Angespielt: Grand Theft Auto III

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Wild um sich schießend losrennen, eine Autotür aufreißen, den Fahrer herauszerren, reinspringen und losfahren, bloß weg von der Polizei. Das Radio auf volle Lautstärke stellen, in den Gegenverkehr lenken, im letzten Moment ausweichen, eine Sprungschanze sehen, rüberspringen und dabei den Atem anhalten: So sieht eine typische Szene in "Grand Theft Auto III", kurz "GTA III" aus. In ein Auto steigen, das Radio anmachen, durch die Gegend fahren, Stadt und Leute anschauen: Auch so sieht eine typische Szene aus "GTA III" aus. Es ist ein Spiel, das wie kein anderes das letzte Jahrzehnt geprägt hat. Das Diskussionen über Gewalt in Spielen ausgelöst hat, das spielerische Freiheit neu definierte, das aber vor allem eins machte: Auch Erwachsene als Videospieler ernst zu nehmen. Jetzt ist es für mobile Plattformen wie iPad oder Android-Handys erschienen, zehn Jahre nach der ersten Veröffentlichung.

"GTA III" ist weder Fantasy noch Science Fiction, sondern eine Welt voller popkultureller Anspielungen. In der auf Mafia-Filme angespielt wird, in der es knappe, wunderbare Unterhaltungen gibt, Charaktere, an die man sich erinnert, auch zehn Jahre nach dem ersten Erscheinen noch. Eine Welt, die mit Musik angefüllt ist, vom "Scarface"-Soundtrack über Underground-Hiphop bis zu Dubreggae von The Scientist. Es ist eine Spielewelt, in der sich auch Menschen heimisch fühlen können, die lieber in Clubs gehen, als "Herr der Ringe" zu studieren. "GTA III" ist das Spiel, das Rockstar Games als eine der innovativsten Entwicklerfirmen auf die Agenda setzte. Es ist das Spiel, das unzählige Open-World-Spiele inspirierte. Nicht nur die ebenfalls von Rockstar stammenden "GTA IV", Red Dead Revolver" oder "L.A. Noire", sondern auch "Batman: Arkham City", "Just Cause" oder "Saint's Row" - mit mehr oder weniger großem Erfolg.

Das Spiel nach zehn Jahren wieder zu spielen ist ein Erlebnis. Vor allem, weil es trotz in die Jahre gekommener Grafik, ein großartiges Spiel bleibt. Weil die Dialoge immer noch so gut funktionieren wie damals, weil die Musik weiter großartig ist und das Spielprinzip immer noch gut. Abstriche muss man bei den mobilen Versionen nur bei der Steuerung machen. Obwohl diese hervorragend auf die Touch-Bedienung der Geräte angepasst ist, fehlt das greifbare der Konsolencontroller, bleibt sie immer wenig intuitiv, ist bei manchen Missionen eher hinder- als förderlich. Trotzdem ist die Jubiläumsausgabe eine hervorragende Gelegenheit, einen Klassiker neu zu entdecken.

"Grand Theft Auto III" von Rockstar Games für iPad, iPhone 4 und verschiedene Android-Geräte, ca. 4 Euro; Ab 18 Jahren

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