Angespielt: Metro 2033

Von Carsten Görig

"Metro 2033": Moskauer U-Bahn als letzer Rückzugsort Fotos

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Auch wenn aktuelle Ereignisse das Szenario in ein zynisches Licht rücken: In Dmitry Glukhovskis Roman "Metro 2033" ist die Moskauer U-Bahn der letzte Rückzugsort der Menschen nach einem Atomkrieg. Verschiedene Gesellschaftssysteme sind hier neu entstanden, wie in einem Mikrokosmos der bestehenden Welt. Weil das Buch aber auch eine klaustrophobische Atmosphäre erzeugt und den Kampf gegen eine unerkannte Gefahr schildert, eignet es sich ganz hervorragend, um daraus ein Action-Spiel zu machen.

Kommunisten, Faschisten und Marktliberale kämpfen gegeneinander und versuchen, die Mission des Protagonisten Artjom zu beenden. Gelegentliche Ausflüge an die Oberfläche zeigen ein zerstörtes Moskau, in dessen Ruinen gefährliche Wesen lauern. Der Egoshooter funktioniert auch deshalb so gut, weil es abwechslungsreich ist, genug Momente hat, die Ruhe gestatten und es erzählerisch doch schaffen, ein Unbehagen zu erzeugen. "Metro 2033" ist so gut, dass der durchaus vorhandene Mangel an technischem Feinschliff eher zur störrischen Atmosphäre beiträgt, als das Spiel zu behindern.

"Metro 2033" von THQ, für PC und Xbox 360, ab 40 Euro; USK: Ab 18 Jahren

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