Angespielt: Auf Bonbon-Jagd durch die "Candy Box!"

Von Carsten Görig

Angespielt: Candy Box Fotos
candies.aniwey.net

Sie haben 130 Bonbons! Und 415.303 Lollipops! So oder so ähnlich sieht eine Erfolgsmeldung bei "Candy Box!" aus. Das Spiel kommt mit einer mehr als simplen Grafik aus und besticht durch den magischen Glauben daran, es könnte ja doch noch etwas Spannendes passieren.

Ich esse Bonbons, ganz viele. Dadurch wird meine Figur stärker. Manchmal tausche ich sie auch gegen Lutscher ein. Die pflanze ich dann auf einem Lutscher-Bauernhof und sehe zu, wie neue wachsen. Später kann ich diese dazu benutzen, mein Schwert stärker zu machen und damit auf Abenteuerreisen zu gehen, Höhlen zu erkunden und Burgen zu erobern. Doch zuerst gilt: Viele Bonbons essen! Sehr viele!

Nein, es ist keine Satire, sondern einfach nur ein Spiel, sagt der Entwickler von "Candy Box!", ein junger Franzose, der sich aniwey nennt. "Candy Box!" ist ein simples Spiel. Es läuft im Browser und besteht nur aus Text und ASCII-Art. Eine krude Figur ist ein Händler, der gegen Lutscher Heil- und andere Tränke verkauft, aus Strichen und Satzzeichen entstehen Karten, auf denen gekämpft wird. Albern und doch wahnsinnig machend. Ich kann verstehen, warum man Spielen verfällt, in denen man nichts anderes tut, als simple Tätigkeiten nacheinander zu verrichten: Es könnte doch noch eine Überraschung geben. So hofft man. Und in "Candy Box!" gibt es diese immer wieder. Von einem simplen Entscheidungsspiel - Bonbons essen oder wegwerfen - wird es zu etwas viel größerem.

Seitdem ich "Candy Box!" entdeckt habe, läuft es immer in einem Browserfenster. Bonbons sammeln sich an, werden gegessen oder getauscht, mein Schwert ist auch schon äußerst stark geworden, nicht mehr lange, dann werde auch ich den Drachen töten können. Hoffentlich. Und manchmal frage ich mich, ob es nicht doch irgendeinen Grund dafür gibt, dass ich Bonbons auf den Boden werfen kann. Bisher liegen sie einfach nur da.


"Candy Box!" frei unter http://candies.aniwey.net

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1. In Opera
henderson2 09.05.2013
passiert da garnichts. Hen.
2. Wenn ihr solche Grafik mögt
thuw 09.05.2013
...dann könnt ihr ja auch mal in ein gutes altes MUD schauen, da ist immer noch mehr los. Hoffe ich darf hier Links posten: https://de.wikipedia.org/wiki/Multi_User_Dungeon erklärt, was ein MUD ist, und ff.mud.de ist die Seite des deutschen SF-MUDs FinalFrontier. Oder einfach ff.mud.de ins Telnet geben und loslegen. Das kann man nämlich auch nebenher :)
3. ist das Kunst...
expendable 09.05.2013
...oder kann das gelöscht werden? Wohl eher das letztere. So´n Müll gab´s als Listing zum selberabtippen in C-64-Computerzeitungen so um 1979. Wahrlich etwas, worüber man 2013 einen Artikel schreiben muß. Wenn euch das nächste Mal so überhaupt nichts einfällt mit dem man die Seite vollkriegen könnte, laßt sie doch einfach leer. Wir haben Verständnis.
4. Huch auf auf Spiegel gibt es Trolle
N0 C@rrier 09.05.2013
Zitat von expendable...oder kann das gelöscht werden? Wohl eher das letztere. So´n Müll gab´s als Listing zum selberabtippen in C-64-Computerzeitungen so um 1979. Wahrlich etwas, worüber man 2013 einen Artikel schreiben muß. Wenn euch das nächste Mal so überhaupt nichts einfällt mit dem man die Seite vollkriegen könnte, laßt sie doch einfach leer. Wir haben Verständnis.
Darf ich den Troll ins Heise forum einladen? Da fühlen sich diese normalerweise wohler :) ps: C64 = 1982 rausgekommen pss: toller Artikel ! :)
5. Moment!
temirror 09.05.2013
Es ist cool ok! Wenns euch nicht gefällt, dann geht doch
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Zum Autor
  • Carsten Görig liebt obskure Bands, seine Gitarre und seine Familie. Seit vielen Jahren schreibt er außerdem über Videospiele. Für Angespielt bei SPIEGEL ONLINE probiert er die wichtigsten Titel aus - immer genau eine Stunde lang.



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