Angespielt Sesamstrasse - Es war einmal ein Monster

Warner Interactive

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Zugegeben: Man tut vielen Spielen unrecht, wenn man zu schnell urteilt und wahrscheinlich wäre auch "Es war einmal ein Monster" schnell in den Stapel ungespielter Sachen gewandert, wenn es nicht eine kleine Besonderheit gegeben hätte: Es wurde von Double Fine entwickelt. Dem Studio, das "Grim Fandango"-Erfinder und Ex-Lucas-Arts-Entwickler Tim Schafer gegründet hat. Dem Studio, das Perlen wie "Psychonauts" oder "Stacked" entwickelt hat, dem Studio, das das spielerisch durchwachsene, aber humorvolle Heavy-Metal-Spiel "Brütal Legend" gemacht hat.

Auch wenn ein Sesamstrassen-Spiel, nur für Microsofts Bewegungssteuerung Kinect entwickelt, erst einmal nicht sonderlich gut klingt. Doch die Sache ist erstaunlicherweise gut gegangen. Richtig gut. Mit der Einschränkung, dass es tatsächlich ein Familienspiel ist, ein Spiel, das einem alleine nur kurze Schmunzler bescheren wird, das sich aber gemeinsam sehr schön spielen lässt. "Es war einmal ein Monster" handelt davon, wie Elmo und das Krümelmonster durch die Lande ziehen und Monster für eine Party sammeln. Dabei ist für die Spieler hauptsächlich eins zu tun: Sie müssen sich vor den Fernseher stellen und herumhampeln. Auf den Schultern der Monster sitzen, Hände in die Luft recken und Luftschlangen fangen zum Beispiel. Mit einem Winken Kleider für eine Kostümierung aussuchen oder mit den Armen wedeln und so in die Luft fliegen. Das ist nicht sonderlich anspruchsvoll, aber sehr liebevoll umgesetzt, voller Sesamstrassen-Charme und sehr geeignet, um es mit Kindern zusammen zu spielen. Gut, dass man bei manchen Spielen auf den zweiten Blick doch merkt, wenn man ihnen auf den ersten Blick Unrecht getan hat.

"Sesamstrasse: Es war einmal ein Monster" von Warner Interactive für Xbox 360 mit Kinect, ca. 30 Euro; USK: Ohne Altersbeschränkung

Weiter zu: Die Abenteuer von Tim & Struppi - Das Geheimnis der Einhorn



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