metroid Trilogy" (Nintendo, für Wii, ab 16 Jahren) fasst gleich drei Titel der Reihe zusammen, bei der es vor allem darum geht, ferne Planeten zu erkunden und zwischendurch merkwürdige Alien-Wesen zu bekämpfen. Düsterer und nur für Spieler mit guten Nerven geeignet ist "Dead Space: Extraction" (Electronic Arts, für Wii, ab 18 Jahren), bei dem Spieler auf einer fernen, von merkwürdigen Kräften überrannten Raumstation ums Überleben kämpfen. Aber Achtung: Das ist wirklich nichts für schwache Nerven.
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