Von Carsten Görig
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Spätestens wenn der blaue Schildkrötenpanzer angeflogen kommt, will man nicht mehr Erster sein - und man wird es auch nicht mehr lange sein. Denn der knallt einem ins Gefährt, schleudert es aus der Bahn und lässt einen orientierunglos zurück. Was sich eben darin äußert, dass man nicht mehr der Erste ist, sondern Vierter. Und weil es das Schicksal und die Spieleentwickler so wollen, fährt man als Nächstes über eine Bananenschale, wird von einer Kanonenkugel aus dem Weg gerammt und fällt in einen Abgrund. "Mario Kart 7" ist nichts für schwache Nerven, aber das war noch kein Spiel der Reihe.
Denn "Mario Kart" ist nur vordergründig ein Rennspiel. Eigentlich geht es darum, seine dunklen Seiten auszuleben - gerade im Spiel gegen Freunde, was beim siebten Teil problemlos online geht. Man darf anderen Schildkrötenpanzer an den Kopf werfen, Bananenschalen in den Weg legen oder sie per Blitz schrumpfen lassen. Man darf sie mit Sternenkraft aus dem Weg rammen oder mit einem Fuchsschwanz schlagen. Und dabei fluchen und verflucht werden.
"Mario Kart 7" erscheint für Nintendos 3DS-Konsole und sieht in 3D prima aus. Gefahren wird auf einer Mischung aus neuen Strecken und Klassikern aus den Vorgängern. Neu dabei ist vor allem eins: An bestimmten Stellen der Strecke öffnet sich nach einem Sprung ein Drachenschirm über dem Fahrzeug und man kann mit Rückenwind Plätze gut machen - bis man den nächsten Gegenstand an den Kopf geworfen bekommt.
"Mario Kart 7" von Nintendo für Nintendo 3DS, ca. 40 Euro; USK: Ohne Altersbeschränkung
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