Angespielt: Metro 2033
Auch wenn aktuelle Ereignisse das Szenario in ein zynisches Licht rücken: In Dmitry Glukhovskis Roman "Metro 2033" ist die Moskauer U-Bahn der letzte Rückzugsort der Menschen nach einem Atomkrieg. Verschiedene Gesellschaftssysteme sind hier neu entstanden, wie in einem Mikrokosmos der bestehenden Welt. Weil das Buch aber auch eine klaustrophobische Atmosphäre erzeugt und den Kampf gegen eine unerkannte Gefahr schildert, eignet es sich ganz hervorragend, um daraus ein Action-Spiel zu machen.
Kommunisten, Faschisten und Marktliberale kämpfen gegeneinander und versuchen, die Mission des Protagonisten Artjom zu beenden. Gelegentliche Ausflüge an die Oberfläche zeigen ein zerstörtes Moskau, in dessen Ruinen gefährliche Wesen lauern. Der Egoshooter funktioniert auch deshalb so gut, weil es abwechslungsreich ist, genug Momente hat, die Ruhe gestatten und es erzählerisch doch schaffen, ein Unbehagen zu erzeugen. "Metro 2033" ist so gut, dass der durchaus vorhandene Mangel an technischem Feinschliff eher zur störrischen Atmosphäre beiträgt, als das Spiel zu behindern.
"Metro 2033" von THQ, für PC und Xbox 360, ab 40 Euro; USK: Ab 18 Jahren
Weiter zu: Red Steel 2
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH
- Christian Stöcker:

Spielmacher
Gespräche mit Pionieren der Gamesbranche.
Mit Dan Houser ("Grand Theft Auto"), Ken Levine ("Bioshock"), Sid Meier ("Civilization"), Hideo Kojima ("Metal Gear Solid") u.v.A.Kindle Edition: 1,99 Euro.
- Einfach und bequem: Direkt bei Amazon bestellen.
MEHR AUS DEM RESSORT NETZWELT
-
Best of Web
Netz-Fundstücke: Was Sie im Internet unbedingt sehen müssen -
Silberscheiben
Das lohnt sich: Die besten CD- und DVD-Schnäppchen -
Bilderwelten
Bessere Fotos: So holen Sie ganz einfach mehr aus Ihren Bildern raus -
Angefasst
Gadget-Check: Handys und anderes Spielzeug in Matthias Kremps Praxistest -
Angespielt
Game-Tipps: Spiele für Computer und Konsole im SPIEGEL-ONLINE-Test

