Angespielt Dark Souls

Namco Bandai

Zurück zur Übersicht

Und schon wieder tot. "Dark Souls" ist das vermutlich frustrierendste Spiel der letzten Jahre. Zumindest dann, wenn man sich daran gewöhnt hat, dass Spiele immer mehr darauf aus sind, die Spieler bloß nicht zu sehr zu fordern, den Schwierigkeitsgrad immer niedriger ansetzen aus Angst, Spieler könnten aussteigen und den nächsten Titel der Reihe nicht mehr kaufen. Wer Spiele so konsumieren möchte, sollte einen großen Bogen um "Dark Souls" machen. Denn hier droht der Tod an jeder Ecke. Immer dann, wenn man einen neuen Gang betritt. Für Spieler mit Geduld dagegen ist das eine große Herausforderung, die reich belohnt wird.

Auf den ersten Blick ist "Dark Souls" ein Fantasy-Rollenspiel wie viele. Eine mystische Einleitung, die von Drachen handelt, von den Elementen von Reichen, die erbaut wurden und gefallen sind. All dieses Pathos aber endet in dem Moment, in dem der Protagonist vom Spieler übernommen wird. In einer Zelle in einem Kerker. Die erste Handlung wird sein, eine Leiche zu untersuchen und einen Schlüssel zu finden, mit dem man sich befreit. Um dann erst einmal eine Burg zu durchkämpfen, die voller Untoter ist. Und hier schon zeigt sich, dass es "Dark Souls" nicht darauf angelegt hat, zu gefallen. Schon die erste Stunde des Spiels ist Kampf, Mühe und Leid. Wo sonst in Spielen die ersten Gegner mit zwei Schwerthieben zu Boden fallen, muss hier lange gekämpft werden, zugeschlagen, geblockt, geflüchtet und wieder neu angegriffen. Und dennoch: "Dark Souls" ist nicht unfair, denn es zeigt einem immer wieder, wie es richtig geht, gibt Raum, selbst zu erkennen, wie man den Gegner am besten erledigt. Und das macht aus "Dark Souls" trotz allem Frustpotential ein großes Spiel.

"Dark Souls" von Namco Bandai, für Xbox 360 und Playstation 3, ca. 70 Euro; USK: Ab 16 Jahren

Weiter zu: Sesamstrasse - Es war einmal ein Monster



© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.