Angespielt: Saint's Row The Third

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Autos klauen, vor der Polizei abhauen, dazu HipHop hören und dumme Sprüche reißen: Die ersten beiden Teile der "Saint's Row"-Reihe waren schlechte Versuche, die "Grand Theft Auto"-Serie zu kopieren. Der dritte Teil ist anders. Zum Glück. Auch wenn er mit einem Paukenschlag anfängt, um dann erst einmal abzuflachen. Was allerdings auch kein Wunder ist, denn nach einem Flugzeugabsturz mit anschließendem Luftkampf braucht man erst einmal einen Moment, um sich zu erholen.

Bei "Saint's Row The Third" heißt das allerdings: Missionen machen, die man so schon in den ersten beiden Teilen und bei "GTA" gespielt hat. Fahre hierhin, um einen Widersacher umzulegen, fahre dorthin, um ein Drogengeschäft zu stören oder mache eine Verfolgungsjagd. Doch spätestens in dem Moment, in dem man mit einem Tiger im Auto sitzt und diesen mit schneller Fahrt zufriedenstellen muss, kippt das Spiel ins komplett Absurde. Man prügelt mit einem Riesendildo strapstragende Gangmitglieder ins Aus, kapert Kampfhubschrauber oder kämpft gegen Zombies und in Retro-Videospielewelten. "Saint's Row The Third" gibt sich keine Mühe mehr, Spielern eine Geschichte zu erzählen, sondern bietet großartig alberne Missionen, nimmt sich selbst auf den Arm, reißt einen schlechten Witz nach dem anderen, ist dumm, sexistisch und weiß das auch. Es spart niemanden aus und funktioniert deshalb sehr gut - auch wenn man sich oft genug fragt, warum man diese Witze nun eigentlich lustig finden soll. Man tut es dann doch.

"Saint's Row The Third" von THQ, für Playstation 3, Xbox 360 und PC, ab 30 Euro; USK: Ab 18 Jahren

Weiter zu: Professor Layton und der Ruf des Phantoms

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